Mittwoch, 14. April 2010

Fotos, Fotos, Fotos

aalso, ich hatte ja beim letzten Artikel schon gesagt, dass alle aktuellen Bilder online seien, doch leider hat die Technik mal wieder versagt und den Grossteil gar nicht und den Rest doppelt und dreifach hochgeladen =\
nuun hat es aber endlich geklappt und so sind nun Bilder aus Wanaka, Queenstown, Christchurch, Kaikoura und ganz besonders vom Raften online :)

Sonntag, 11. April 2010

5 Tage – 5 Orte – Unzählige Erlebnisse

Auch in den vergangenen Tagen saßen wir natürlich nicht nur rum. Nach 5 Tagen in Queenstown sind wir am Dienstagmorgen mit dem Kiwibus nach Geraldine, einer kleinen Stadt, gefahren, von wo wir von Mitarbeitern von RangitataRafts, mit denen wir am nächsten Tag dann Raften waren, abgeholt und zu deren Berghäuschen, wo wir für zwei Tage gelebt haben, gefahren wurden.
Das Haus war einfach nur ein Traum, gemütliche Zimmer (Franzi und ich hatten eins für uns allein!) mit Doppelbetten, großer Wohn-&Küchenbereich, gutes Bad – und vor allem: sauber! Nach dem absolut grauenvollen Hostel in Queenstown war es einfach nur göttlich :) Und so haben wir den Rest des Nachmittages und Abend damit verbracht, gemütlich in unserem Bett zu liegen, und Filme zu schauen =) Gesehen haben wir dann Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) und Sense and Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit, beides von Jane Austen) – und das vollkommen ungestört ohne rücksichtlose und nervende Zimmermitbewohner :)
Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit: das Rafting ging los :) Nach Frühstück und frühem Lunch wurde (mittlerweile kamen noch 10 andere Leute) uns die notwendige Kleidung vorgestellt, die wir dann auch direkt danach anziehen mussten. Angekommen am Fluss (Rangitata River) wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Franzi und ich waren mit 5 Freunden, ursprünglich aus England, die aber 6 Monate lang in Christchurch studieren und in einer Rugbymannschaft spielen, zusammen in einem Boot bei Raana, unserem Leiter. Mit denen haben wir uns auch auf Anhieb total gut verstanden, sodass es eine echt lustige Runde war :)
Beim ersten Stück der Tour, wo der Fluss noch sehr ruhig und eben war, wurde uns alles Wichtige erklärt, wie die Befehle (Forward, Backward, Hold on, Get down, Jump left/right), die zwar an sich recht simpel sind, aber wenns schnell gehen muss, durchaus verwechselt werden können ;) sowie was passiert, wenn eine Person rausfällt oder sogar das ganze Boot kentert. Das wurde dann auch gleichmal geübt, und zack mussten wir ins Wasser springen – das so circa.11/12 Grad hatte, sodass man erstmal Schwierigkeiten hatte, überhaupt zu atmen, bevor man sich Gedanken machen konnte, wie man nun wieder ins Boot kommt.
Naja, nachdem wir dann alle alles Wichtige konnten fing nun der Beste Teil der Tour los: Die Rapids (Stromschnellen). Also generell gibt es Stromschnellen der Stärke 1-6, davon dürfen aber kommerziell nur solche bis maximal 5 befahren werden. Wir hatten das Glück, dass bei dieser Tour sogar gleich zwei Rapids der Stärke 5 dabei waren :) Naja so paddelten wir circa. 2 Stunden von einer Stromschnelle in die andere, mit kleinen Pausen, dass die beiden bzw. drei (eins war noch dabei, um weitere Leute für Leiter auszubilden und auch Fotos zu machen) Boote zusammenblieben und eben auch Fotos gemacht werden konnten. Es hat auf jeden Fall wahnsinnig viel Spaß gemacht :) Und wir hatten noch das Glück, dass kein einziger aus unseren beiden Booten rausgefallen ist, auch wenn man ab und zu kurz davor war und nur noch kreuz und quer durchs Boot gewirbelt ist ;)
Recht zum Ende hin durften wir auch einmal von einem Felsen in eine kleine Stromschnelle reinspringen und uns ein ganzen Stück nur treiben lassen, und auch wenn es einfach nur höllisch kalt war, sodass man echt nur schwer atmen konnte, hat es echt Spaß gemacht :)
Zum Abschluss durften wir auch noch von höheren Felsen springen, erstmal aus 5m Höhe und danach noch von 10m Höhe – kalt, aber spaßig :)
Insgesamt kann man echt nur sagen, dass es jede Menge Spaaaß gebracht hat, was man auch an den vielen Bildern sieht :)
Nach dem Raften und einer heißen Dusche, um sich wieder aufzuwärmen, haben wir alle zusammen noch Barbecue gegessen (Fleeisch!! ;) ) und dann wurden wir noch zwei Stunden lang nach Christchurch gefahren.
Doch der ohnehin schon perfekte Tag wurde noch perfekter, da wir uns abends noch mit Miikka verabredet haben. Also zur Erinnerung: Miikka war ganz am Anfang mit in unserer Truppe, die zusammen von Frankfurt nach Melbourne geflogen ist und da noch die ersten Tage miteinander verbracht hat. Und zwischendurch in Darwin hatten wir uns auch schonmal wiedergetroffen :) Naja, auf jeden Fall waren wir dann abends noch zusammen ein „Bierchen“ trinken (Franzi und ich bestellen meistens ein Jug zusammen, was normalerweise so ca.900ml-1l ist, doch diesmal war der so gigantisch, das waren ca. 2 Liter! ) Auf jeden Fall war der Abend echt schön, über alles Mögliche gequatscht, was er und wir so erlebt haben und alles =)
Am nächsten Tag sind dann erst Franzi und ich allein durch Christchurch getingelt, haben uns alles Mögliche angesehen (Kathedrale, Gärten, Art Gallerie & Art Center, Markt…), bevor wir uns nochmal mit Miikka getroffen haben und dann zusammen zum Strand& Pier gefahren sind :) Abends haben wir dann sogar noch die ISS am Himmel gesehen, was wir uns allerdings etwas spektakulärer vorgestellt haben (man könnte auch denken, es sei nur ein Flugzeug) ;)
Nach zwei Nächten mussten wir Christchurch allerdings schon wieder verlassen, und zwar Richtung Kaikoura, einer kleinen, aber dafür umso schöneren Stadt =) Hier gab es nicht nur schöne schneebedeckte Berge direkt neben dem Meer, sondern auch jede Menge Wale, Robben und Delphine :) Dazu kam dann noch, dass eine richtig gute Band aus Hamburg an einem kleinen Platz gespielt hat, wo dann auch richtig viel los war. Der Sonnenschein hat das Ganze dann noch perfektioniert :)

Naja und gestern war dann auch schon Franzis und mein letzer gemeinsamer Tag, an dem wir eigentlich nur gereist sind, und zwar erst mit dem Bus von Kaikoura nach Picton und von dort aus dann mit der Fähre drei Stunden lang über den Cook-Strait zurück zur Nordinsel nach Wellington, wo wir dann auch erst am späten Nachmittag ankamen. Dort sind wir dann auch nur noch zum Abschied was essen gegangen und dann auch recht früh schlafen gegangen, weil Franzi sind `ne Erkältung zugezogen hat =/
Ja und so war dann nach sechseinhalb Monaten unsere letze Nacht und schließlich unser letzter Morgen mit unserem letzten gemeinsamen Frühstück vorüber und es hieß Abschied nehmen :(
Ihr könnt euch wohl vorstellen, wie schwer es uns fiel und wie die Laune für den Rest des heutigen Tages aussah…
Naja, nach einem traurigen Tag voller einsamer Erledigungen verabschiede ich mich nun in mein Bett. Adieu, meine Lieben, macht’s gut! :-*

Achja, und nicht vergessen: Bilder anschauen! Alben sind nun wieder aktualisiert =)

Montag, 5. April 2010

Even my shit was scared!!

Wie der Titel schon andeutet, waren Franzi und ich mal wieder unterwegs für was Beklopptes. Und zwar ist „even my shit was scared“ das Motto vom Canyon Swing hier in Queenstown.
Canyon Swing heißt, dass man von einer Plattform aus 108m Höhe in den Canyon springt, gut 60m tief im Freifall fällt und dann mit 150km/h 200m horizontal durch den ganzen Canyon schwingt! Drei Worte dazu reichen wohl eigentlich: Adrenalin!! Spaß!! Geieeeel!!
Dabei konnte man sich noch verschiedene Arten fürs Springen aussuchen, die verschieden angsteinflößend waren. Man konnte einfach vorwärts eigenständig springen, rückwärts springen, oder sich schon über den Abgrund hängen lassen und dann von den Leuten dort fallen lassen, man konnte sich mit Rücken zum Abgrund auf einen Stuhl setzten und dann mitsamt Stuhl rückwärts in den Abgrund kippen oder man konnte sich kopfüber in den Abgrund hängen lassen und dann von den dort fallen lassen.
Also zuerst sind Franzi und ich zusammen gesprungen. Leider hatte man beim Tandem nicht so viel Auswahlmöglichkeiten, deshalb sind wir einfach zusammen gesprungen. Naja, einfach ist gut, es kostet schon viel Überwindung sich da eigenständig in den Abgrund zu stürzen. Aber es war einfach nur unglaublich, unglaublich geil!! Natürlich habe ich mir beim Freifall die Seele aus dem Leib geschrien, aber es war einfach nur spaßig :):)
Adrenalinfanatisch wie wir sind haben wir das Ganze dann auch noch ein zweites Mal gemacht, und zwar noch krasser: jeder für sich auf dem Kopf. Das heißt, wir wurden über den Abgrund gehängt und zwar mit Füßen nach oben Kopf nach unten und durften uns noch nichtmal irgendwo festkrallen, also Arme auch nach unten… das war noch viel, viel besser :) Am liebsten würde ich es glatt nochmal machen, quasi jeden Morgen zum Wachwerden :)
Wir haben von den beiden Sprüngen auch noch Videos, die einfach nur herrlich sind :D vor allem der Todesschrei von mir, während Franzi lautlos ist :D naja, die Bilder davon lade ich auch gerade hoch, dann bekommt ihr mal einen Eindruck von dem Ganzen, da man es wirklich schlecht beschreiben kann…

Naja, ansonsten verlassen wir morgen nach 5 Nächten nun die Stadt Queenstown, die einfach nur wunder,wunderschön ist. Neben Canyon Swing sind wir noch am See in der Stadt spazieren gewesen, zum Sunshine Bay gelaufen, umhergebummelt und dies und das.
Davor waren wir ja in Wanaka, einer sehr kleinen, aber auch total schönen Stadt =) Dort waren wir dann am Abend noch in einem Kino und ich kann euch sagen, es ist eindeutig das geilste Kino der Welt. Und zwar ist es ein kleines Häuschen mit einem einzigen Saal, wo keine blöden Kinostühle sind, sondern verschiedene Sofas, Sessel und das beste: ein alter Käfer, in dem man auch sitzen konnte…einfach nur herrlich :) Dort haben wir dann „It’s complicated“ gesehen…kann man auch auf jeden Fall nur empfehlen :)

Naja, morgen fahren wir also zum White Water Rafting =) , also morgen nur zu dem Ort, wo es ist und am Mittwoch machen wir das dann endlich, bevor wir am Abend dann weiter nach Christchurch fahren

Ich denke mal ich werde mich dann aus Christchurch oder so wieder melden…also bis dann :-*

Freitag, 2. April 2010

Bilder

Huhu :)
Viele neue Bilder sind nun online...und zwar von River Valley, Wellington, Nelson, Westport, Mahinapua und Franz Josef inklusive Gletscherwandern :)

Alles weitere Aktuelle kommt später noch =)

Dienstag, 30. März 2010

Eine neue Woche voller Erlebnisse

Auch in der letzten Woche haben Franzi und ich natürlich jede Menge erlebt.
Am Montag ging es mit dem Kiwi-Bus von Taupo mit einigen Stopps nach River Valley, ein winziges Dorf, das quasi nur aus einem Fluss und zwei, drei Häusern besteht, aber dafür unheimlich schön ist, weil es von Bergen und Wäldern umgeben ist :) Unser Hostel dort war allerdings etwas abenteuerlich, vor allem weil es eigentlich nur einen großen Schlafraum gab, wo wir mit 32 Leuten zusammen geschlafen haben. Unterteilt in zwei Bereiche zu sechszehnt gab es noch nicht einmal einzelne Betten für jeden, sondern stattdessen zwei riesige Liegewiesen, eine unten, eine darüber, wo man einfach mit den Matratzen nebeneinander lag, und das neben wildfremden Leuten…zum Glück hatten Franzi und ich keine unhygienischen Leute neben uns ;)
Am nächsten Mittag sind wir auch schon in Richtung Hauptstadt Neuseelands aufgebrochen: Wellington. Nach einigen Stopps in Städten auf dem Weg kamen wir dort am späten Nachmittag an, sodass wir noch Zeit hatten, uns ein wenig die Stadt anzusehen, am Hafen entlangzulaufen…unsere ersten Eindrücke waren auf jeden Fall positiv :)
Am Mittwoch hatten wir einen Tag „frei“, das heißt keine Busfahrt, nur Stadtbesichtigung =) Den Tag nutzten wir dann für das berühmte National Museum „Te Papa Museum“, was über die Flora und Fauna, Kultur der Maoris, Geschichte etc. Neuseelands informiert. Das Museum gehört auf jeden Fall zu einem der besten, in denen ich bisher war, weil es richtig interessant und gut aufgebaut ist :) Ein Highlight dort war ein riiiesiger Tintenfisch, der nahezu unverletzt dort zur Besichtigung liegt, der ist echt beeindruckend.
Danach sind wir noch zum Parlamentsgebäude gelaufen…ja, was soll man sagen, ich habe selten so ein hässliches Gebäude gesehen. Das Parlament wurde sogar auch schonmal zum hässlichsten Gebäude gekürt – und das echt zu recht. Es ist einfach nur ein großer, grauer, runder Klotz. Von innen ist es glücklicherweise etwas ansehnlicher und wir durften sogar in den Pleniumssaal, wo die Politiker gerade mitten in einer Diskussion waren. Ich kannte es ja schon aus Kiel wie so etwas abläuft, als wir mit dem Jahrgang mal im Landtag waren, aber für Franzi war es vollkommen neu und sie war echt überrascht. Alle schreien dazwischen, lachen den anderen lauthals aus, laufen wahllos umher, der Sprecher selbst brüllt ins Mikro und sogar der Vorsitzende selbst, „Mr.Speaker“ kann sich das Grinsen nicht verkneifen… das Beste war, als ein Politiker, der momentan nicht mehr reden durfte, aufgestanden ist und sich auf den Platz eines anderen Politikers gesetzt hat, der kurz davor den Saals verlassen hat, und weil sich die beiden auf den ersten Blick recht ähnlich sahen, vom Vorsitzenden das Wort erteilt bekommen hat :D…also die Umgangsformen sind schlimmer als im Kindergarten ;)
Am Donnerstag hieß es dann schließlich: Auf zur Südinsel! Früh morgens mussten wir also zur Fähre, die drei Stunden lang über den Cook Strait von Wellington nach Picton gefahren ist. Die Fährfahrt war durch die wunderschöne Aussicht von Wasser, Bergen und Wäldern zum Glück auch nicht langweilig :) Dort angekommen hieß es schließlich wieder Busfahren: Ziel war heute nämlich Nelson, wo wir nach einer Ortsbesichtigung die Nacht verbracht haben.
Der Freitag lief wie die meisten Busfahrtage ab: Morgens ins den Bus steigen, einige Pausen, heute bei einem wuuunderschnen See, Lake Rotoiti, wo wir unheimlich schöne Aussichten hatten, und schließlich im Ort ankommen, diesmal hieß das Ziel Westport, wo wir uns den Ort angesehen, eingekauft und gekocht haben.
Auch der nächste Tag war kaum unterschiedlich. Am Samstag sind wir nämlich von Westport nach Mahinapua gefahren, ein Ort, der genaugenommen eigentlich gar nicht richtig existiert. Die Einwohnerzahl ist nämlich genau 1, was ein 85Jahre alter Mann ist, der einen Pub mit einem dazugehörigen Hotel betreibt, wo wir gewohnt haben. Auf der Landkarte ist der Ort auch nur durch den See, Lake Mahinapua, zu finden. Der See und auch der Strand, der nicht weniger nah ist, sind echt schön, auch wenn das Wetter leider nicht ganz mitspielte. Am Abend haben wir dann mit der ganzen Truppe aus unserem Bus zusammen gegessen und anschließend gefeiert – und das auf eine eigentlich sehr kindische Weise, was dafür aber umso lustiger war: und zwar, mussten wir uns Verkleiden. Zuvor mussten wir alle im Bus einen Zettel ziehen, wo ein Buschstabe drauf war, und dann musste man sich ein Kostüm ausdenken, was mit dem Buchstaben auf dem Zettel anfing. Franzi hatte zum Beispiel U und war dann umpa (Schiedsrichter) und ich hatte Z und war dann zebra. Zum Teil waren da echt soo geile Kostüme mit bei, einer war als Kleopatra verkleidet, einer als Quasimodo und einer (wohlbemerkt einER) als Bunny… wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß ;):)
Achja, was ich noch vergessen habe: auf der Fahrt nach Mahinapua haben wir morgens auch noch eine Wanderung gemacht, und zwar zu den Pancakes, berühmte Felsformationen, was echt schön war=) vor allem haben wir dort unsere ersten Kiwi-Vögel gesehen und fast noch besser: Seerobben, dort war nämlich eine große Kolonie :)
Am Sonntagmorgen ging die Reise auch schon wieder weiter, und zwar nach Franz Josef. Auf dem Weg dorthin haben wir noch in einem Bushman Center angehalten, was ein Museum über die Wildjagd in Neuseeland ist. War ziemlich interessant, wie sie das früher gemacht haben, erst einzelne Jäger, die zu Fuß mit dem Gewehr durch das Land zogen, später dann aus dem Helikopter erschossen und das tote Tier mitgenommen und dann später, als Wildfarmen gegründet wurden, ebenfalls mit Helikopter, und zwar sind die Jäger dann aus dem Heli auf das Wild gesprungen und haben dann das lebende TIer mitgenommen…später dann mit Netzen, die von oben über sie gestülpt wurden. Also wirklich interessant irgendwie und das mit dem aus dem Heli springen kann ich jetzt noch nicht ganz glauben ;)
Nungut, also seit Sonntag sind wir also in Franz Josef, ein sehr kleiner, aber süßer Ort, der eigentlich nur für die Aktivitäten lebt: Kajak fahren, Fallschirm springen und Gletscherwandern, was Franzi und ich dann gestern auch gemacht haben =)

Glacier Hiking

Gestern hieß es also Gletscherwandern, und das auf dem sich am schnellsten bewegenden Gletscher, dem „Franz Josef Glacier“. Glaubt mir, ich könnte stundenlang davon schwärmen, es war einfach nur fantastisch!! Dennoch versuche ich mich relativ kurz zu fassen ;)
Also morgens um 9h wurden wir im Office mit dem Equipment ausgestattet, das heißt Regenhose und –jacke, Boots plus Spikes, dicke Socken, Mütze und Handschuhe. Danach ging es mit dem Bus zum Gletscher. Beim Parkplatz wurden wir dann in drei verschiedene, später dann in sechs Gruppen aufgeteilt, sodass man nachher elf Leute auf einen Tourguide war, was echt perfekt war, vor allem war unser Tourguide echt supernett und freundlich und hat uns gut Zeit für Fotos und alles gegeben =)
Also normalerweise sind die Gruppen 5 Stunden lang auf dem Eis, jedoch hatten wir gestern besonders viel Glück, weil seit gestern ein neuer Track offen ist. Denn normalerweise heißt es, dass das Wandern auf der linken Seite des Gletschers zu gefährlich ist, jedoch hat man einen Track gefunden, der ok ist, sodass wir jetzt die ersten waren, die den Track laufen durften. Jedoch hieß es auch, dass wir statt 5Stunden fast 8 Stunden auf dem Eis waren, weil sie sich wohl etwas verschätzt haben! Richtig geil =) Dazu kamen dann noch die Wanderungen zum und vom Gletscher zum Parkplatz, was nochmal gut 5km waren. So hat konnte man den Ganztagestrip auch wirklich Ganztagestrip nennen, weil wir erst um kurz vor acht zurück im Ort waren.
Das Gletscher selbst ist einfach nur atemberaubend: riesig (insgesamt 10km lang), schneeweiß bis himmelblau (wenn man den Dreck zwischendurch ignoriert ;) ) und hat die schönsten Formen: es gibt Höhlen, riesige Eiswellen und Gletscherspalten, durch die wir hindurchgewandert sind. Denn wir sind nicht nur einfach über das flache Eis gestiefelt, sondern mussten richtig klettern, steile Eiswände runter und hoch und uns durch die engsten Spalten quetschen, also wenn ich eng sage, meine ich auch wirklich eng, man musste seitwärts gehen, den Rucksack abnehmen und ein Fuß hinter den anderen stellen, weil es sonst einfach nicht passte. Zum Teil war es echt krass, da dachte man nur noch: oh mein Gott, wie komme ich hier bloß je wieder raus, vor allem wenn man dann hochguckt, dort nur eine hohe Eiswand sieht und weiß, dass man dort gleich hochsoll. Es war wirklich einfach nur toll, fantastisch, genial, perfekt!! Ich glaube man kann es sich gar nicht richtig vorstellen, wenn man es selbst nicht gemacht hat, aber ich denke die Bilder geben zum Teil einen ganz guten Eindruck. Leider konnten wir nicht bei allen Sachen Bilder machen, weil man eher damit kämpfen musste, nicht stecken zu bleiben ;)
Und man kann sich irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wenn man oben steht, dass unter seinen Füßen einfach mehr als 50m Eis sind, das ist unglaublich! Und nicht nur der Gletscher selbst ist wunderschön, sondern auch die Umgebung mit den Bergen und Wasserfällen und das Tal mit dem Fluss :)
Naja, ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, wie sehr ich den Gletscher liebe, aber ich würde mich wohl nur noch wiederholen ;)
Deshalb: Bilder anschauen, die ich so schnell wie möglich hochladen werde und dann werdet ihr es wohl nachvollziehen können :)

Adieu, meine Lieben :-*

Sonntag, 21. März 2010

Black Abyss & Tongariro Crossing

Heute haben Franzi und ich wie gestern schon angekündigt, unsere erste Aktivität hier in Neuseeland gemacht: Black Water Rafting (unsere Tour hieß Black Abyss). Es hat einfach nur mordsmäßig Spaß gemacht und war sein Geld auf jeden Fall wert.
Also abgeholt wurden wir um viertel vor acht und dann ging es zu deren Lager, wo wir (6 Leute, davon 5 Mädels) dicke Neoprenanzüge, Gummischuhe und Helme bekommen haben. Nach einem schnellen Foto sind wir dann mit dem Kleinbus zur Höhle gefahren. Dort angekommen wurde uns an einem kleinen Hang die Abseil-Technik beigebracht, bevor es dann ans richtige Abseilen ging: Und zwar mussten wir uns 37m in eine Höhle abseilen und das bei völliger Dunkelheit! Das hat echt wahnsinnig Spaß gemacht, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte, weil man einfach rein gar nichts gesehen hatte – man hatte zwar eine Kopfleuchte an seinem Helm, doch die brachte dort wirklich gar nichts. Das erste Stück war ein sehr, sehr enges, felsiges Stück, wo man kaum durch passte und danach schwebte man einfach in circa 30m Höhe über einem Nichts, das war schon irgendwie gruselig, aber hat echt Spaß gemacht! Das Abseilen mussten wir alle nacheinander machen, das heißt der erste ging runter, hat dort gewartet, dann konnte erst der nächste.
Als wir dann alle unten in der Höhle waren, sind wir ein kleines Stück über Felsen gelaufen, bevor wir dann zur nächsten Station kamen: Und zwar sind wir – wieder in völliger Dunkelheit – mit einer Seilbahn ein kleines Stück tiefer gefahren. Im Hellen hätte das glaube ich nicht so viel Spaß gemacht, aber im Dunklen war’s echt cool, weil man einfach nicht wusste, was mit einem passiert.
Gut, danach gab’s dann erstmal Kaffee und Tee…und dann ging es ins Wasser. Das war echt krass, wir saßen da noch alle gemütlich und haben geschnackt und auf einmal springt einer unserer beiden Tourguides mit Anlauf und einem Gummireifen an seinen Hintern haltend ins Wasser, was 3-4m unter uns war. Wir haben uns so erschrocken, weil es einen mordsmäßig lauten Knall gegeben hat und meine erste Reaktion war: No way, ich mach das nicht! Natürlich habe ich es dann doch gemacht und es hat soo viel Spaß gemacht, nur leider hat uns keiner vorgewarnt, wie kalt das Wasser ist. So sind wir trocken, zwar in Neoprenanzügen, aber naja, so viel abhalten können sie dann doch nicht, in 11°warmes Wasser gesprungen! Da brauchte es erstmal, bis man wieder ruhig atmen kann ;)
Als wir dann alle im Wasser waren (2 unser 5 Mädels, haben es nicht gemacht und sind dann an der Seite langsam reingegangen) sind wir alle ins unseren Ringen in der Höhle umher gepaddelt und haben sie uns angesehen. Mit den Hunderten an Glühwürmchen, die fast noch schöner als jeder Sternenhimmel sind, und den Stalaktiten und Felsen und alle ist die Höhle einfach nur soo schön, die hat mir echt richtig gut gefallen! Nachdem uns noch einiges über Glühwürmen und die Höhle erzählt wurde und wir hin-und her gepaddelt sind, haben wir unsere Ringe wieder weggebracht und sind dann zu Fuß weiter. Es war echt nicht leicht, dort zu laufen, weil auf dem Boden überall Felsen, kleine Steine und auch haufenweise Löcher waren, sodass man aussah wie ein Betrunkener, vor allem wurd’s auch dadurch erschwert, dass die Füße mittlerweile so kalt waren, dass man sie kaum noch spürte! Na gut, zum Schluss gab es dann noch ein Highlight: und zwar sind wir dann nicht aus der Höhle einfach rausgeschwommen oder gelaufen, sondern geklettert :) Das hat auch wieder echt viel Spaß gebracht, vor allem weil ich davor eigentlich bis auf an einer Kletterwand nie richtig geklettert bin und ich mich, auch wenn wir in keiner Weise gesichert waren, total sicher gefühlt habe, weil die beiden Tourguides immer genau aufgepasst haben.
Insgesamt war es einfach nur ein cooles Erlebnis und hat mir und auch Franzi wahnsinnig viel Spaß gemacht :)

Danach auf der Fahrt nach Taupo, haben wir kurz vorm Ziel noch einen kleinen Stopp bei den Huka Falls gemacht, was ihr auch in auf den Bildern sehen könnt. Das war einfach nur wahnsinnig schön dort, das Wasser hatte so eine geile Farbe, hellblau-türkis, und der Fluss hatte so eine heftige Strömung, das habe ich noch nie in meinem Leben so stark gesehen, einfach nur cool :)

Gut, das war gestern, heute haben Franzi und ich schon wieder was Cooles erlebt. Und zwar haben wir einen – so sagt man – der schönsten Wanderungen auf der Welt gemacht, das Tongariro Crossing. Das hieß eine Strecke von 19,4km auf und ab über einen Berg. Ich kann euch sagen, es war soo anstrengend!
Aber nun von vorn: das erste Stück war von unserem Carpark Mangatepopo (1150m) zu den Sodasprings, was noch echt angenehm war, das es nur eine leichte Steigung war und das Wetter auch noch ganz angenehm war, da es recht warm war. Nur leider, war es sehr, sehr nebelig, sodass man kaum was sehen konnte, was natürlich schade war und die Stimmung etwas dämpfte. Dieses Stück war circa 1Stunde lang. Danach ging es von den Soda Springs zu South Crater, was zusammen mit dem nächsten Teil der Härteste war. So wird dieses Stück, was auch circa 1 Stunde dauert, als „Devils Staircase“ bezeichnet – und das zu recht ;) Dann gab es zum Glück ein kleines, ebenes Stück, bevor es dann wieder ebenso steil zum Red Crater hochging, was die höchste Stelle unserer Wanderung war (1886m). Diese Strecke dauerte ebenfalls circa 1h. Zum Glück war es mittlerweile etwas weniger neblig, sodass man die Aussicht richtig genießen konnte. Zu sehen gab es nämlich neben weiteren Bergen und Tälern, einen richtigen Vulkan, der bis Mitte der Siebziger ein sehr aktiver war. Das sah schon echt richtig schön aus, mit noch ein bisschen Nebel drumherum und auch die Wolken, die nun zum Teil unter uns waren. Was das Genießen jedoch etwas erschwerte war die Kälte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdammt kalt es war. Der Wind dort war so stark, dass man kaum nicht mehr stehen, geschweige denn laufen konnte. Ich glaube das war echt der stärkste Wind, den ich bisher erfahren habe. Wir haben einfach nur noch gezittert und gefroren, echt nicht schön.
Hiernach ging eine extrem steile Strecke hinunter zu den Emerald Lakes, die für mich mit ein Highlight der Wanderung waren. Die drei Seen hatten nämlich so unheimlich schöne Farben, richtig kräfitges Türkis, was so ein großer Kontrast zu den grauen Bergen war. Aber auch wenn die Seen unheimlich einladend aussahen, darf man leider nicht in Ihnen schwimmen, weil es wie die Hot Spring Pools in Rotorua uns verbrennen würden.
Die nächste Strecke war wieder etwas bergauf, und zwar zum Central Crater. Von dort aus konnte man schon den großen Blue Lake sehen, der auch richtig schön war.
Der Rest der Strecke war kontinuierlich etwas bergab, was am Anfang sehr angenehm, am Ende jedoch nur noch in den Füßen und Knien schmerzte, weil man ja immer bremsen musste. Vor allem war dieser Teil der Wanderung circa 4 Stunden lang, also ihr könnt euch vorstellen, dass ich jetzt kaum mehr laufen kann, weil meine Knie einfach wehtun.
Insgesamt, war die Wanderung zwar echt anstrengend, und hat einen an die absolute Kältegrenze gebracht, jedoch hat es sich echt gelohnt, weil die Landschaft einfach unheimlich schön war, auch wenn wir etwas Pech mit dem Wetter hatten.

So, zu der Planung der nächsten Tage: morgen haben wir noch einen Tag in Taupo, an dem wir wahrscheinlich nicht soo viel machen werden. Wahrscheinlich mal zu dem Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, und vielleicht zu den Hot Rock Pools.
Am Montag geht’s dann weiter nach River Valley, wo wir nur eine Nacht bleiben werden, und dann fahren wir auch schon in die Hauptstadt Wellington. Dort werden wir zwei Nächte bleiben, nächstes Ziel ist dann Nelson, unsere erste Stadt auf der Südinsel :)
Übrigens sind nun auch alle fehlenden Bilder online, das heißt die von Sydney und Canberra, sowie alle bisherigen aus Neuseeland, viel Spaß beim Stöbern :)
Ich schreibe dann wieder, wenn es wieder etwas Spannendes zu berichten gibt ;)
Liebste Grüße, Lea :-*