Donnerstag, 31. Dezember 2009

Hey ihr Lieben!
So, nun kommt mein letzter Eintrag aus dem Jahr 2009, was bei mir in circa 4 Stunden vorbei ist.
Erstmal wünsche ich euch einen Guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass ihr in diesem alles erreicht, was ihr euch vornehmt und natürlich gesund bleibt! Also macht keinen Blödsinn und passt auf euch auf, schließlich möchte ich euch alle nächsten Sommer heil in die Arme schließen können ;)
Über die letze Woche des alten Jahres berichte ich in den nächsten Tagen nochmal, die Bilder dazu gibt es jedoch schon auf meiner Fotoseite.
Alles Liebe und wir hören im neuen Jahr wieder voneinander :)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Die liebsten Weihnachtsgrüße

Hey meine Lieben!

Ich wünsche euch fröhliche Weihnachten und hoffe wirklich sehr, dass ihr ein paar schöne Weihnachtstage habt! Genießt die schönen Weihnachtstage, schließlich sind es mit die schönsten des Jahres!


Wir hatten bisher schon einen fantastischen Weihnachtstag und waren heute Mittag im Regenwald um Minjin zu machen, und es war einfach nur unglaublich toll!! Kathie und ich haben uns die Seele aus dem Leib geschrien und Franzi hatte einen einzigen Lachkrampf :) Also das war so, dass wir zu dritt nebeneinander an einem Seil gesichtert wurden, dann in 45m Höhe gezogen wurden, also wir waren dann ganz frei und alles und dann musste einer von uns am Seil ziehen und dann ging es im freien Fall nach unten, und das unglaublich schnell und ja, also wir sind dann nach vorn geschwungen bis wieder 40-45m Höhe und rückwärts wieder zurück und das so lange bis wir ausgeschwungen sind, es war sooo geil :):) Wir haben das dann direkt nochmal gemacht, weil das zweite mal so günstig war und wir einfach nur begeistert waren :) Das war schon ein geiles Erlebnis :)


Naja, danach gab es dann gerade ein richtiges Festessen mit Lachs, Spinat und Nudeln und nun wollen wir gleich noch ein wenig losziehen =)

Also, ich wünsche euch nochmal Frohe Weihnachten eine wunderschöne Zeit
Alles, alles Liebe :-*

Dienstag, 22. Dezember 2009

Von A nach B

Nach langen zwei Monaten in Darwin, in denen wir Darwin echt ins Herz geschlossen haben und es richtig zu unserer Heimat wurde, wo man einen ganz normalen Alltag hatte, sich überall perfekt auskannte, genau wusste, wo was ist und auch ein paar echt nette Leute gefunden hatte, war am Sonntag dann unser letzter Tag.
Der Tag wurde damit verbracht, das Haus zu putzen, unsere Sachen zu packen, was doch recht abenteuerlich war und schon jetzt wurden die ersten Klamotten weggeworfen, weil sie einfach vollkommen hin waren und schließlich Dinner gekocht. Wir haben nämlich für Trajan als Dankeschön ein typisch deutsches Essen, Gulasch mit Rotkohl und Kartoffeln gekocht, was echt verdammt lecker war (Großes Lob an Kathi unsere Köchin ;) )Dazu haben wir ihm dann noch zwei Bilderrahmen mit Fotos von uns geschenkt, damit er uns auch nicht vergisst ;) Nach dem Essen wurde noch der Rest gepackt und dann ging es nochmal für ein Abschlussbier ins Monsoons und ins Shenannigans, um sich nochmal von allen zu verabschieden und einfach noch mal eine Runde zu quatschen :)

Um halb zwei ging’s dann zurück zum Apartment, um alle Sachen zusammenzusuchen und dann um zwei mit dem Taxi zum Flughafen, nachdem wir uns dann auch noch von Trajan verabschiedet haben.
Dort gab’s dann jede Menge Warterei auf‘s Einchecken und das alles, was dann mit telefonieren und wehmütigen Gedanken überbrückt wurde, schließlich waren wir noch nie so lange an einem Ort, um es dann mit dem Wissen, dass man wohl nie wieder dorthin kommt, zu verlassen. Und es wurde auch wirklich schon unsere richtige Heimat, wo man so viel erlebt hat, wo wir Miikka wieder getroffen haben, wo ich Pia wiedergetroffen habe – das habe ich ja auch noch gar nicht erzählt. Also vor zwei-drei Wochen hatte ich eine Nachricht von Pia, dass sie noch bis zum nächsten Tag in Darwin sei und nach einigem Gewirr haben wir uns dann für den nächsten Tag zum Kaffee trinken verabredet und dann am nächsten Tag gemütlich im Café zusammen gesessen und über Gott und die Welt geschnackt :) Das war echt schön, vor allem irgendwie auch ein komisches Gefühl, weil man sich sonst immer nur in Itzehoe getroffen hat und nun auf einmal am ganz anderen Ende der Welt, aber das war echt cool =)

Naja, auf jeden Fall war der Flug ganz gut, soweit ich das beurteilen kann, weil ich davon absolut gar nichts mitbekommen habe, weil ich vorm Start eingeschlafen bin und dann als wir wieder auf dem Boden waren, aufgewacht bin, und auch Auschecken und alles ging echt schnell, sodass wir recht zügig dann im Hostel waren und endlich in unser Bett gehen konnten, schließlich war’s mittlerweile ca. halb neun-neun. Unser Hostel, in dem wir jetzt wohnen ist riichtig schön. Wir sind in einem 6-girls-dorm, wohnen da jetzt aber nur noch zu dritt drin (die erste nach zu viert) und unsere Mitbewohnerin, auch eine Deutsche, ist auch richtig nett. Das Zimmer ist verdammt luxuriös im Gegensatz zu anderen Hostels, vor allem im Vergleich zum Chillis in Darwin: Das Zimmer ist groß, die Betten überbreit, wir haben eine eigene Küchenzeile mit Waschbecken, Schränken und Kühlschrank, einen kleinen Balkon und vor allem: ein Bad :) einfach nur schön. Dann der Küchenbereich ist richtig schön, dann gibt es eine große Fläche, wo die Tische zum Essen sind, wo dann auch PCs für Internet sind, dann richtig viele Sofas, total gemütlich, ein Billardtisch und unten noch ein schöner Pool :) Also das Hostel ist einfach nur cool und vor allem auch sauber, es hat sogar dieses Jahr den Preis für das beste Hostel bekommen und dabei ist es noch nicht mal teuer :)
Hier kann man’s echt gut aushalten, vor allem für Weihnachten ist es ganz schön, dass wir ein cooles Hostel haben. Apropos Weihnachten, das ist das Beste überhaupt: damit wir Weihnachten nicht in Tränen enden, wollten wir irgendwas Cooles machen und jetzt haben wir heute Min Jin gebucht, ich kann das nicht genau erklären, was es ist. Auf jeden Fall ist es im Regenwald, wir hängen zu dritt an einem Seil in der Höhe und dann muss einer das Seil ziehen und dann schwingen wir in der Höhe hin und her und ja, ich glaub das wird verdammt geil :)
So, eigentlich meinte ich ja, ich hätte nicht viel zu erzählen, und nun hab ich wieder viel zu viel geschrieben, aber naja, da müsst ihr nun durch ;)

Also, ich melde mich jetzt auf jeden Fall wieder regelmäßiger, bis dahin alles Liebe :-*

Vom Leben als Obdachlose

Ja, also das ist eine längere Geschichte. Nachdem wir 7,5 Wochen im Chillis Backpackers gewohnt haben, sind wir umgezogen, und zwar hatten wir da schon wieder tierisches Glück, weil die Mitbewohnerin von Trajan für zwei Wochen nach Sydney geflogen ist und sie uns dann erlaubt hat, für die Zeit bis zum Abflug nach Cairns in ihr Zimmer zu ziehen (übrigens Abflug, hatte ich das überhaupt erzählt? Also gestern, am 21., sind wir nachts um 5 nach Cairns geflogen) Naja, auf jeden Fall sind wir dann letzten Samstag, also am 12. In das Apartment umgezogen, das richtig schön groß und gemütlich ist. Am gleichen Tag ist Trajan aber für zwei Tage nach Melbourne zu seinem Cousin geflogen, das heißt, wir waren übers Wochenende allein in der Wohnung.
So, dann gab es einen passenden Schlüssel, der blau war und noch ganz viele andere silberne Schlüssel, die wir auch ausprobiert hatten und die eigentlich auch passten, so dachten wir jedenfalls. Franzi und ich mussten dann schon früher zur Arbeit und hatten haufenweise Schlüssel mitgenommen. Dann kam irgendwann total verzweifelt Kathi in den Pub und meinte, sie bräuchte meine Schlüssel, weil sie sich ausgesperrt hätte. Damit ist sie dann barfuß, mit ihren Flip-Flops in den Händen zur Wohnung zurückgerannt (eine Stunde später sollte auch sie arbeiten), hat es mit denen versucht: klappte nicht. Also nochmal zurück in die Hauptstraße und zu Franzi ins Monsoons, ihre Schlüssel abgeholt und wieder barfuß zurück zur Wohnung: passte nicht. Oh Gott, was nun?? Auch Leute, die sie um Hilfe bat, waren nicht fähig die Tür zu öffnen, obwohl wir über 10 Schlüssel mithatten, darunter auch ein Blauer. Um kurz nach 9 kam Kathi dann in Flip-Flops und blauen Top statt geschlossenen Schuhen und Shenannigans-Shirt zur Arbeit, wo sie dann erstmal ausgestattet wurde. In Schuhen in Größe 42 statt 37 wurde dann erstmal bis zum Schließen gearbeitet und auf den Schock ein Bier getrunken. Als dann auch Franzi Feierabend hatte, sind wir alle zusammen zur Wohnung und haben nochmal alle Schlüssel ausprobiert. Zu unserem Glück, war der Fahrstuhl an dem Tag natürlich auch kaputt, sodass wir immer hoch und runter und wieder hoch und runter laufen mussten. Naja, als die Tür dann wirklich nicht aufging und um 4Uhr nachts uns auch keiner helfen konnte waren wir wohl definitiv obdachlos für diese Nacht. Ich hab uns echt schon im Flur vor der Tür schlafen sehen, aber da dachten wir uns, dass wir nochmal für eine Nacht im Hostel einchecken. Die boten uns dann auch ganz freundlich an, morgen früh um 10 einchecken zu können…um 10 brauchten wir allerdings kein Bett mehr…also was nun? Wir sind dann nochmal zurück zum Shenannigans, um zu gucken, ob da noch jemand ist und zum Glück saßen sie da noch alle. Nachdem sie uns dann erzählten, dass der Schlüsseldienst um diese Uhrzeit ein Vermögen kostet hat uns dann einer der Türsteher angeboten, für die Nacht bei ihm unterzukommen. Und so konnten wir dann fertig, nach Rauch stinkend und noch immer in unseren Arbeitsklamotten auf einer Matratze im Flur neben einer Schlange schlafen. So schlimm es sich auch anhört, es war so gemütlich, wir wollten am nächsten Tag das Bett gar nicht mehr verlassen. Naja, aber das mussten wir aber ja, damit wir uns mal darum kümmern konnten, wieder in die Wohnung zu kommen. Nachdem wir es nochmal selbst versuchten, wollten wir dann nach dem Hausmeister von dem Apartment fragen. Weil Franzi schon wieder Arbeiten musste, sind Kathi und ich dann einfach los und haben bei irgendeiner Wohnung gefragt. Die meinten dann ganz überzeugt „ja, der wohnt in 40“ wir also hoch (der Fahrstuhl ging immer noch nicht, war ja Sonntag) 40 meinte „nene, der wohnt in 14“ wir also zu 14, der uns dann ganz überzeugt vermittelte, dass der Hausmeister in 2 wohne, die aber wiederum meinte, es müsse irgendwo im 3.Stock sein und so ging es insgesamt eine Stunde. Ich weiß nicht, ob ihr die Folge kennt, aber von Asterix und Obelix gibt es eine Folge, in denen die beiden im Amt Ewigkeiten hoch und runter und hin und her geschickt werden und genau so kamen Kathi und ich uns vor. Wir dachten schon, irgendwo sitzen Leute hinter der Kamera und lachen uns aus. Naja, irgendwann hat uns dann ein Mitbewohner erklärt, dass der Hausmeister gar nicht im dem Haus wohne und man ihn auch nur von Montag bis Freitag erreichen könne. Da wir aber die nächste Nacht nicht wieder auf der Straße schlafen wollten, brauchten wir eine andere Lösung: Locksmith. Also haben wir beim Schlüsseldienst angerufen. Leider war dort nur der Anrufbeantworter an und auch, nachdem man zwei mal draufgequatscht hat und meinte, dass es wirklich sehr dringend sei, hat keiner zurückgerufen =/
Also ging es erstmal zum Frühstück ab zu Whoolworths, einem der beiden größten Supermärkte in Australien. Mit einem bisschen Brot, Obst und Selter in der Hand war die Freude groß als wir eine Bank hinter den Kassen entdeckten, wo wir dann gemütlich frühstückten. Ich glaube, dass war echt mein Tiefpunkt, als ich mich immer noch in den Arbeitsklamotten vom Vortag so über eine Bank gefreut habe, weil wir dann nicht auf dem Boden frühstücken mussten!
Naja, nach dem Essen sind wir dann nochmal zurück zur Wohnung und haben uns mit zwei Freunden von Trajan getroffen, die er angerufen hatte, um uns zu helfen. Nachdem sie aber auch keinen Rat wussten, waren wir wieder auf uns allein gestellt.
Als wir echt nicht mehr wussten, was wir machen sollten, hat Trajan uns dann nochmal angerufen und erzählt, dass er – wie auch immer er das geschafft hat – Locksmiths erreichen konnte und sie in einer halben Stunde kommen würden. Nach einer ganzen statt einer halben Stunde war er dann auch tatsächlich da und konnte uns in relativ kurzer Zeit die Tür öffnen. Ich glaub ich war noch nie so glücklich über eine offene Tür, das war echt ein schöner Moment. Das Beste war dann nur, dass sich dann herausstellt, dass das Schloss nicht kaputt war, wovon wir die ganze Zeit ausgingen, weil wir ja dachten, dass wir die richtigen Schlüssel mithatten, nein, der richtige blaue Schlüssel, DER Schlüssel lag einsam auf der Küchentheke…oh man, wir hätten gleichzeitig lachen und weinen können.
Im Nachhinein kann man echt nur über die ganze Geschichte lachen, so dämlich kann man echt nicht sein, aber naja, immerhin waren wir uns sicher, dass wir nie wieder den falschen Schlüssel mitnehmen würden!

Alltag Down Under

Also meine Lieben, zuerst will ich mich erstmal entschuldigen, dass ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr bei euch gemeldet habe, obwohl ihr immer so liebe E-Mails geschrieben habt…bei mir war in letzter Zeit nur einiges los und dennoch gibt es nicht wirklich viel darüber zu erzählen, weil die Tage eigentlich nur aus Schlafen, Essen und Arbeiten bestanden…aber dann werde ich einfach mal ein bisschen was über die Arbeit erzählen:
Also im Shenannigans - ein Irish Pub - haben Kathi und ich ja zusammen als Barstuff gearbeitet, das heißt wir standen je nach Schicht 4,5-8 Stunden hinter der Bar und haben Kunden bedient, was etwa wie folgt ablief: erstmal natürlich ein freundliches Lächeln aufgelegen und einen möglichen Kunden fragen, ob er den bereits bedient werde; kommt ein“ yes, I’m allright“, verbunden mit einem Nicken und einem Handgruß, wird der nächste mögliche Kunde gefragt; kommt aber keine Antwort und stattdessen ein Vorbeugen, heißt es, er möchte bestellen, was grundsätzlich alle Kunden viel zu schnell, viel zu leise und viel zu murmelnd machen (man muss dazu auch wissen, dass in dem Pub eigentlich immer ein Band spielte, was natürlich eine echt gut, aber auch wahnsinnig laute Rockband war) Da man die Bestellung beim ersten Fragen meistens nie verstanden hatte, wurde direkt nochmal nachgefragt, wobei man sich noch auf Zehenspitzen stellen musste, sodass man so nah wie möglich an den Kunden kam. Wenn denn endlich nach einigen „Pardon?“ und Nachfragen, welche Glasgröße etc. mal klar war, was man zu machen hatte ging es los: Biere wurden gezapft (Der Pub hatte ca. 15 verschiedene Biere vom Fass), Spirits wurden angemischt (es gab Vodka, Jim Beam, Jack Daniels, Bundy Rum und Scotch als Basic Spirits an der Decke montiert, sodass bei Knopfdruck genau ein Kurzer rauskam, und alles Mögliche von Malibu über Tequila, Wild Turkey zu weißem und schwarzem Sambuca in einem großen Regal), Kurze wurden gemixt (der Pub hatte eine Liste von besonderen Kurzen, die aus verschiedenen Alkoholika zusammengemischt wurden – am beliebtesten z.B. Wet Pussy aus Peach-Schnapps, Vodka ein bisschen Cranberry-Saft und ein bisschen frischer Limette), Wein oder Sekt eingegossen (keine große Schwierigkeit – aber den richtigen Wein erstmal finden!) oder einfach Flaschen von Bier, Cider oder Spirits geöffnet, wobei auch hier die einzige Schwierigkeit darin besteht, die besagten Flaschen zu finden. So, nun hatte man alle Getränke fertig und dem Kunden hingestellt –hoffentlich, aber leider nicht immer auch die Richtigen und ohne Verluste; ab und zu passiert es nämlich leicht auf dem letzten Zentimeter es zu verschütten, besonders schön bei Rotwein, aber der Kunde nahm’s gelassen ;) - da hieß es „how much?“, also alles ins System eingeben, erst einloggen und dann Getränk für Getränk mühsam auf der riesigen Tastatur finden und eingeben, was besonders bei den Weinen ein großer Akt ist, weil man erstmal an sich die Weine nicht wirklich kennt und diese dann im System noch so abgekürzt sind, dass man sie echt nicht mehr wiedererkennen kann. Naja, die letzte Hürde ist dann nur noch, das richtige abkassieren, was aber dank des Systems nicht schwer ist. Naja, aber wie bei fast allem war es ganz besonders bei dieser Arbeit, dass man mit der Zeit echt schneller wird. Am Anfang braucht man für alles noch so lange, weil man die meisten Getränke nicht kannte, man dann nicht wusste, wo man sie findet und vor allem, wo sie im System sind, aber mit der Zeit wurde man echt schnell und alles wurde Selbstverständlich.
Was noch zur Bararbeit gehörte, war natürlich die leeren Gläser abzuräumen, Gläservorrat wiederaufzufüllen, Eiswürfel nachzufüllen und sowas – und, eine Besonderheit von Australien, auf den Alkoholpegel der Kunden zu achten, was echt anstrengend war. Sobald ein Kunde nämlich betrunken war, durfte man ihn nicht mehr bedienen, stattdessen sollte man ihm Wasser geben (was hier übrigens immer und überall umsonst ist!). Nur ist es natürlich nicht leicht, das zu beurteilen, erstmal hören wir natürlich als Ausländer nicht, ob sie lallen und dann sieht man die meisten Kunden nur für einige Sekunden, in denen sie bestellen und dann muss man sofort entscheiden: Geb ich ihm was, oder nicht? Das war echt ätzend, vor allem, wenn man sich dazu entschied: okay, er kriegt nichts mehr ging die Diskussion los. Also die Mädels nahmen das eigentlich immer gefasst auf „okay, dann hätt ich gern ein Wasser“, die schienen oft sogar froh, nichts mehr trinken zu können, während die Kerle immer richtig ausgerastet sind, angefangen haben zu pöbeln, was das für ein Laden sei, wie scheiße man denn sei, dass sie ja nicht betrunken seien und dass es ja nicht mein Ernst sein könnte, dass sie jetzt sofort ihren Alkohol haben wollen etc. Naja, nachdem man sich dann gegenseitig schön angeschrien hat, geht man einfach weiter zum nächsten Kunden und bedient ihn. Dabei darf man aber nicht vergessen, die anderen Leute an der Bar und die Security-Männer (Australien ist voll von Security-Männern, überall im Hostel, im Supermarkt, auf der Straßen und ganz besonders in den Pubs ist alles überwacht) darüber zu informieren, dass der besagte Kunde „off tab“ ist.
Naja, so geht es dann bis 2h, denn da macht das Shenannigans zu. Danach heißt es dann die Bar, Theke und alle Tische zu putzen, alle Gläser abzuwaschen und einzusortieren, die Flaschen in den Kühlschränken aufzufüllen (Erkältung ist vorprogrammiert, wenn man eine halbe-ganze Stunde im riesigen Kühlschrank arbeitet: passierte mir zwei mal =/ ) und dies und das, sodass der Pub wieder blitze-blank ist.
Danach gibt es dann erst nochmal ein schönes Feierabendbier, jeder darf sich holen was er will und dann sitzen alle noch ein-zwei Stunden, manchmal auch bis 6 Uhr morgens, zusammen und schnacken über Gott und die Welt.
Insgesamt hat die Arbeit dort echt Spaß gemacht und man hat die Leute, sowohl das Personal als auch die Stammkunden ins Herz geschlossen und man hat auch echt viel Lustiges erlebt, wovon ich euch ein-zwei Annekdoten erzählen möchte:
Das Beste war einmal Fasswechseln. Eigentlich kein Problem und eigentlich mochte ich es auch echt gerne nur einmal habe ich vergessen, den einen Hebel dabei hochzumachen und damit eine schöne Stella-Bierexplosion verursacht! Statt direkt was dagegen zu machen wird natürlich erstmal kräftig geschrien und gelacht, sodass man auch wirklich von oben bis unten in Bier gebadet war, als man das Problem endlich behoben hatte :D Ich musste den ganzen Abend noch darüber lachen, nur leider klebte und roch ich auch dementsprechend ;)
Dann waren dort zwei nette Herren im fortgeschrittenen Alter, die sehr gut aufgelegt waren: „Komm, wir spielen jetzt ein Spiel“(es war nichts los, deshalb konnte ich mitmachen). „Ich hab hier eine Münze, du suchst dir aus, ob du Kopf oder Zahl haben, wirfst die Münze und zeigst mir, was oben ist“ Gesagt, getan und ich habe gewonnen, dachte, dass ich dann vielleicht die 2-Dollar-Münze, mit der wir gespielt haben, gewonnen hätte, aber nein, stattdessen drückt er mir 20 Dollar in die Hand! Richtig krass, und er wollte es auch nicht mehr zurücknehmen, „nein, nein, du hast gewonnen“ das blöde ist nur leider, dass wir nicht jeder unser eigenen Trinkgeld hatten, sondern unter allen geteilt haben =/ und da Kathi und ich echt abgesahnt haben, ist es echt ärgerlich, weil wir so fast nichts davon haben.
Naja, ansonsten hatte man einfach jede Menge lustige Konversationen über Getränke („Can I get a Bundy and Coke and a Rum and Coke“ (Bundy ist Rum) „Yes, so two Rum and Coke“ „No,no I’d like to have one Bundy and Coke and a Rum and Coke“ und so ging es hin und her, weil er es echt nicht einsehen wollte) Gut waren auch die Leute, die einen Fragen, welches der Getränke denn jetzt Vodka and Lemonade und welches Vodka and Coke war, da fragt man sich nur, wo die leben, dass sie den Unterschied nicht sehen. Und eins meiner Lieblingsgespräche war Folgendes: „Wo kommst du her?“ „aus Deutschland“ „oh, aus Deutschland…hattest du früher Bananen“ „Bananen?“ „ja, Bananen“ „Natürlich hatte ich Bananen“ „Ah achso, weil früher hatten ja nicht alle Bananen, aber das ist ja schön, dass du Bananen hattest“ Da ging mir ein Licht auf und ich verstand, dass er wohl von Ost und West redet und da hab ich ihn dann aufgeklärt, dass ich nicht im geteilten Deutschland gelebt habe, aber das war schon eine schöne Konversation :D
Naja, natürlich gab’s noch jede Menge mehr schöne Geschichten, aber ich merke gerade, dass mein „Es gibt nicht viel zu berichten“ etwas ausartet…deshalb: Themenwechsel.

Also unser zweiter Job war ja bei Adventure Tours das Truckswaschen. Darüber gibt es aber wirklich nicht viel zu erzählen. Dienstags und sonntags haben Kathi und ich zusammen gearbeitet und die anderen Tage haben wir uns abgewechselt und jeweils mit Tim gearbeitet. Mit guter und lauter Musik wurden dann erst die Sitze mit einem Besen abgestaubt, dann wurde alles mit schönem starkem Putzmittel abgewischt, was man in irgendeiner Weise abwischen konnte, danach wurde mit einem Handfeger der Boden saubergemacht, die Fenster geputzt und schließlich noch gemobbt. Wenn der hintere, große Teil fertig war, wurden nun je nach Truck ein oder zwei vordere Abteile geputzt. Man muss dabei bedenken, dass die Trucks in der prallen Sonne standen und es unvorstellbar heiß in ihnen war, sodass man mehr als durchgeschwitzt war. Wenn von innne zwei Trucks geputzt waren, wurden die dann erstmal von außen geputzt, damit sie dann vom Waschplat weggefahren werden konnten. Dazu wurde mit dem Hochdruckreiniger erstmal im schwachen Modus Seife aufgetragen, danach der Truck dann mit einer Bürste/Besen geschrubbt, dann mit Hochdruckreiniger im starken Modus abgewaschen, dann nochmal mit einem Wasserschlauch abgespritzt und schließlich die Fenster abgetrocknet. Pro Tag wurden dann circa 3-4 Trucks in circa 3-4 Stunden gewaschen. Einzige Besonderheit war noch, wenn manchmal der Plus-Bus kam, auf den man dann immer warten musste, weil er am gleichen Tag, an dem er kommt, immer schon gewaschen werden muss, weil er am nächsten Tag schon wieder raus muss.Insgesamt auch der Job Spaß gemacht und ich bin froh, dass wir den noch bekommen haben, vor allem, weil wir so viel Essen immer geschenkt bekommen haben. An einigen Tagen konnte man das ganze Essen kaum nach Hause tragen, weil es einfach so viel war und bei uns im Schrank hatten wir einfach Stapelweise Konservendosen, das war einfach nur gut :)

Donnerstag, 19. November 2009

Zweitjob :)

Juchei, Kathi und ich haben jetzt neben dem Job im Shenannigans an der Bar noch einen zweiten Job! und zwar waschen wir jetzt Trucks für Adventure Tours, die mehrtägige Touren ins Outback und so anbieten. Zwar ist es kein Luxusjob, weil man so tierisch schwitzt, weil es in den Trucks so unglaublich heiß ist, aber trotzdem ist es ganz lustig, besonders das Putzen von außen mit dem Hochdruckreiniger macht Spaß, und man wird dabei noch nass, was echt mehr als angenehm dan ist ;) Wir arbeiten aber leider nur zwei Tage die Woche zusammen dort und die anderen 5 Tage immer nur einer von uns und dann mit Tim zusammen, der schon etwas älter, aber tierisch lustig ist. Er erinnert mich ein bisschen an ein Ninja-Turtle, weil er immer ein Band um den Kopf gebunden hat :D und sonst ist er auch echt total nett und singt immer lauthals zu der Musik im Radio mit und so... also echt ganz cool der Job, vor allem verdienen wir dort 20A$ die Stunde, was mehr als gut ist und das beste ist, dass wir am Ende des Tages das Essen, das von den Touren übergeblieben ist, mitnehmen dürfen, und da sind immer richtig gute Sachen bei wie Mais, Ananas, Brot und alles, voll gut :)
Nur manchmal ist es dann schwierig, das mit dem anderen Job im Pub zu koordinieren, aber ich denke, das kriegen wir auch noch hin =)

also, wieder gute Nachrichten aus dem Süden... :-*

Sonntag, 15. November 2009

Bilderflut

Da ich nun endlich mal die Zeit dazu gefunden habe, koennt ihr nun endlich die Bilder aus dem Outback und aus Darwin sehen, die aus dem Kakadu National Park fuege ich morgen oder spaetestens uebermorgen hinzu =)
Ich warn euch aber direkt vor, dass ich nicht besonders entscheidungsfreudig war und deshalb Massen an Bildern hochgeladen habe ;)

Ansonsten haben wir drei jetzt sicher einen Job!! :) Franzi im Monsoons und Kathi und ich im Shenannigans hinter der Bar. Die Arbeit macht auf jeden Fall super viel Spass, auch wenn es jetzt am Anfang noch recht schwierig ist, wenn man nicht alle Getraenke und vor allem so besonders gemischte Kurze kennt, aber dazu kann man ja fragen :)

Mehr Neuigkeiten gibt's erstmal nicht...deshalb sag ich erstmal wieder Adieu! :-*

Mittwoch, 11. November 2009

Sonnenuntergänge, Delphine, Wasserfälle und Krokodile

Ohei, und wieder ein neuer Eintrag über viele neue schöne Erlebnisse :)
Aalso am letzten Mittwoch waren wir ja abends von Mark auf das Boot, auf dem er jetzt arbeitet, eingeladen und es war einfach nur cool :)Wir wurden dann vom Hafen mit einem Mini-Motorboot abgeholt, mit dem wir dann in zwei Touren (alle passten nicht rein) zu dem Segelboot gefahren sind, das richtig schön und gut gepflegt war und, obwohl es schon 50 Jahre alt war, noch wie neu aussah! Zusammen mit James, dem das Boot gehört, haben wir dann zu fünft Sekt getrunken, geredet und den Sonnenuntergang genossen, der mit Wolken und auf dem Wasser so wunderschön aussah =)
Franzi und Mark sind dann zwischendurch noch auf den Segelmast geklettert und später, als es dunkel war, sind auf einmal 4-5 Delphine zum Boot gekommen und sind immer wieder hin- und hergeschwommen, wir konnten es echt kaum glauben, das war einfach nur der Hammer!! Wir hatten einfach nur wieder so unglaublich viel Glück, ich mein, erst sind wir auf einem schönen Boot, dann sehen wir einen Traum-Sonnenuntergang und dann sehen wir auch noch Delphine und das alles umsonst und mit supernetten Menschen!!

Am nächsten Tag hätten wir dann ja eigentlich unseren ersten Trainingstag für den Promotionjob gehabt, aber am Morgen haben wir dann abgesagt, weil das zu unsicher für uns ist, wenn wir nur pro abgeschlossenen Vertrag Geld verdienen und mit unserem noch recht schlechten Englisch ist es doch echt schwer, Kunden zu überzeugen. Deshalb haben wir uns gegen den Promotionjob entschieden und stattdessen dann unser RSA gemacht, das wir ja zum Alkoholverkauf brauchen. Das hat dann den ganzen Tag gedauert, weil es so viele Informationen und Fragen waren, die wir bearbeiten mussten. Am Abend hatten dann Kathi und ich auch schon gleich Probearbeiten in einem Pub hier. Kathi von 6-8 als waitress und ich von 8-10 als barstuff, was mir echt viel Spaß gemacht hat, es war zwar auch nicht leicht, weil es total überlaufen war, weil an dem Tag Ladiesnight in dem Pub war und ich ja noch nie vorher an der Bar gearbeitet hatte, aber es hat mir trotzdem echt Spaß gemacht. Nur leider haben wir dann gestern erfahren, dass Kathi und ich den Job nicht bekommen haben. Franzi aber, die am Freitag als waitress probegearbeitet hat, hat den Job bekommen, was schonmal echt cool ist :)

Naja, Freitag haben wir dann alles für unseren Road-Trip zum Kakadu Nationalpark vorbereitet – das heißt, jede Menge einkaufen, Sachen packen, Auto (richtig geiler Geländewagen!!) abholen und das dann packen. Das hat dann auch den ganzen Tag gedauert, wonach wir auch todmüde ins Bett gefallen sind. Am nächsten Morgen ging’s dann früh los!! Endlich sehen wir den Kakadu Nationalpark, worauf wir uns so lange gefreut haben! Zu fünft – wir drei, Trajan und Scott, ein Freund von Trajan – sind wir um halb acht circa losgefahren. Unser erster Stopp war der croc cruise, das war eine einstündige Bootsfahrt auf dem Adelaide River, wobei dann die Krokodile, von denen Massen in dem Fluss leben, mit Fleisch so gefüttert wurden, dass sie aus dem Wasser springen müssen. Das ist richtig beeindruckend, vor allem bei den riesigen Männchen. Es ist echt total irre, wenn man da in dem Boot sitzt und man die Krokodile erst kaum sieht, weil sie ja immer nur den Kopf ein kleines bisschen aus dem Wasser halten und sie dann auf einmal total schnell aus dem Wasser springen und mit ihrem riesigen Maul und den riesigen Zähnen nach dem Fleisch schnappen. Manchmal hat es auch ein richtig lautes Geräusch gemacht, wenn der Kiefer zusammengepresst wurde. Am Ende von dem croc cruise, kamen dann auf einmal auch noch Massen an Adlern auf das Boot zu, das war fast schon gruselig, wenn diese riesigen Vögel in einem Schwarm vollkommen durcheinander immer wieder hoch in die Luft und dann wieder runter zum Wasser fliegen.
Danach ging’s dann gut gelaunt zu einem Lookout, wo wir weite Felder, Wälder und Felsen, teilweise mit richtig schöner und noch total gut erhaltener Aboriginal Art sehen konnten, was auch richtig schön war :)
Weiter ging’s zu den Jim Jim Falls, aber nicht einfach über eine normale Straße, sondern über einen 4WD-Track, das heißt, es ging hin und her, hoch und runter, zum Teil ist man richtig vom Sitz hochgekommen, weil die Hubbel so groß waren, dann wurde man wie in der washingmachine durchgeschüttelt und alles – das war echt so witzig :)
Zu den Jim Jim Falls mussten wir dann auch noch ein gutes Stück laufen, und das die ganze Zeit über Felsen und Steine, das war echt anstrengend, vor allem weil es in der über 40°heißen Sonne war und wir uns auch ein bisschen beeilen mussten, weil wir noch im Hellen auf der Camping Area ankommen wollten. Aber auch wenn der Weg hart war und mir eine riesige Blase an der Innenseite vom Fuß beschert hat, war der Wasserfall dann richtig schön, sodass sich das alles auf jeden Fall gelohnt hat :)
Bei der Camping Area dann angekommen (wo wir die einzigen weit und breit waren!), haben wir erstmal unser Zelt aufgebaut – naja, was man so Zelt nennt, es war nämlich ein Zwei-Mann-Zelt für uns drei, das eher an ein Spielzeugzelt für Kleinkinder erinnerte :D Naja, dann haben wir erstmal unsere Burger zu Abend gegessen und den Abend mit einem Bier und Lagerfeuer ausklingen lassen :)… dann wollten wir schlafen… erstmal mussten wir dazu durch die Dunkelheit zu den Toiletten finden, wo wir dann wie im Film einen Frosch auf der Klobrille fanden :D und dann auf dem Rückweg war das Beste: man musste ja total aufpassen mit Schlangen dort, weil dort davon ja ganz viele leben und naja, dann sind wir mit unseren Taschenlampen zurückgegangen und auf einmal raschelte was im Busch und schreckhaft wie wir sind, haben wir total angefangen zu schreien und dann drehe ich mich zu Kathi und Franzi um und dann sehe ich, dass Franzi auf Kathis Rücken gesprungen ist!
Das war soo lustig, wir haben so gelacht :D Naja, letztendlich haben wir dort natürlich kein gefährliches Tier gesehen und sind lachend zurück zum Zelt gegangen…
Die Nacht im Zelt war dann…kurz. Trajan und Scott haben uns drei Stunden zu dritt in dem Zelt gegeben, aber es waren nicht mal zwei Minuten, dann ging es nicht mehr, weil es so unvorstellbar heiß war. Kathi und ich sind dann nach draußen umgezogen und haben mir unseren Isomatten unter Trajans Mosquitonetz gelegt, denn ohne darf man wegen der Schlangen nicht schlafen, was schon ein gruseliges Gefühl war, aber auf jeden Fall konnten wir so perfekt schlafen :) Franzi und Trajan sind dann irgendwann ist Auto umgezogen, und haben dann mit Klimaanlage geschlafen, weil es sonst einfach zu heiß war.
Naja, am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden und nach einer Dusche, Frühstück und Packen des Autos losgefahren, erst zu einem Lookout, zu dem wir wieder eine ganze Weile in der Hitze hinwandern mussten und danach zum Aboriginal Culture Centre, das richtig interessant und übersichtlich war. Danach sind wir zu einem Wasserfall gefahren, wo wir baden konnten. Das war wieder soo toll :) Vor allem ist man bei der Hitze und nach der langen Wanderung wieder über tausend Felsen so dankbar, wenn man baden kann. Dort haben wir dann wieder Bilder über Bilder gemacht, vor allem mit Trajans Unterwasserkamera, damit kann man sich Stunden beschäftigen ;) Der Wasserfall war auch richtig schön und in dem Wasser lebten sogar Krokodile! Also nicht die großen Salzwasserkrokodile (Salties), sondern die kleinen Freshies, die ein so kleines Maul haben, dass sie wenn überhaupt nur etwas abbeißen können, was sie aber nicht machen, weil sie viel mehr Angst vor uns haben als wir vor ihnen und sich verstecken, wenn sie Bewegung im Wasser spüren.
Danach sind wir direkt zu einem weiteren Wasserfall gefahren, wo wir auch wieder baden konnten :) Bei dem Wasserfall war noch das Coole, dass man zu seinem Ursprung nach oben wandern konnte, wo dann einige Rock Pools waren, in denen wir dann wieder richtig schön gebadet haben und vor allem den Sonnenuntergang angesehen haben :) Das war so verdammt schön :) und das Ganze wurde dann noch mit einem kalten Bier dort oben gekrönt. Das war einfach nur perfekt :)
Im Halbdunklen mussten wir dann wieder nach unten wandern, was gar nicht so leicht war, weil man ja auf die ganze Felsen und so aufpassen musste und danach sind wir noch circa 3 Stunden gefahren, um zum Campingplatz zu kommen, wo wir dann geschlafen haben.
Am letzen Tag des Road-Trips waren wir dann nicht mehr im Kakadu Nationalpark, sondern im Litchfield Nationalpark. Erstmal wieder ein richtig spaßiger 4WD-Track, der noch heftiger als der am Samstag war, teilweise auch ein bisschen Wasser (leider nur ein bisschen, weil es alles ausgetrocknet ist, weil hier jetzt ja das Ende der dry season ist), und einmal ein richtig steiler Hügel, der ins sich noch total hügelig war, wo wir 5! Versuche brauchten, um da hoch zu kommen. Das Auto tat mir zum Teil echt leid, bei einem Stück ist es auch ein bisschen zu Schaden gekommen, denn der Schutz vom Tank ist kaputt gegangen (Die Autovermietung hat das glücklicherweise nicht bemerkt ;))…naja, das war aber echt mega spaßig :)
Der Weg führte dann wieder zu einem Wasserfall, der so unglaublich schön war. Bisher ist das echt mein Lieblings-Wasserfall, weil er quasi in zwei Stufen fällt, seht ihr ja dann vielleicht auf den Bildern bald. Dort haben wir dann wieder lange, lange gebadet und einfach die Einsamkeit (wir waren wieder ganz allein dort) genossen. Das war echt ein perfekter Abschluss für die perfekten drei Tage :)
Danach ging’s dann auch zurück nach Darwin, Auspacken, Auto tanken, wieder im Hostel einchecken etc. Das witzige war da noch, dass wir gerade an der Rezeption standen, um halt einzuchecken und auf einmal steht Miikka vor uns! Mit Miikka sind wir ja zusammen nach Australien geflogen und haben die ersten Tage in Melbourne verbracht und dann stand er auf einmal wieder neben uns. Das war so witzig :) Gestern sind wir dann mit ihm noch ein Bier trinken gegangen, bevor er nachts dann nach Tasmanien geflogen ist – echt voll cool.

Ansonsten ging’s gestern dann voll mit der Jobsuche weiter. Kathi und ich sind nach der Absage von dem einen Pub, in dem wir letzte Woche probegearbeitet haben, losgezogen und wollten eigentlich gerade zur Telefonzelle, um Harvest Guide (Jobcenter für Fruit-Picking-Jobs) anzurufen und dann fiel uns auf, dass wir beide kein 50ct-Stück haben. Also sind wir in ein Restaurant/Pub gegangen, um einen Dollar zu wechseln. Und naja, dann haben wir ein bisschen rumgestottert „ähm, we wanted to ask if…“ und eigentlich wollten wir dann einfügen, ob sie uns das wechseln können und dann fragt die Kellnerin im gleichen Moment, in dem wir weiterreden wollten „oh, you want a job?“ und wir gucken uns nur total baff an „job? Yes, we wanted a job.“ Dann hat sie den Chef geholt, dem wir dann unsere Lebensläufe gegeben haben und der uns dann zum Probearbeiten bestellt hat. Kathi ist heute dran und ich morgen. Allerdings klang das schon total fest, weil da wohl jetzt drei Leute gehen und er meinte, dass wir dann ne halbe Stunde früher kommen sollen, um unsere Bankverbindung etc. einzutragen und wir dann ja am Wochenende ein bisschen arbeiten können und dann ja nächste Woche richtig und ja…richtig cool! Kathi und ich sind nur aus dem Pub rausgegangen und mussten richtig lachen, weil wir eigentlich nur einen Dollar wechseln wollten und jetzt vielleicht einen Job haben :) Also wie fest das jetzt ist, werden wir ja sehen, aber das klang auf jeden Fall echt vielversprechend :)

Soo, das sind erstmal alle neuen Erlebnisse der letzten Woche und auf jeden Fall jede Menge Lesestoff für euch ;)
Herzallerliebste Grüße :-*

Mittwoch, 4. November 2009

Halli Hallo :)
aalso, viel zu berichten gibt es nicht, die letzte woche verlief aehnlich entspannt wie die davor, der tag bestand hauptsaechlich aus sonne, pool, buecherei fuers internet, vielleicht mal telefonieren oder in den pub oder aehnliches...
aaber bei unserer jobsuche hat sich jetzt etwas getan, am montag und gestern hatten wir vorstellungsgespraeche fuer einen promotionjob, wo wir 8 stunden am tag in der mall stehen sollen, um fuer austar (wie premiere in deutschland) vertraege abzuschliessen, und heute haben wir bescheid bekommen, dass wir drei genommen wurden... eigentlich echt cool, das bloede dabei ist nur, dass man keinen stundenlohn bekommt sondern nur pro abgeschlossenen vertrag... naja, morgen und uebermorgen haben wir dafuer erstmal zwei ausbildungstage, mal schauen wie das ganze so ist, aber auf jeden fall schonmal echt toll, endlich was zu haben :)
nebenher machen kathi und ich jetzt aber gerade den kurs fuer responsible service of alcohol, damit wir in pubs und so als kellner arbeiten duerfen und dann wollen wir schauen, ob wir da nicht vielleicht noch einen besseren job finden koennen, wo wir sicheres gehalt haben, und weil hier in darwin eigentlich gerade alle weg wollen, weil die wet season beginnt, sind unsere chancen gar nicht soo schlecht ;)
naja, erstmal abwarten und sehen was so passiert :)

sonst waren wir heute endlich mal im botanic garden hier in darwin, der ziemlich schoen angelegt ist und heute abend koennen wir am hafen den sonnenuntergang von einem schiff aus ansehen, weil ein englaender, den wir im hostel kennen gelernt haben, dort jetzt arbeitet und uns eingeladen hat, richtig cool :)
und von samstag bis montag sind wir ja endlich im kakadu nationalpark, da freuen wir uns schon soo sehr drauf, das wird einfach nur wahnsinnig schoen =)

also, ich schreib, wenn sich was neues wegen job oder so ergeben hat... bis dann :-*

Freitag, 30. Oktober 2009

Fotos :)

soo, nun kommen endlich mal wieder Fotos, noch nicht alle, aber immerhin von der Great Ocean Road, den Grampians und Adelaide =)

Franzi hat jetzt auch eine Foto-Seite gemacht, www.franziskastraum.shutterfly.com, da koennt ihr auch gern mal luschern :)

bis ganz bald, ihr lieben :-*

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Tropisches Wetter, Palmen, Strand und gutes Bier

Ja, wir sind gut in Darwin angekommen – und wie!
Ein paar Fakten: Darwin selbst ist recht klein, es gibt nur 4 Hauptstraßen, auf denen alles ist, drum herum gibt’s nicht wirklich viel Spannendes.
Das Wetter ist extrem tropisch: Temperaturen tagsüber um 35°, selbst nachts noch gefühlt über 30°, Luftfeuchtigkeit unmenschlich hoch – also lange Hosen oder Pullover kann man hier beim besten Willen nicht tragen, man zerfließt so schon
Der Strand ist richtig schön, allerdings darf man hier nicht baden, weil es hier Krokodile und Jellyfish im Meer gibt, deshalb ist der Strand „nur“ dazu da, bei einem Bier den Sonnenuntergang zu genießen, tagsüber weicht man dann auf den Pool des Hostels aus, was hier zur Grundausstattung gehört :)
Die Atmosphäre in Darwin ist extrem entspannt, einfach jeder ist freundlich und extrem hilfsbereit (ist ja generell in Australien so, hier aber irgendwie noch mehr), alle sind in Feierlaune und gehen dieser auch gern nach ;) also hier kann man sich echt nur wohlfühlen :)
Seit letztem Donnerstag sind wir ja jetzt hier und wir werden hier auch noch ein bisschen bleiben, bis wann wissen wir noch nicht, das hängt davon ab, ob wir hier eventuell einen Job finden, denn wir bewerben uns jetzt wahrscheinlich in den Pubs hier… auf jeden Fall wollten wir mal ein bisschen zur Ruhe kommen, weil wir die letzten vier Wochen davor doch recht „stressig“ gereist sind und nur von einem Ort zum Nächsten gehetzt sind, ohne das Erlebte mal richtig verarbeiten zu können.
Demnach haben wir auch die letzte Woche gelebt: Einfach mal am Pool entspannt, abends in einen Pub oder in einen Club gegangen und einfach das Wetter, die Atmosphäre und die Ruhe genossen :) das beste war, als wir am Sonntag erst auf einem Nachtmarkt hier waren, um einmal am Strand den Sonnenuntergang mit einem kalten Bier zu genießen und dann einer Band, in der einer Schlagzeug, einer Konga und einer 4 Didgeridoos gleichzeitig gespielt hat, was einfach nur irre geil klingt, zugehört haben und dann zwei Australier kennen gelernt haben. Der eine kam aus Brisbane, wo er am nächsten Tag auch wieder hingeflogen ist und der andere kam hier aus Darwin und als man dann so ins Gespräch über die Nationalparks hier in der Nähe kam (Kakadu und Litchfield) haben wir spontan beschlossen, am nächsten Tag nach Litchfield zu fahren! Richtig cool, wir können immer noch nicht fassen wie unglaublich locker und nett die Australier sind!
Am Montag sind wir dann los nach Litchfield, das war so ein geiler Tag, der Nationalpark ist einfach nur wahnsinnig schön. Wir haben einige verschiedene Wasserfälle gesehen, wo wir sogar baden konnten! Es ist immer noch so unreal, dass man wirklich unter einem Wasserfall geschwommen ist, oder auf Felsen neben ihm saß, einfach der Hammer :) Eine Station war dann noch Rock Pools, das waren viele Wasserlöcher inmitten von Felsen, das war so cool, man lag dann einfach im Wasser auf Felsen, konnte aber auch richtig baden, oder von Felsen in tiefes Wasser springen, einfach nur cool :) nur leider war es dort auch sehr rutschig, was mir dann zum Verhängnis wurde, weil ich natürlich ausgerutscht bin und punktgenau auf meinem Ellenbogen gelandet bin. Erst war es gar nicht schlimm, aber mit der Zeit tat es immer mehr weh und am Ende konnte ich den Arm gar nicht mehr bewegen… hm, und da es natürlich der rechte Arm war, war man noch mehr eingeschränkt, man fühlt sich dann echt wie ein kleines Kind, wenn die anderen einfach alles für einen machen müssen… zum Glück wird es aber Tag für Tag besser und ich denke ich ein paar Tage werde ich nichts mehr davon merken. Auf jeden Fall war es trotzdem ein unglaublich schöner Tag und als ob er nicht schon genug für uns getan hätte, haben wir schon unseren nächsten Trip geplant: Nächstes Wochenende geht es in den Kakadu-Nationalpark!! Darauf freuen wir uns schon so dermaßen :) außerdem hilft er uns total bei unserer Jobsuche und macht einfach alles für uns, so unglaublich nett :)
Auf jeden Fall ist es hier einfach nur schön und man fühlt sich tierisch wohl, jetzt fehlt nur noch ein Job ;)

Naja, tut mir leid, dass erst so lange nichts mehr kam und dann alles auf einmal...jetzt hat bestimmt keiner Lust alles durchzulesen, aber naja :D ich versuch, von nun an wieder regelmäßiger zu schreiben und vor allem auch endlich mal wieder Bilder online zu stellen...

Alles Liebe, Lea

Outback

Die lange Busfahrt von Adelaide nach Alice Springs verlief an sich vollkommen reibungslos, nur war sie sehr geprägt von unseren beiden Busfahrern: Der erste war der ätzendste und unfreundlichste Australier, den ich getroffen habe: erst hatten wir zu viel Gepäck, dann bimmelte zu viel an unseren Rucksäcken, dann saßen wir falsch etc, aber das härteste war, dass er mitten in der Nacht auf der Straße anhält, um beim erstem Mal mich, beim zweiten Mal Franzi gegen die Beine zu schlagen/treten/wasauchimmer, weil wir unsere Beine nicht im Gang haben dürfen – so ein Schwachsinn! Naja, der Zweite war dafür umso netter und lustiger, statt einer break gab’s dann „breaky, breaky!“, wir hatten morgens 3 Filme zur Unterhaltung, und obwohl man eigentlich kein heißes Essen mit in den Bus nehmen durfte, erlaubt er es einem „just because of your eyes“
Naja, angekommen in Alice Springs haben wir uns erstmal tierisch über das Wetter gefreut, denn: Statt Wolken und 16° gab’s einen strahlend blauen Himmel, Sonne und auf jeden Fall über 30°C! Den Samstag haben wir dann entspannt mit Einkaufen, Kochen, in der Sonne liegen etc. verbracht, bevor es Sonntag dann endlich losging: Auf zur 3-Tages-Tour!!
Ab 6h morgens mussten wir erstmal 5h von Alice Springs zu unserem ersten Resort beim Uluru und Kata Tjuta (ins Deutsche übersetzt „Viele Köpfe“, aber auch die Olgas genannt) fahren. Unsere ca.20-Mann-Gruppe war komplett durchmischtes Alter, mit uns waren noch 3 andere Junge – 2 Mädchen aus Deutschland, Julia und Caro, und ein Kanadier, Bryan - mit, sonst waren alle Erwachsene und sogar ein Großpapa war dabei, Rudolf, unser Sorgenkind der Tour, das zwischendurch immer mal wieder verschwand, etwas zurückblieb, zu weit ging, den falschen Weg nahm oder sonstige Dinge tat
Während der Fahrt haben wir einen kurzen Zwischenstopp auf einer Kamelfarm gemacht, wo man für 3€ einen kurzen Kamelritt machen konnte, was wir uns natürlich nicht zweimal haben sagen lassen ;) Da Kathi das schon mal gemacht hat, hat die den Part der Photographin übernommen und Franzi und ich haben dann zusammen auf Goldie eine kleine Runde gedreht… das war lustig :D
Im Camp angekommen gab’s erstmal Lunch (Sandwiches) und danach ging’s gleich zu den Olgas, wo wir ca. 3 Stunden gewandert sind :) Das war echt richtig beeindruckend, als man schon ankam war man vom ersten Anblick schon total begeistert, aber je weiter man gewandert ist, desto cooler wurde es, weil es sich einfach immer wieder veränderte und total neu aussah, sodass man immer wieder von Neuem beeindruckt war!
Nach der Wanderung sind wir erstmal direkt zum Uluru, um dort den Sonnenuntergang mit Champagner und Fruchtsaft zu genießen – besser geht’s gar nicht ;) Es ist so schön, wie rot der Uluru dann in der Abendsonne scheint und total irre, wie er sich dann Schlag-auf-Schlag verändert, wenn die Sonne untergegangen ist. Danach haben wir dann ein richtig gutes Barbecue gemacht – jeder hatte ein Stück Rind, eine Wurst vom Kamel und das Beste: ein Stück Känguruh! Das beste Fleisch, was es gibt, so mega lecker :) danach saß man noch kurz zusammen am Lagerfeuer, aber weil wir am nächsten Tag um kurz nach vier wieder aufstehen mussten, wollten wir dann auch bald schlafen – noch ein Highlight! Denn wir schliefen nicht wie gewöhnlich ein so einer Art Hütten-Zelt, sondern in sogenannten Swags direkt unter dem freien Sternenhimmel! Also ein Swag ist so eine Art großer Schlafsack aus festem Stoff, in dem du noch mit deinem eigenen Schlafsack liegst. Naja, der Sternenhimmel war so unglaublich schön, so viele Sterne, wahnsinnig hell, Milchstraße und sogar Sternschnuppen :) Man mochte gar nicht wirklich einschlafen…
Der nächste Tag war genauso schön: Nach einem kurzen Frühstück in der Dunkelheit ging es wieder direkt zum Uluru, um den Sonnenaufgang zu sehen und danach konnte man wählen, ob man einen Rock-Climb oder eine Wanderung ganz um den Uluru machen wollte. Weil der Rock-Climb aber die Kultur der Aborigines verletzt, weil es die heilige Stätte für sie ist, haben wir uns für den 10km-Walk entschieden, der echt richtig cool war :) In strahlendem Sonnenschein sind wir dann 2 Stunden gegangen, und können nun mit Stolz sagen: Wir haben den Uluru von allen Seiten gesehen ;) Also das war echt cool, ich hatte ehrlich gesagt gedacht, dass ich den Uluru gar nicht soo spannend finden würde und dass er von allen Seiten gleich aussieht, aber das ist ganz und gar nicht so! Er ist nämlich so verschieden überall und einfach nur toll :)
Danach sind wir nach dem Lunch direkt zum Resort beim Kings Canyon gefahren, was wieder so 3-4 Stunden dauerte, wonach wir nur noch Dinner aßen, einige Zeit alle zusammen am Feuer saßen und wieder in unsere wunderbaren Swags schlüpften :)
Der letzte Tag begann fast ebenso früh, um 5, mit einem Frühstück, bevor wir uns auf zum Kings Canyon machten. Dort machten wir dann alle zusammen eine Wanderung quer durch die Landschaft um den Kings Canyon, die insgesamt dreieinhalb Stunden dauerte und alles umfasste, was man sich nur erträumen kann: Ausblick auf weite Täler, die tiefe Schlucht, bei der die Felswände wie abgeschmirgelt aussehen, gigantische Felsformationen, eine Art Bergsee und, und, und… man kann es gar nicht beschreiben, wie schön es dort war und auch Bilder können das kaum widergeben, es bleibt echt nur zu sagen: Traumhaft! Auch wenn Kata Tjuta und der Uluru auch unheimlich toll und einfach einzigartig sind, gefiel mir der Kings Canyon dennoch am besten.
Nach einem Lunch im Camp und kurzer Zeit, sich frisch zu machen oder Ähnliches, ging es dann mit dem Tourbus zurück nach Alice Springs.
Die drei Tage waren insgesamt einfach nur perfekt und nahezu unübertreffbar, weil man in so kurzer Zeit so viel Tolles gesehen und erlebt, neue nette Menschen, besonders Caro, Julia und Bryan, kennen gelernt hat etc. Was aber noch dazu beigetragen hat, dass die Tour so schön war, ist, dass unsere Tour-Leiterin, Bee, so herzlich und lustig war, dass man gar nicht nicht wohlfühlen konnte und die Fahrten zum Teil durch ihren eigenen Gesang oder ihr lustiges Lachen und einfach ihre Lebensfreude zum Spaß machte.
Am Mittwoch dann, an unserem letzten Tag im Outback, wollten wir dann noch etwas von Alice Springs sehen und sind zusammen mit Julia, Caro und Bryan zu den Flying Doctors gegangen, wo man über diese einen kurzen Vortrag angehört und ein Museum dazu angesehen hat. Das ist echt interessant zu sehen, wie so ein einzigartiges System der Krankenversorgung funktioniert und wie es sich mit der Zeit entwickelt hat.
Danach hieß es dann wieder, das Essen für die wiedermal lange Busfahrt vorzubereiten, Sachen zu packen und schließlich dann los, wiedermal über 20 Stunden Bus fahren

South Australia – The festival State

So heißt es auf den Nummernschildern auf den Autos aus South Australia… Allerdings konnten wir davon nicht soo viel mitkriegen, weil wir nur ca. zweieinhalb Tage in dem Bundesstaat verbrachten – und zwar in Adelaide, eine kleine, nicht allzu spektakuläre Stadt, aber dennoch ganz schön.
Die kurze Zeit dort wollten wir natürlich so gut wie möglich nutzen und haben dann alles Mögliche tagsüber gemacht, wie Aboriginal Art Gallery, South Australia Museum und noch ein Kunstmuseum der Geschichte, was alles echt interessant und total gut aufgebaut war. Da hat man dann auch endlich mal mehr über die Kultur der Aborigines erfahren :)
Am ersten Abend hatten wir dann in unserem Hostel, was total gemütlich und auch etwas familiärer war, free Barbecue, was wir natürlich genutzt haben ;) Dort gab‘s jede Menge Fleisch, Wurst, Salate und Donuts zum Nachtisch, wovon wir natürlich viel zu viel gegessen haben ;)
Am zweiten Abend waren wir dann endlich mal wieder feiern, denn in einem Irish Pub war Ladiesnight! Das hieß, wir hatten freien Eintritt und 3 Freigetränke, sowie den ganzen Abend Getränke für unglaublich wenig Geld :) Der Pub war dann auch nicht so wie die Kneipen bei uns, wo man nur sitzt und trinkt und quatscht, sondern richtig mit Tanzfläche und DJ und alles, das war echt cool =) Wir drei waren mit Jenny, einer Französin aus unserem Zimmer, unterwegs und hatten jede Menge Spaß…nur als wir nachts nachhause kamen, hatten wir ein kleines Problem, weil wir nämlich vor der falschen Tür standen und so natürlich mit unserem Code, den wir bekommen hatten, nicht reinkamen und dann total panisch immer wieder diesen blöden Code eingaben und uns nachher echt schon darauf eingestellt haben, den Rest der Nacht im Hinterhof unsers Hostels zu verbringen :D Zum Glück haben wir dann aber doch noch gemerkt, dass das einfach die falsche Tür ist und die Richtige dann noch gefunden ;)
Am letzten halben Tag waren wir dann nur noch müde mit Jenny in einem Outletshoppingcenter und haben ein bisschen gebummelt, bevor wir für unsere 20-stündige Busfahrt gekocht haben und diese dann auch am späten Nachmittag-frühen Abend antraten, wobei wir auf dem Weg zu unserem Greyhoundbus wieder sämtliche Passanten unterhalten haben, besonders als wir ein Stück mit dem kostenlosen Stadtbus gefahren sind, in dessen Tür ich sowohl beim Einsteigen als auch beim Aussteigen steckenblieb und dafür belustigtes Lachen der Mitfahrenden erntete…

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Grampians

Also, als wir dann Samstag mit der Great Ocean Road fertig waren, wollten wir eigentlich nach Stawell (ein kleines Städtchen ein Stück im Landesinneren), da dort heute Abend um fünf vor zwölf unser Greyhound-Bus nach Adelaide abfährt. Aber dann hat uns eine Frau in der Information empfohlen, die zwei Tage bis dahin noch in Halls Gap, in den Grampians zu verbringen. Und ich bin wirklich froh, dass wir das gemacht haben. Die erste Nacht sind Anna und Annika dann auch noch bei uns geblieben, weil sie dann gestern los wollten, um sich um einen Job zu kümmern. Also konnten wir einfach in einer der Camping Areas im Nationalpark zelten. Das war so unglaublich schön dort, alles um einen herum war einfach nur grün, mit vielen Bäumen und Bergen, ein Fluss war auch dort wieder =)
Eigentlich dachten wir, dass wir die Nacht über im Hostel sein würden, weshalb wir Fischstäbchen gekauft hatten (40Stück für 3 Personen :D ) und jetzt hatten wir nur eine Feuerstelle…hm, dann hat uns eine unglaublich liebes Ehepaar von der Ostküste geholfen, wir konnten bei ihnen unsere Stäbchen und unser Gemüse machen und uns zu ihnen setzten. Ich habe selten so freundliche Menschen getroffen, wir haben uns über alles mögliche unterhalten und sie haben uns mit einfach allem versorgt: Tee, Bier, Ginger Wine, das war wirklich toll! Dann waren auf dem Platz noch zwei vollkommen bekloppte 30-Jährige, vom Gefühl eher maximal 20. Sie waren zwar wirklich verrückt, aber auch echt nett und lustig. Sie haben uns dann Nüsse gegeben und dann konnten wir so verdammt schöne Vögel auf die Hand nehmen. Eigentlich mag ich Vögel gar nicht so gerne, aber die waren echt beeindruckend: leuchtend rot mit blau und grün und sie waren so zahm, sie haben einfach aus unserer Hand gefressen! Es war so ein cooles Gefühl irgendwie :)
Außerdem lebten dort, wo wir geschlafen haben, auch total viele Känguruhs, wenn man mal eben zur Toilette wollte, graste auf einmal vllt so 7m neben einem ein großes Känguruh, sieht vielleicht einmal rüber, stört sich aber überhaupt nicht an dir! Echt irre :)
Den Abend haben wir 5 dann noch mit dem Ehepaar verbracht und dann haben sie Franzi, Kathi und mir angeboten, am nächsten Tag eine Tour mit uns zu machen, soo lieb :) wir haben natürlich ja gesagt und waren total dankbar. Am nächsten Tag, nachdem wir uns von Anna und Annika verabschieden mussten und nach einem Frühstück im Grünen und mit Kaffee! Ging es dann los. Wir sind dann mit ihrem Geländewagen zu einigen Punkten gefahren, von wo man Spaziergänge zu berühmten Punkten in den Grampians machen konnte. Wir waren dann erst bei einem kleinen Wasserfall, der echt schön war und das faszinierende war, dass er einfach im Boden endete! Es gab keinen See, oder Fluss oder Ähnliches, worin er mündete, das Wasser floss einfach in den Boden! Sowas habe ich noch nie vorher gesehen.
Dann haben wir noch einige Klippen gesehen, wo man einfach so schöne Ausblicke über die Berge und die Täler hatte! Das Beeindruckende hier ist echt, dass einfach überall Bäume und unberührte Natur ist – kein Weg, kein Haus, kein Mensch – einfach schön!
Das Highlight war dann McKenzie-Falls, ein riesiger Wassefall. Erst haben wir ihn von einer Plattform von oben und ein kleines Stück entfernt gesehen und nachher sind wir dann noch direkt hingegangen und auch noch bis ganz nach unten, sodass wir direkt vor ihm standen und sogar Wasser von ihm abbekamen. Direkt daneben führt nämlich eine Treppe bis ganz nach unten! Es war so wunderschön, es war wieder so ein Moment, in dem man alles um sich herum vergisst :)
Danach hatten wir auch schon so einige Kilometer und vor allem haufenweise Treppen und Steigungen hinter uns, dann haben uns die beiden zu unserem Hostel gefahren. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie nett die Leute hier sind, ich mein das Ehepaar hat sich so lieb um uns gekümmert, hat uns Tee und alles gegeben und uns einfach einen so schönen Tag geschenkt, ohne Auto hätten wir das alles nämlich nicht sehen können.
Das Hostel hier in Halls Gap ist richtig gemütlich, hier kann man sich nur sauwohl fühlen. Wir haben dann gestern den Rest des Tages in einer Art Wintergarten, wo ein großer Fernseher ist verbracht, und haben mit zwei Engländern zusammen die fabelhafte Welt der Amelie gesehen – das war echt gemütlich, weil es draußen total kalt war und es tierisch geregnet hat und dann saß man drinnen im Warmen, hat einen schönen Film gesehen und hat das Prasseln des Regens gehört :)
Alles, in allem waren die letzen Tage einfach nur perfekt! Wir haben so unglaublich viel erlebt, das ist echt irre. Man sieht so viel, dass man gar nicht genug Zeit hat, das alles zu verarbeiten, weil dann immer schon wieder Neues passiert ist!

So, nun seid ihr sicherlich erstmal wieder erschlagen von dem ganzen Text, ich kann mich aber einfach nicht kürzer halten, das ist schon so kurz wie es geht ;)

Die nächste Zeit sieht nun so aus: heute um halb fünf fahren wir mit einem Schulbus von Halls Gap zurück nach Stawell, verbringen dort den Rest des Tages in einem Pub, fahren dann um 5 vor Zwölf mit dem Greyhound-Bus nach Adelaide, wo wir dann um 6 oder 7 ankommen. In Adelaide bleiben wir dann bis Freitag, denn dann fahren wir abends 20 Stunden lang nach Alice Springs mitten in die Wüste. Für Sonntag haben wir dann ein 3-Tages-Trip zum Uluru, zum Kings Canyon und einigen anderen Sehenswürdigkeiten in der Wüste gebucht. Danach wollen wir dann von Alice Springs weiter nach Darwin fahren und dort einige Zeit verbringen :) Also auch die nächste Zeit wird voller toller Erlebnisse, worauf ich mich wahnsinnig freue :)

Alles, alles Liebe aus den Bergen :-*

Achja, tut mir echt leid, dass ich euch gerade nicht per Mail antworten kann, irgendwie kann ich per Outlook nur noch Mails empfangen, aber das Abschicken funktioniert leider nicht =( ich werde es aber immer weiter versuchen…

Bis bald :-*

Die Great Ocean Road

So, nun kommt wieder ein Schwall an Neuigkeiten:Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll…also Freitag gegen Mittag ging es endlich los zur Great Ocean Road. Anna und Annika, zwei Freundinnen aus der Nähe von Stuttgart, haben uns mit ihrem Pkw abgeholt, wo wir erstmal unser ganzes Gepäck reinquetschen mussten, was gar nicht so leicht war, wie es nunmal ist, wenn 5 Mädels mit einem Auto reisen…kuschelig ging’s dann los, erstmal Hauptsache raus aus der Stadt, was wegen der zum Teil irreführenden Verkehrsführung und des Berufsverkehrs auch gar nicht soo einfach war…
Aber als wir endlich auf der Great Ocean Road waren und die Küste sehen konnten, waren wir nur überglücklich. Wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter, weil es ein echt sonniger Tag war, wodurch die Küste noch viel schöner aussah. Das sind echt wahnsinnig tolle Kliffe, türkises Meer und das einfach endlos!
Am ersten Tag sind wir dann bis nach Lorne gefahren, wo wir dann kurz eingekauft haben und dann auf einem richtig schönen Campingplatz direkt zwischen Bergen, an einem kleinen Fluss und nur ca. 100m oder so vom Meer entfernt unser Zelt aufgeschlagen haben. Dort sind wir dann auch erst noch kurz zum Strand gegangen und haben einfach nur diesen unglaublich tollen Ausblick genossen. Da kann man sich echt so in Gedanken verlieren, man vergisst einfach alles um sich herum…
Als es langsam gegen Abend wurde, wollten wir noch schnell kochen – es sollte mal wieder Spaghetti geben, das einfachste eben – dachten wir jedenfalls. Allerdings haben wir nicht bedacht, dass wir für 5 Personen ja ein Kilogramm Nudeln brauchen und dafür eben entsprechend große Töpfe, allerdings hatten wir nur zwei kleine davon und auch nur einen Gaskocher… „Ok, wir leihen uns einfach von denen da drüben einen großen Topf“ – leider hatten auch sie nur zwei kleine Töpfe. Da standen wir nun mit Massen an Nudeln und vier kleinen Töpfen und nur einen Gaskocher. Neuer Plan: Wir kochen in Etappen, und weichen dafür schonmal alle Spaghetti, die dazu noch zerkleinert wurden, in warmes Wasser ein. Der erste Durchgang verlief auch ganz gut und wir konnten die erste Portion essen. Die zweite Etappe begann auch noch gut, nur leider war irgendwann die Gaskatusche leer – Mist! „Ah, wir haben noch eine zweite bekommen, wir tauschen die einfach“ einfach war auch das nicht – erst ging der Gaskocher damit gar nicht an und dann fing auf einmal das ganze Ding Feuer! Wir waren natürlich total panisch, haben dann versucht den Kocher auszumachen, damit nicht noch mehr Gas austritt – keine Reaktion! dann hat Anna ganz viel Wasser drüber gekippt, um es zu löschen – keine Reaktion! Okay, was nun? Dann haben Anna und Franzi es irgendwie geschafft, mit Messer und Gabel die Katusche aus dem Kocher rauszubekommen, sodass es endlich nicht mehr brannte! Ich muss ehrlich sagen, dass ich in dem Moment echt Angst hatte, mit Gas und Feuer ist echt nicht zu spaßen! Naja, als der Schock verdaut war hatten wir immer noch Hunger – aber wie machen wir das jetzt? Auch der Versuch, die Nudeln auf einem der Barbecue-Plätze zu kochen scheiterte, sodass wir die Nudeln schließlich roh, nur etwas vom Wasser aufgeweicht mit kalter Sauce aßen. Das war echt verdammt pervers, aber irgendwie auch lustig…ich fand’s jedenfalls nicht mal soo ekelhaft, aber Annika war am besten „Wenn mir das jemand mit verbunden Augen geben würde, würde ich nie im Leben drauf kommen, dass das Spaghetti sind!“ – und damit hatte sie echt Recht :D
Nagut, danach sind wir erstmal schlafen gegangen, bzw. haben versucht zu schlafen, was aber auf unseren super-10Dollar-Isomatten und vor allem wegen der Kälte gar nicht so einfach war ;)

Auch wenn der erste Great-Ocean-Road-Tag schon echt richtig schön war, war der zweite noch um einiges besser. Die Sonne schien ebenso schön wie am Vortag und so hatten wir wieder beste Voraussetzungen. Unser erster Halt war dann, um zu einem Wasserfall zu gehen, der auch wirklich schön war :)
Der nächste Halt war dann etwas unfreiwillig… die Polizei zwang uns nämlich dazu. Wir waren leider etwas zu schnell unterwegs und natürlich hatten wir Pech und die Polizei hat uns gelasert. Hm, in Deutschland hätte man für 10km/h echt kaum eine Strafe bekommen und hier wird man groß verfolgt und dann soll man Unsummen dafür zahlen (146A$, die sind doch bekloppt!) naja, wenn man da irgendwie einen Brief hinschreibt, und beteuert, dass die Anzeige defekt ist und sie wirklich nur 70km/h auf der Anzeige gesehen hat, dann kann sie vielleicht auch nur mit einer „Warning“ davonkommen, hoffen wir’s…naja, insgesamt war es aber doch recht lustig für uns, jedenfalls haben wir ziemlich gelacht, als wir auf einmal die Polizei wild blinkend hinter uns hatten ;)
Danach hielten wir dann bei einem Rainforrest, in dem wir ein bisschen spazieren gingen. Das war wirklich schön dort, einfach unberührte Natur, viele, viele Bäume, die einfach wild durcheinander wachsen und davon waren einige so wahnsinnig groß, echt gigantisch! Viele davon waren dann auch so halb offen, sodass man in sie hineingehen konnte!
Später waren wir dann auch noch bei einem Leuchtturm, der größte und schönste an der Great Ocean Road, wir konnten sogar hineingehen und dann hoch – das war auch verdammt schön! Zwar war es unglaublich windig dort oben, man musste seinen Schal und alles echt festhalten, damit es nicht wegflog, aber der Ausblick war dafür umso schöner! Die Küste dort ist einfach so unglaublich beeindruckend :)
Nächster Stop war dann einfach am Straßenrand..denn dort saßen in den Bäumen so viele Koalas :) wir drei hatten zwar vorher schon welche gesehen, aber Anna und Annika noch nicht und diese saßen auch viel tiefer in den Bäumen als die Vorherigen. Außerdem war einer davon gerade in seiner aktiven Phase (90% des Tages schlafen sie, den Rest fressen sie), sodass wir einen wirklich gut beobachten konnten, es hat ihn überhaupt nicht gestört, dass da 10 Menschen um ihn herum standen. Und gerade als wir gehen wollten, konnten wir noch einen Koala sehen, der gerade einen Baum wechselte! Wir standen genau daneben, als er über den Boden hoppelte, das war echt verdammt cool :)
Und dann kam das Highlight des Tages und der gesamten Great Ocean Road: die 12 Apostel! Die sind einfach nur unglaublich schön, man kann gar nicht die richtigen Worte finden, man steht einfach nur da und kann sie stundenlang ansehen! Einfach unglaublich :)

Danach sind wir dann nur noch zu unserem Campingplatz in Port Campbell gefahren. Der war auch echt schön, da er auch direkt am Wasser lag, wo wir dann abends noch einen langen Spaziergang gemacht haben. Und diesmal ist unser Essen auch wieder geglückt ;)
Nur die Nacht war leider noch kälter als die vorherige, man hatte das Gefühl, dass man gar nicht geschlafen hatte, vor allem habe ich es geschafft, mich ordentlich zu erkälten =/ naja, gibt Schlimmeres und geht auch wieder vorbei ;)

Am Sonntagmorgen haben wir dann den Rest der Great Ocean Road gemacht. Es fehlte nämlich noch die London Bridge. Auch hiervon waren wir wieder hin und weg!
Insgesamt war die Great Ocean Road einfach nur wahnsinnig, wahnsinnig schön! Mit Unmengen an Fotos und noch mehr festen Bildern in Kopf, sowie einer Menge Spaß ging die Tour dann weiter in die Berge: die Grampians!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Hey ihr Lieben :)

soo, nun gibt es auch endlich mal die ersten Bilder, allerdings komme ich noch nicht so ganz mit dem Progamm klar, sodass irgendwie alle Bilder doppelt und durcheinander sind...ich kümmer mich demnächst nochmal drum und werde auch viele davon dann benennen ;)

Ansonsten genieße ich gerade die letzte Zeit in Melbourne, denn wir haben aus Zufall eine Mitfahrgelegenheit für die Great Ocean Road bekommen !! Einfach genial :) das hat sich ganz spontan ergeben, weil Franzi mit ihrem Freund telefoniert hat und da meinte, dass wir noch jemanden suchen, der uns drei mitnehmen kann und das haben irgendwie zwei andere Mädels mitbekommen, die uns dann angeboten haben, uns mitzunehmen! Echt perfekt, bisher hatten wir so ein Glück :)
Und morgen geht's auch schon los!! Deshalb hatten wir heute auch noch einiges zu erledigen...
Gestern waren wir dann mal ein bisschen einkaufen in Melbourne, schließlich ist es ja Modemetropole ;) Mit guten Vorsätzen, nichts zu kaufen, ging es dann los, aber wie das immer mit Vorsätzen ist, wurden sie natürlich nicht eingehalten ;) Aber bei diesem riesigen Angebot an soo schönen Sachen ist es auch unmöglich ganz leer nach Haus zu gehen ;)
Abends waren wir dann endlich auf dem Rialto Tower...unglaublihc schön!! echt der hammer, aber das könnt ihr ja auch auf einigen Bildern sehen :)

so, ich muss nun los, wir wollen kochen...es gibt mal wieder Spaghetti :D

Alles Liebe und bis bald :-*

Dienstag, 6. Oktober 2009

Grenzen überwinden

so, bei uns ist es mittlerweile sieben uhr morgens und seit halb fünf sind wir schon auf den beinen, damit wir den ersten bus von strathmerton nach shepparton und von dort dann den zug nach melbourne nehmen konnten... ich versuche jetzt mal die letzten fünf (eigentlich sollten es ja nur vier sein, aber weil es samstag den ganzen tag total regnete, sodass wir nur morgens zwei stunden arbeiten konnten, mussten wir noch einen tag länger arbeiten) tage in worte zu fassen, was gar nicht so richtig möglich ist, weil wir einfach so viel neues erlebt haben...

also grenzen überwinden, das war echt in jeder hinsicht das motto der letzen tage

schmerzen und kraft: die arbeit war einfach nur unglaublich hart. als wir den job annahmen, wussten wir ja gar nicht, was wir überhaupt machen sollen, schließlich stellte sich dann raus, dass wir gelbe zucchinis pflanzen sollen, das wurde in vier arbeitsschritte unterteilt. die einen mussten die alten vertrockneten pflanzen rausreißen und mit einem digger löcher graben, andere mussten neue pflänzlinge verteilen und einige mussten diese dann einpflanzen und schließlich mussten alle kleine körnchen gegen die schnecken verteilen, dabei wurde man dann immer hinundherkommandiert, welchen dieser arbeitsschritte man gerade machen soll... und auch, wenn das jetzt vielleicht nicht besonders hart klingt, kann ich euch sagen, dass es wirklich extrem anstrengend ist und vor allem für die gelenke und knochen so schädlich ist, besonders der rücken und die knie haben so gelitten in den tagen, vor allem musste ich meistens alte pflanzen raus und neue löcher machen, was besonders auf den rücken ging, da man das immer aus dem stand in gebückter haltung machen musste (und wehe, man kniete sich mal hin, dann kam direkt der laute schrei von don, der furie, die uns leitete)
schon nach dem ersten tag konnten wir kaum noch aufrecht laufen, weil einfach alles weh tat und am morgen des zweiten tages merkte man noch mehr die folgen der arbeit: muskelkater! und das extrem, ich hatte noch nie in meinem leben solchen muskelkater, die oberschenkel waren sowas von steinhart, jeder schritt war eine überwindung und, wenn man etwas aufheben wollte, musste man sich festhalten, um nicht umzukippen...
außerdem hatte ich schon nach dem zweiten tag meine erste blase von dem digger und am ende hatte ich vier schmerzende davon und nun kann ich eigentlich kaum noch was in meine recht hand nehmen, weil das direkt in die wunden kommt... aber auch die finger sind ziemlich hin, weil wir zwar handschuhe hatten, aber damit wir angeblich mehr gefühl beim pflanzen haben, wurden die kuppen von daumen und zeigefinger abgeschnitten, was mich eher behinderte als verbesserte, aber naja, was aber wirklich blöd daran war, ist, dass beim rausreißen der alten pflanzen oft auch stachelige dabei waren und so griff man immer mit aller kraft in diese blöden stachel...
ansonsten habe ich mitten auf den oberschenkeln schürfwunden, weil man sich dort beim löcher graben mit dem ellenbogen etwas abstützen konnte, um nicht umzukippen, was aber nach hunderten von löchern wegen der reibung mit der hose offen wurde... die knie sind ebenso wund, also einmal das gelenk und auch die haut vom knien beim pflanzen... ja, ich glaube das waren alle schäden am körper ;)
aber nicht nur die schmerzen musste man aushalten, sondern auch einfach die kraft haben, stundenlang diese arbeit zu machen, und das egal ob es kalt, nass oder heiß war. der arbeitstag wurde immer in drei bis vier schichen unterteilt, die jeweils eineinhalb bis zwei stunden lang waren, und dazwischen hatte man 20-45 minuten pause. und nach der ersten schicht hätte man gut feierabend haben können, weil man schon dann wie ein 100-jähriger ging und kaum noch kraft hatte, die arbeit zu machen...am ende des tages kroch man auch nur noch durch den matsch, weil aufstehen, weitergehen und wiederhinknien einfach zu viel kraft kostete. außerdem wurde einem jedesmal schwarz vor augen, wenn man aufstand, darum meidete man das am liebsten...

ekel... vor sich selbst und vor der behausung
wenn man von der arbeit kam, hat man sich so sehr auf eine heiße dusche gefreut, das kann man sich gar nicht vorstellen, wir waren komplett durchgeschwitzt und einfach überall dreckig, am schlimmsten waren die fingernägel, die hat man kaum mehr sauber bekommen. was aber noch dazu kam, war, dass wir noch nicht waschen konnten und so immer wieder mit den gleichen pullis rumliefen und auch schliefen, weil es einfach zu kalt war...deshalb freuen wir uns so sehr, gleich zu waschen, wenn wir zurück im hosteln in melbourne sind.
was aber noch viel schlimmer war, war der zustand des hauses, in dem wir mit einigen anderen (5 taiwanesen/innen und eine japanerin, mit denen wir auch zusammen arbeiteten) wohnten: unser zimmer, in dem wir zu dritt schliefen, war einfach eingerichtet und schon recht dreckig, was aber nicht gegen die küche und das bad war, alles war sowas von versifft und dreckig, man mochte kaum zähneputzen oder sich was zu essen machen oder so... das war schon echt unschön.

angst vor den tieren:
ich habe noch nie in meinem leben so gigantische spinnen gesehen und dann noch so viele, das war so grauenhaft. dann hockte man sowieso total fertig vor seinem loch, wollte nur noch feierabend haben und dann kommt einem eine riesige spinne entgegen. erste reaktion war schreien, zweite zurückzucken und dritte den digger rausholen, um sie zu töten! ich weiß nicht, wie viele ich von diesen monstern in den letzen fünf tagen getötet habe, bestimmt an die 100, und dabei konnte man noch nicht mal alle spinnen töten, die man sah...also ihr könnte euch vorstellen, wie viel davon auf dem feld herumkrabbelten und wenn man bedenkt, dass ich nicht mal durch eine tür hindurchgehen kann, wenn ich weiß, dass irgendwo über die auch nur eine kleine spinne sitzt, ist es bemerkenswert, dass ich stundenlang zwischen ihnen saß!
Am schlimmsten war aber, dass die spinnen nicht nur ekelhaft waren, sondern zum teil auch gifitig. denn don sagte, dass in diesem raum eine giftige spinne lebt: die red-back-spider (oder so ähnlich, auf jeden fall relativ klein, kugeliger körper und ein leuchtend oranger fleck auf dem rücken). und wer von unserer 8-köpfigen helfergruppe trifft auf sie? ich! und das gleich zwei mal, ich war einfach nur starr vor angst, ich konnte sie noch nicht einmal töten, so perplex war ich, das war einfach nur grausam... was aber genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer war, war, als ich samstag auf einmal einen skorpion vor meinen knien krabbeln sah! am abend zuvor rätselten franzi und ich noch, ob es hier wohl auch skorpione geben würde und tja, ein tag später hatte ich die antwort! natürlich fing ich wieder an zu schreien und dann musste thai (einer der taiwanesen) ihn für mich töten, ich stand einfach nur da und zeigte hin, konnte aber irgendwie nichts machen, so geschockt war ich!
was die angst und den ekel vor diesen schrecklichen tieren noch beweist, ist, dass jedes mal, wenn ich abends die augen geschlossen habe, egal ob unter der dusche oder im bett, ich spinnen, käfer oder sonstige abartige insekten aus löchern krabbeln sah. ich konnte auch an strand, koalas oder irgendwas anderes schönes denken, überall tauchten spinnen auf! das war echt schrecklich!

also ihr könnt euch nun einigermaßen vorstellen, was wir die letzen tage durchlebt haben und ich kann sagen, dass ich schon ein wenig stolz auf uns drei bin, dass wir das durchgezogen haben und in jeder hinsicht über unsere schatten springen konnten...schließlich denke ich, dass solche erfahrungen im leben auch echt wichtig sind und man sowas mal durchlebt haben sollte, so bin ich echt froh, dass wir diesen job gemacht haben.

always look on the bright side of life

aber nicht dass ihr denkt, die letzen tage waren nur schrecklich...schließlich hatten wir drei auch recht viel spaß und haben auch richtig schönes erlebt. dabei hatten wir ziemlich glück, weil sich john, der sohn von julie und jim, denen die farm gehört (heißt cactus country, haben den größten cactus garden von victoria, wofür sie auch echt berühmt sind, und pflanzen zucchini, tomaten, chili und drachenfrucht an, also eine gigantische farm!) total lieb um uns gekümmert hat und uns viel gezeigt hat
donnerstag waren wir nämlich mit ihm das erste mal in einem in einem australischen pub in der nähe von strathmerton. dort gabs dann auch endlich unser erstes australisches bier, carlton - echt lecker :). der abend war so mega-lustig, da dort auch viele andere europäer waren, die in der nähe auf farmen arbeiteten. also hat man mit franzosen, dänen, auch einer deutschen, schweitzern und auch australiern geredet. zum teil wars extrem interessant und zum teil verdammt lustig - wir haben so viel gelacht, das war echt cool :) und die atmosphäre im pub war insgesamt total schön, es gab noch einen billardtisch, eine alte jukebox und so ein anderes spieleding...außerdem hat der wirt ein paar pommes, chicken mc nuggets und frühlingsrollen für alle gemacht, sowas würde niemand in deutschland machen, weil da alle viel mehr auf geld aus sind...da merkt man zum teil echt schon unterschiede

samstag hatten wir ja den halben tag und den abend frei, da haben wir dann einfach mal ein wenig entspannt, haben bei john billiard und wii gespielt und einfach ewigkeiten mit unseren wolldecken und wärmflasche auf dem sofa gesessen und filme gesehen, die ruhe hat man auch echt mal gebraucht.

aber das highlight der woche war sonntag! nach der arbeit, als wir wieder frisch und genährt waren, sind wir zum mary river, nicht weit von strahmerton gefahren, da dort koalas und känguruhs leben. das war so unglaublich schön :) dort war dann auch ein riesiger, wunderschöner wald, wo wir auch echt einige koalas gesehen haben - ich liebe diese tiere sie sind so unglaublich süß, einer hatte sogar ein baby :) und auch känguruhs konnten wir sehen! da war eine horde einfach auf einer wiese am fressen und zwei auch am kämpfen, das war einfach nur cool :) die ähneln aber irgendwie total rehen, also so vom kopf her und auch vom verhalten, als wir dort mit dem auto ankamen, standen sie alle ganz starr da und sahen uns ganz erwartungsvoll an, jederzeit bereit, wegzulaufen, bzw -springen - haargenau wie rehe!
dann sind wir auch noch weiter zum fluss und wir hatten so glück mit dem wetter, weil an dem tag die sonne so schön schien, das war einfach nur unglaublich :) da hat man das erste mal wirklich gemerkt, dass man in australien ist, wir drei konnten uns gar nicht mehr richtig einkriegen, so schön war das :)

und auch gestern haben wir noch etwas vom autralischen alltag miterlebt, denn john hat uns abends zu einem basketballspiel von ihm mitgenommen, es war zwar an sich nicht so megaspannend, aber es war einfach cool, mal irgendwie weniger als tourist und mehr als hierlebende unterwegs zu sein und einfach den wirklichen alltag von australiern mitzubekommen =)

also wie ihr merkt, waren die letzen tage wirklich ereignisreich - sowohl in positiver, als auch in negativer hinsicht, aber letztendlich war es eine verdammt gute und auch wichtige erfahrung :)

heaps of love :-*

Mittwoch, 30. September 2009

Heut ist so ein schöner Tag...Lalalalala...

Also wie ihr seht, geht's mir mal wieder fantastisch :) das wetter ist seit gestern viel, viel besser, die Sonne scheint, es ist warm und wir können schon in Top und Flip-Flops durch die Stadt laufen. Gestern waren Kathi, Franzi und ich auch das erste Mal am Strand! Das war soo schön :) Also an sich war der Strand jetzt nicht soo atemberaubend, halt ein kleiner, recht unbekannter Stadtstrand, ich denke da werden wir noch weitaus schönere sehen ;), aber es war einfach richtig schön, das erste Mal in Australien am Strand zu sein =) Wir haben natürlich auch gleich ganz viele Fotos gemacht und einfach in der Sonne gelegen und geschlafen...
Abends gab's dann im Hostel um 6 Pasta for free, das wollten wir natürlich nutzen und waren pünktlich zurück - wie so viele! Der Aufenthaltsraum war sowas von voll mit Leuten, alle waren so gierig auf Nudeln,das war echt unglaublich - so voll war der Raum da echt noch nie, man war richtig froh, wenn man noch einen Platz gefunden hat. Das Essen war dann auch richtig lecker, sogar mit Fleisch! Das hat uns natürlich richtig gefreut, weil Fleisch hier ziemlich teuer ist... dazu gab's dann noch lecker Salat und zum Nachtisch ein Mix aus Melone, Ananas, Orange - echt cool :)

Heute war ein ebenso guter Tag! Das Wetter noch wärmer und auch sonnig und es gibt eine extrem gute Nachricht: Kathi, Franzi und ich haben einen Job! Morgen gehts los und dann vier Tage auf einer Farm 250km entfernt von Melbourne. Wir fahren dann morgen früh um 9 vier Stunden Zug nach Strathmerton und können die vier Tage da dann auch schlafen... ich bin mal gespannt, was wir da dann so machen müssen, das ist nämlich noch nicht so ganz klar ;) Auf jeden Fall wird's extrem anstrengend, das meinte die Frau am Telefon schon, aber das sollten wir vier Tage lang durchhalten... Wir sind echt glücklich, vor allem haben wir uns nicht mal groß bemüht, wir haben eigentlich viel mehr einfach aus Spaß mal angerufen und es hat gleich geklappt - echt perfekt :)
Naja, eigentlich wollten wir heute eine Stadt-Touri-Tour machen, aber das mussten wir dann erstmal verschieben, weil wir noch einiges für den Job zu regeln hatten wir Zugfahrt nachschauen und buchen, Einkaufen für Essen dort etc... dann hatten wir nur noch Zeit, um uns was Leckeres zu essen zu machen: Heute gabs Maiskolben und Tomaten aus der Pfanne - richtig gut!
Montag werden wir dann wahrscheinlich nach Melbourne zurückkommen und noch so zwei Tage hier verweilen und dann vielleicht mit einem Van die Great Ocean Road entlangfahren :)
Oh man, ich sprudel grad vor guter Laune... momentan läuft's echt gut, also das mit dem Job, mit dem Van vllt und vor allem mit der Gruppe: Die beiden Jungs - Miikka aus Tübingen (ja, er heißt wirklich so, ist nämlich ein Halbfinne) ist 24 und hat vorher eine Ausbildung zum Mechatroniker und Thorsten aus Berlin ist 28 - sind echt nett und lustig genau wie meine 4 Mädels - Christina, kommt aus Mainz und ist 19, Larissa, kommt aus der Nähe von München und ist auch 19 glaube ich, Franziska, kommt aus Freiburg und ist 20, und Kathrarina, kommt aus Kaltenkirchen und ist 19, mir ihr bin ich auch zusammen mit dem Zug von Hamburg nach Frankfurt zum Flughafen gefahren - wir haben echt ziemlich viel Spaß miteinander :)
ich hoffe, euch geht es ebenso gut?
also ich denke mal, die nächsten vier Tage werde ich vom Erdboden verschluckt sein (ich glaub nämlich nicht, dass sie dort freies Internet haben), aber ich versuche mich dann Montag gleich zu melden und dann auch endlich mal die ersten Bilder online zu stellen :)

Bis dahin, liebste Grüße =)

Montag, 28. September 2009

australische Eindrücke

hier einfach mal ein paar Eindrücke zum Alltag und Leben Down Under...

Vegemite: ok, da dachte ich mir: Vegemite, gut ist eine australische Spezialität, dann musst du das wohl mal probieren, aber ich wünschte ich hätte es nicht getan, das ist so verdammt abartig, ich war kurz davor es auszuspucken, da zieht sich echt der ganze Mund zusammen..ich rate jedem, die Finger davon zu lassen ;)

Verpackungen: Die Verpackungen in den Supermärkten sind zum Teil echt komisch, Getränke verkaufen sie zum Beispiel in solchen Riesenflachen, die solche Formen haben, wie bei uns Ariel oder sowas, und wenn das dann noch so abartige Zuckergetränke in pink oder so sind, sieht es echt aus wie Waschmittel, irgendwie pervers…

Dusche im Hostel: das Duschen jeden Morgen ist immer wieder ein Abenteuer, zwar ist das Wasser echt schön heiß, aber der Duschkopf ist ungefähr auf Höhe meines Halses, das heißt, ich muss mich immer so verbiegen, damit ich meine Haare nass bekomme, das ist echt immer wieder eine Sache für sich

Essen: Das Essen hier ist echt verdammt teuer, also als Backpacker versucht man ja zu sparen, wo man kann und beim essen kann man richtig gut sparen, man darf halt nur in den richtig großen Supermärkten einkaufen und dann das billigste nehmen, was man findet, dann geht es, vor allem, weil wir immer zu fünft kochen, dann kann man schon günstig essen, aber alles andere kann man sich als Backpacker einfach nicht leisten… vor allem verzichtet man dann auf alles, was nicht unbedingt nötig ist wie Süßigkeiten oder so, aber heute hatten wir Mädels alle so einen Heißhunger auf Schoki, da haben wir uns im Supermarkt alle erstmal was Süßes gekauft und kaum, dass wir draußen waren, haben wir es auch schon alle verschlungen und Miikka stand nur grinsend daneben und hat sich seinen Teil gedacht, das war irgendwie ein schönes Bild :D aber man muss zu unserer Verteidung sagen, dass es halb sieben war und wir bis dahin gerade einmal 3-4Toasts zum Frühstück und eine Banane gegessen hatten und deshalb der Hunger auch noch dazu kam ;)
Küche und Kochen: also die Atmosphere im Gruppenraum mit Küche ist richtig entspannt und total gut, überall sind halt junge Leute am schnacken, lachen, im Internet surfen, essen etc… die Küche ist auch groß und gut aufgeteilt, aber dafür recht dreckig, vor allem die Spülen, wir haben uns auch schon unsere eigenen Teller (so schöne Plastik-Kinderteller, ich habe einen mit Winnie Pooh! =D ) und Besteckt in Pink gekauft, weil wir uns irgendwie vor dem Dreckgeschirr ekelten ;) ansonsten macht das kochen hier aber echt Spaß und ist überhaupt kein Problem :)

Wetter: also bisher hatten wir echt Pech, es ist verdammt kalt, es regnet ständig und ist einfach nur ungemütlich, Kathi hat sich auch schon erkältet und naja, das trübt irgendwie die Stimmung, heute war es am Nachmittag allerdings schonmal ein wenig schöner, da hat schonmal die Sonne geschienen, das ist echt unglaublich, wie sich die Stadt da verändert, alles wirkt so viel freundlicher und schöner, auch wenn wir sie vorher schon total toll fanden… naja, morgen soll es noch viel besser werden, darauf freuen wir uns erstmal, vor allem weil wir dann morgen auf einen tower gehen, von wo wir die ganze Stadt von oben sehen können :)

Sprache: also ich muss zugeben, dass ich in den drei Tagen, die ich bisher hier war echt kaum Englisch gesprochen habe, nur ab und zu mal im Supermarkt, an der Rezeption, bei der Bank oder so, aber echt nicht sonderlich viel… aber man kann sie größtenteils gut verstehen, also die Referenten heute morgen beim Vorbereitungsseminar haben zwar extrem schnell gesprochen, aber waren trotzdem gut verständlich… nur einige, wie zum Beispiel unser Bankmann heute, hatte so einen extremen Akzent, dass ich ihn so gut wie nicht verstehen konnte, aber das war bisher auch der einzige

Sparen: Es macht irgendwie total Spaß, überall total aufs Geld zu achten, auch wenn’s manchmal wie zum Beispiel beim Essen anstrengend ist, aber ansonsten, man freut sich so tierisch, wenn man was besonders Günstiges gefunden hat und vor allem wenn man „for free“ liest oder hört, kriegen alle so große Augen, das ist echt lustig…

Naja, viel mehr fällt mir gerade nicht mehr ein, aber ich denke ich werde das im Laufe der Zeit noch erweitern ;)

Auf jeden Fall freut es mich, dass ihr immer so fleißig kommentiert oder Mails schreibt, ist immer schön, was aus der Heimat zu hören, also weiter so =) jede noch so kurze oder sinnlose Nachricht freut mich :)

Alles Liebe, Lea

neuer Tag, neue Pläne

hm, da das internet hier leider nicht wirklich funktioniert, muss ich nun schonmal texte vorschreiben, und dann später alle reinstellen, ich hoffe, dass ich mich morgen dann endlich mal melden kann…
also der Montag war voll von sinnvollen dingen, die wir regeln mussten.. morgens hatten wir schon zwei stunden lang ein vorbereitungsseminar, wo uns nochmal einiges über jobsuche, autokauf, hostelsuche und alles mögliche erzählt wurde, da haben wir uns dann auch unsere australische simcard geholt..danach gings dann zur bank, um die karte abzuholen und später dann zu einer autowerkstatt, wo man auch autos mieten und kaufen kann, weil wir alle am überlegen sind, eins zu kaufen oder zu mieten, also momentan sieht’s so aus, dass ich mit kathi und franzi für 2 oder 3 monate einen van mieten werde und dann erst die great ocean road lang und dann entweder über den uluru dann nach cairns, im norden der ostküste fahren werde und von da aus denn die ostküste runterfahren werde, wenn das klappt, wäre das echt der hammer :) mit van ist man einfach so unabhänig, man muss sich um keine hostels kümmern, die echt ziemlich teuer sind, man kann sich einfach irgendwo hinstellen, wo man grad mag und dort schlafen, essen machen kann man auch im van und alles, das wär echt cool =) aber eine woche wollen wir auf jeden fall noch in melbourne bleiben, um hier erstmal alles mögliche zu sehen, weil die stadt einfach tierisch schön ist, und morgen soll sogar das wetter etwas besser werden, also nicht heiß, aber immerhin an die 20 grad ;)
ansonsten gab der tag nicht mehr sehr viel her, einkaufen, kochen, essen und einfach beisammen sitzen und schnacken ;)
küsschen aufs nüsschen :-*

ein müdes, aber freudiges "Hallo!"

Aalso nachdem wir gestern also morgens im Hostel ankamen sind wir erstmal in einer kleinen Gruppe zu siebt einfach mal losgegangen, um uns die Zeit zu vertreiben, weil wir ja noch so lange auf unsere Zimmer warten mussten. Da war es echt ideal, dass unser Hostel direkt im Zentrum liegt, weil wir vielleicht 50 Meter laufen mussten und schon zwischen dem Federation Square und der Flinder Street Station standen, was beides sehr beeindruckend ist. Natürlich, wie es sich für Touris gehört, haben wir direkt unsere Kameras rausgeholt und wie verrückt photographiert, wobei wir uns selbst alle lieber ausgelassen haben, weil wir einfach zu fertig aussahen ;) naja, jedenfalls sind wir dann ca. 2 Stunden spazieren gegangen, waren am Yarra River, wo wir die ersten Palmen gesehen haben, und in einigen Parks und so, das war wirklich schön, nur leider so wahnsinnig kalt, wir waren alle trotz mehrerer Pullis total am frieren und die Bilder sehen auch leider ein wenig trist aus, weil es so bewölkt war und die Bäume größtenteils noch kahl sind…naja, zum Aufwärmen sind wir dann erstmal Kaffeetrinken im geliebten Starbucks gegangen
Später konnten wir dann endlich einchecken und auch duschen, was einem das Gefühl gab, ein vollkommen neuer Mensch zu sein, weil man von der langen Reise echt fertig und ranzig war ;)
Jedenfalls bin ich jetzt mit Katharina, Franziska, Larissa und Christina in einem Zimmer, was echt toll ist, weil wir uns richtig gut verstehen und auch immer zusammen hier was machen =)
Nachmittags sind wir dann nochmal zu fünft losgezogen, haben ein wenig Lebensmittel eingekauft und nochmal ein bisschen rumgeguckt etc. – und das im Regen!
Zurückgekommen waren wir erstmal vollkommen erledigt – da macht sich das Jetlag echt bemerkbar! – und haben ein bisschen gelesen, Tagebuch geschrieben und schließlich auch geschlafen.
Eigentlich wollten wir dann schon früher wieder los, um das Finale vom Football hier beim Public Viewing zu sehen, was wir aber leider verschlafen haben, aber dann sind wir nochmal einfach durch die Straßen spaziert, haben uns Sachen angesehen und photographiert, was beleuchtet echt alles schön aussah, und plötzlich fing dann auch noch ein großes Feuerwerk an, warum wissen wir nicht, jedenfalls war es ziemlich schön :)
Naja, das war der erste Tag in Melbourne… der zweite sah folgendermaßen aus: nach dem Aufstehen und dem Frühstück sind wir los zum Queens Victoria Market, einem gigantischen Markt, wo man einfach alles erdenkliche kaufen kann, da sind wir dann einige Stunden durch die Massen gegangen, wo einfach nur Reizüberflutung herrschte: so viele Menschen, so ein Lärm von Verkäufern, die die Leute ranriefen, viel zu viele Sachen auf engstem Raum etc. naja, dort haben wir dann endlich günstig Adapter gefunden und soo viel Obst und Gemüse, weil es einfach so unglaublich billig ist.
Danach haben wir dann gekocht – für 0.90A$ pro mann, richtig billig – und sind nochmal los, erst ins Visitor Center von Melbourne, wo wir uns mit Flyern und Prospekten eingedeckt haben und dann ins Federation Square, wo eine Ausstellung über Film, Spiele und alles mögliche an Medienkram war, und das sogar for free :)
So, das war’s erstmal von mir… Herzallerliebste Grüße

Freitag, 25. September 2009

Erste Grüße aus dem Süden

Soo, bei euch ist es nun noch immer Freitagnacht, während bei uns schon längst der Samstagmorgen mit eisigen 6°C angebrochen ist... nach der langen Reise, die insgesamt von Schenefeld nach Melbourne 29 Stunden dauerte, sitzen wir nun zu elft (statt zu zwölft, einer ist irgendwie nicht gekommen) in unserem Hostel, wo wir die nächsten drei Nächte bleiben werden und warten darauf, dass wir in zwei Stunden in unser Zimmer und vor allem endlich duschen dürfen ;)
Aalso, die Bahnfahrt und die beiden Flüge verliefen total entspannt und ruhig ohne großartige Turbulenzen, es gab gute Filme, nette Menschen, jeede Menge Schlaf, Musik, Essen und ja auch Schmerzen vom ständigen Sitzen... jetzt bin ich jedenfalls erstmal glücklich, endlich hier zu sein und freue mich, nachher Melbourne ein bisschen zu erkunden. Das, was wir aus unserem Bus vom Flughafen zum Hostel sehen konnten, war jedenfalls schonmal echt beeindruckend und toll :) und unser Hostel liegt auch direkt im Zentrum, was echt praktisch ist..
achja, ich habe übrigens schon das erste australische Gesetz gebrochen :D wir haben nämlich auf dem Flug eine Banane bekommen, die ich aber erst später essen wollte und dann logischerweise einpackte und bei der Einreise wurde dann natürlich ich stichprobenartig kontrolliert und von einer sehr aufgebrachten Australierin fertig gemacht...naja, sie hat mich dann doch ohne Strafe gehen lassen, deshalb halb so wild ;)

Viel Spannendes gibt es noch nicht zu berichten, deshalb war's das erstmal von mir... Ganz, ganz liebe Grüße aus dem Süden :-*

PS: Viiilen lieben Dank für alle lieben Geschenke, Worte und Wünsche! ich habe mich echt riesig gefreut, ihr habt mit den Abschied echt alles andere als leicht gemacht :-*

Mittwoch, 9. September 2009

Hello, Hello, Hello!!

Hey ihr Lieben :)
Da das hier so leer, ganz ohne Eintrag blöd aussieht, bin ich ja jetzt gezwungen, irgendetwas von mir zu geben... Also, wie ihr wohl alle wisst, gehe ich am 24. September für knapp 11 Monate nach Australien. Starten werde ich in Melbourne und von da aus versuche ich so viel wie möglich von Australien zu sehen, die Sprache zu lernen, die Kultur kennen zu lernen und einfach mit tollen Menschen eine phantastische Zeit zu erleben :)

Aaber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit, daher werde ich jetzt erstmal wieder still und heimlich verschwinden... :-*