Freitag, 30. Oktober 2009

Fotos :)

soo, nun kommen endlich mal wieder Fotos, noch nicht alle, aber immerhin von der Great Ocean Road, den Grampians und Adelaide =)

Franzi hat jetzt auch eine Foto-Seite gemacht, www.franziskastraum.shutterfly.com, da koennt ihr auch gern mal luschern :)

bis ganz bald, ihr lieben :-*

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Tropisches Wetter, Palmen, Strand und gutes Bier

Ja, wir sind gut in Darwin angekommen – und wie!
Ein paar Fakten: Darwin selbst ist recht klein, es gibt nur 4 Hauptstraßen, auf denen alles ist, drum herum gibt’s nicht wirklich viel Spannendes.
Das Wetter ist extrem tropisch: Temperaturen tagsüber um 35°, selbst nachts noch gefühlt über 30°, Luftfeuchtigkeit unmenschlich hoch – also lange Hosen oder Pullover kann man hier beim besten Willen nicht tragen, man zerfließt so schon
Der Strand ist richtig schön, allerdings darf man hier nicht baden, weil es hier Krokodile und Jellyfish im Meer gibt, deshalb ist der Strand „nur“ dazu da, bei einem Bier den Sonnenuntergang zu genießen, tagsüber weicht man dann auf den Pool des Hostels aus, was hier zur Grundausstattung gehört :)
Die Atmosphäre in Darwin ist extrem entspannt, einfach jeder ist freundlich und extrem hilfsbereit (ist ja generell in Australien so, hier aber irgendwie noch mehr), alle sind in Feierlaune und gehen dieser auch gern nach ;) also hier kann man sich echt nur wohlfühlen :)
Seit letztem Donnerstag sind wir ja jetzt hier und wir werden hier auch noch ein bisschen bleiben, bis wann wissen wir noch nicht, das hängt davon ab, ob wir hier eventuell einen Job finden, denn wir bewerben uns jetzt wahrscheinlich in den Pubs hier… auf jeden Fall wollten wir mal ein bisschen zur Ruhe kommen, weil wir die letzten vier Wochen davor doch recht „stressig“ gereist sind und nur von einem Ort zum Nächsten gehetzt sind, ohne das Erlebte mal richtig verarbeiten zu können.
Demnach haben wir auch die letzte Woche gelebt: Einfach mal am Pool entspannt, abends in einen Pub oder in einen Club gegangen und einfach das Wetter, die Atmosphäre und die Ruhe genossen :) das beste war, als wir am Sonntag erst auf einem Nachtmarkt hier waren, um einmal am Strand den Sonnenuntergang mit einem kalten Bier zu genießen und dann einer Band, in der einer Schlagzeug, einer Konga und einer 4 Didgeridoos gleichzeitig gespielt hat, was einfach nur irre geil klingt, zugehört haben und dann zwei Australier kennen gelernt haben. Der eine kam aus Brisbane, wo er am nächsten Tag auch wieder hingeflogen ist und der andere kam hier aus Darwin und als man dann so ins Gespräch über die Nationalparks hier in der Nähe kam (Kakadu und Litchfield) haben wir spontan beschlossen, am nächsten Tag nach Litchfield zu fahren! Richtig cool, wir können immer noch nicht fassen wie unglaublich locker und nett die Australier sind!
Am Montag sind wir dann los nach Litchfield, das war so ein geiler Tag, der Nationalpark ist einfach nur wahnsinnig schön. Wir haben einige verschiedene Wasserfälle gesehen, wo wir sogar baden konnten! Es ist immer noch so unreal, dass man wirklich unter einem Wasserfall geschwommen ist, oder auf Felsen neben ihm saß, einfach der Hammer :) Eine Station war dann noch Rock Pools, das waren viele Wasserlöcher inmitten von Felsen, das war so cool, man lag dann einfach im Wasser auf Felsen, konnte aber auch richtig baden, oder von Felsen in tiefes Wasser springen, einfach nur cool :) nur leider war es dort auch sehr rutschig, was mir dann zum Verhängnis wurde, weil ich natürlich ausgerutscht bin und punktgenau auf meinem Ellenbogen gelandet bin. Erst war es gar nicht schlimm, aber mit der Zeit tat es immer mehr weh und am Ende konnte ich den Arm gar nicht mehr bewegen… hm, und da es natürlich der rechte Arm war, war man noch mehr eingeschränkt, man fühlt sich dann echt wie ein kleines Kind, wenn die anderen einfach alles für einen machen müssen… zum Glück wird es aber Tag für Tag besser und ich denke ich ein paar Tage werde ich nichts mehr davon merken. Auf jeden Fall war es trotzdem ein unglaublich schöner Tag und als ob er nicht schon genug für uns getan hätte, haben wir schon unseren nächsten Trip geplant: Nächstes Wochenende geht es in den Kakadu-Nationalpark!! Darauf freuen wir uns schon so dermaßen :) außerdem hilft er uns total bei unserer Jobsuche und macht einfach alles für uns, so unglaublich nett :)
Auf jeden Fall ist es hier einfach nur schön und man fühlt sich tierisch wohl, jetzt fehlt nur noch ein Job ;)

Naja, tut mir leid, dass erst so lange nichts mehr kam und dann alles auf einmal...jetzt hat bestimmt keiner Lust alles durchzulesen, aber naja :D ich versuch, von nun an wieder regelmäßiger zu schreiben und vor allem auch endlich mal wieder Bilder online zu stellen...

Alles Liebe, Lea

Outback

Die lange Busfahrt von Adelaide nach Alice Springs verlief an sich vollkommen reibungslos, nur war sie sehr geprägt von unseren beiden Busfahrern: Der erste war der ätzendste und unfreundlichste Australier, den ich getroffen habe: erst hatten wir zu viel Gepäck, dann bimmelte zu viel an unseren Rucksäcken, dann saßen wir falsch etc, aber das härteste war, dass er mitten in der Nacht auf der Straße anhält, um beim erstem Mal mich, beim zweiten Mal Franzi gegen die Beine zu schlagen/treten/wasauchimmer, weil wir unsere Beine nicht im Gang haben dürfen – so ein Schwachsinn! Naja, der Zweite war dafür umso netter und lustiger, statt einer break gab’s dann „breaky, breaky!“, wir hatten morgens 3 Filme zur Unterhaltung, und obwohl man eigentlich kein heißes Essen mit in den Bus nehmen durfte, erlaubt er es einem „just because of your eyes“
Naja, angekommen in Alice Springs haben wir uns erstmal tierisch über das Wetter gefreut, denn: Statt Wolken und 16° gab’s einen strahlend blauen Himmel, Sonne und auf jeden Fall über 30°C! Den Samstag haben wir dann entspannt mit Einkaufen, Kochen, in der Sonne liegen etc. verbracht, bevor es Sonntag dann endlich losging: Auf zur 3-Tages-Tour!!
Ab 6h morgens mussten wir erstmal 5h von Alice Springs zu unserem ersten Resort beim Uluru und Kata Tjuta (ins Deutsche übersetzt „Viele Köpfe“, aber auch die Olgas genannt) fahren. Unsere ca.20-Mann-Gruppe war komplett durchmischtes Alter, mit uns waren noch 3 andere Junge – 2 Mädchen aus Deutschland, Julia und Caro, und ein Kanadier, Bryan - mit, sonst waren alle Erwachsene und sogar ein Großpapa war dabei, Rudolf, unser Sorgenkind der Tour, das zwischendurch immer mal wieder verschwand, etwas zurückblieb, zu weit ging, den falschen Weg nahm oder sonstige Dinge tat
Während der Fahrt haben wir einen kurzen Zwischenstopp auf einer Kamelfarm gemacht, wo man für 3€ einen kurzen Kamelritt machen konnte, was wir uns natürlich nicht zweimal haben sagen lassen ;) Da Kathi das schon mal gemacht hat, hat die den Part der Photographin übernommen und Franzi und ich haben dann zusammen auf Goldie eine kleine Runde gedreht… das war lustig :D
Im Camp angekommen gab’s erstmal Lunch (Sandwiches) und danach ging’s gleich zu den Olgas, wo wir ca. 3 Stunden gewandert sind :) Das war echt richtig beeindruckend, als man schon ankam war man vom ersten Anblick schon total begeistert, aber je weiter man gewandert ist, desto cooler wurde es, weil es sich einfach immer wieder veränderte und total neu aussah, sodass man immer wieder von Neuem beeindruckt war!
Nach der Wanderung sind wir erstmal direkt zum Uluru, um dort den Sonnenuntergang mit Champagner und Fruchtsaft zu genießen – besser geht’s gar nicht ;) Es ist so schön, wie rot der Uluru dann in der Abendsonne scheint und total irre, wie er sich dann Schlag-auf-Schlag verändert, wenn die Sonne untergegangen ist. Danach haben wir dann ein richtig gutes Barbecue gemacht – jeder hatte ein Stück Rind, eine Wurst vom Kamel und das Beste: ein Stück Känguruh! Das beste Fleisch, was es gibt, so mega lecker :) danach saß man noch kurz zusammen am Lagerfeuer, aber weil wir am nächsten Tag um kurz nach vier wieder aufstehen mussten, wollten wir dann auch bald schlafen – noch ein Highlight! Denn wir schliefen nicht wie gewöhnlich ein so einer Art Hütten-Zelt, sondern in sogenannten Swags direkt unter dem freien Sternenhimmel! Also ein Swag ist so eine Art großer Schlafsack aus festem Stoff, in dem du noch mit deinem eigenen Schlafsack liegst. Naja, der Sternenhimmel war so unglaublich schön, so viele Sterne, wahnsinnig hell, Milchstraße und sogar Sternschnuppen :) Man mochte gar nicht wirklich einschlafen…
Der nächste Tag war genauso schön: Nach einem kurzen Frühstück in der Dunkelheit ging es wieder direkt zum Uluru, um den Sonnenaufgang zu sehen und danach konnte man wählen, ob man einen Rock-Climb oder eine Wanderung ganz um den Uluru machen wollte. Weil der Rock-Climb aber die Kultur der Aborigines verletzt, weil es die heilige Stätte für sie ist, haben wir uns für den 10km-Walk entschieden, der echt richtig cool war :) In strahlendem Sonnenschein sind wir dann 2 Stunden gegangen, und können nun mit Stolz sagen: Wir haben den Uluru von allen Seiten gesehen ;) Also das war echt cool, ich hatte ehrlich gesagt gedacht, dass ich den Uluru gar nicht soo spannend finden würde und dass er von allen Seiten gleich aussieht, aber das ist ganz und gar nicht so! Er ist nämlich so verschieden überall und einfach nur toll :)
Danach sind wir nach dem Lunch direkt zum Resort beim Kings Canyon gefahren, was wieder so 3-4 Stunden dauerte, wonach wir nur noch Dinner aßen, einige Zeit alle zusammen am Feuer saßen und wieder in unsere wunderbaren Swags schlüpften :)
Der letzte Tag begann fast ebenso früh, um 5, mit einem Frühstück, bevor wir uns auf zum Kings Canyon machten. Dort machten wir dann alle zusammen eine Wanderung quer durch die Landschaft um den Kings Canyon, die insgesamt dreieinhalb Stunden dauerte und alles umfasste, was man sich nur erträumen kann: Ausblick auf weite Täler, die tiefe Schlucht, bei der die Felswände wie abgeschmirgelt aussehen, gigantische Felsformationen, eine Art Bergsee und, und, und… man kann es gar nicht beschreiben, wie schön es dort war und auch Bilder können das kaum widergeben, es bleibt echt nur zu sagen: Traumhaft! Auch wenn Kata Tjuta und der Uluru auch unheimlich toll und einfach einzigartig sind, gefiel mir der Kings Canyon dennoch am besten.
Nach einem Lunch im Camp und kurzer Zeit, sich frisch zu machen oder Ähnliches, ging es dann mit dem Tourbus zurück nach Alice Springs.
Die drei Tage waren insgesamt einfach nur perfekt und nahezu unübertreffbar, weil man in so kurzer Zeit so viel Tolles gesehen und erlebt, neue nette Menschen, besonders Caro, Julia und Bryan, kennen gelernt hat etc. Was aber noch dazu beigetragen hat, dass die Tour so schön war, ist, dass unsere Tour-Leiterin, Bee, so herzlich und lustig war, dass man gar nicht nicht wohlfühlen konnte und die Fahrten zum Teil durch ihren eigenen Gesang oder ihr lustiges Lachen und einfach ihre Lebensfreude zum Spaß machte.
Am Mittwoch dann, an unserem letzten Tag im Outback, wollten wir dann noch etwas von Alice Springs sehen und sind zusammen mit Julia, Caro und Bryan zu den Flying Doctors gegangen, wo man über diese einen kurzen Vortrag angehört und ein Museum dazu angesehen hat. Das ist echt interessant zu sehen, wie so ein einzigartiges System der Krankenversorgung funktioniert und wie es sich mit der Zeit entwickelt hat.
Danach hieß es dann wieder, das Essen für die wiedermal lange Busfahrt vorzubereiten, Sachen zu packen und schließlich dann los, wiedermal über 20 Stunden Bus fahren

South Australia – The festival State

So heißt es auf den Nummernschildern auf den Autos aus South Australia… Allerdings konnten wir davon nicht soo viel mitkriegen, weil wir nur ca. zweieinhalb Tage in dem Bundesstaat verbrachten – und zwar in Adelaide, eine kleine, nicht allzu spektakuläre Stadt, aber dennoch ganz schön.
Die kurze Zeit dort wollten wir natürlich so gut wie möglich nutzen und haben dann alles Mögliche tagsüber gemacht, wie Aboriginal Art Gallery, South Australia Museum und noch ein Kunstmuseum der Geschichte, was alles echt interessant und total gut aufgebaut war. Da hat man dann auch endlich mal mehr über die Kultur der Aborigines erfahren :)
Am ersten Abend hatten wir dann in unserem Hostel, was total gemütlich und auch etwas familiärer war, free Barbecue, was wir natürlich genutzt haben ;) Dort gab‘s jede Menge Fleisch, Wurst, Salate und Donuts zum Nachtisch, wovon wir natürlich viel zu viel gegessen haben ;)
Am zweiten Abend waren wir dann endlich mal wieder feiern, denn in einem Irish Pub war Ladiesnight! Das hieß, wir hatten freien Eintritt und 3 Freigetränke, sowie den ganzen Abend Getränke für unglaublich wenig Geld :) Der Pub war dann auch nicht so wie die Kneipen bei uns, wo man nur sitzt und trinkt und quatscht, sondern richtig mit Tanzfläche und DJ und alles, das war echt cool =) Wir drei waren mit Jenny, einer Französin aus unserem Zimmer, unterwegs und hatten jede Menge Spaß…nur als wir nachts nachhause kamen, hatten wir ein kleines Problem, weil wir nämlich vor der falschen Tür standen und so natürlich mit unserem Code, den wir bekommen hatten, nicht reinkamen und dann total panisch immer wieder diesen blöden Code eingaben und uns nachher echt schon darauf eingestellt haben, den Rest der Nacht im Hinterhof unsers Hostels zu verbringen :D Zum Glück haben wir dann aber doch noch gemerkt, dass das einfach die falsche Tür ist und die Richtige dann noch gefunden ;)
Am letzten halben Tag waren wir dann nur noch müde mit Jenny in einem Outletshoppingcenter und haben ein bisschen gebummelt, bevor wir für unsere 20-stündige Busfahrt gekocht haben und diese dann auch am späten Nachmittag-frühen Abend antraten, wobei wir auf dem Weg zu unserem Greyhoundbus wieder sämtliche Passanten unterhalten haben, besonders als wir ein Stück mit dem kostenlosen Stadtbus gefahren sind, in dessen Tür ich sowohl beim Einsteigen als auch beim Aussteigen steckenblieb und dafür belustigtes Lachen der Mitfahrenden erntete…

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Grampians

Also, als wir dann Samstag mit der Great Ocean Road fertig waren, wollten wir eigentlich nach Stawell (ein kleines Städtchen ein Stück im Landesinneren), da dort heute Abend um fünf vor zwölf unser Greyhound-Bus nach Adelaide abfährt. Aber dann hat uns eine Frau in der Information empfohlen, die zwei Tage bis dahin noch in Halls Gap, in den Grampians zu verbringen. Und ich bin wirklich froh, dass wir das gemacht haben. Die erste Nacht sind Anna und Annika dann auch noch bei uns geblieben, weil sie dann gestern los wollten, um sich um einen Job zu kümmern. Also konnten wir einfach in einer der Camping Areas im Nationalpark zelten. Das war so unglaublich schön dort, alles um einen herum war einfach nur grün, mit vielen Bäumen und Bergen, ein Fluss war auch dort wieder =)
Eigentlich dachten wir, dass wir die Nacht über im Hostel sein würden, weshalb wir Fischstäbchen gekauft hatten (40Stück für 3 Personen :D ) und jetzt hatten wir nur eine Feuerstelle…hm, dann hat uns eine unglaublich liebes Ehepaar von der Ostküste geholfen, wir konnten bei ihnen unsere Stäbchen und unser Gemüse machen und uns zu ihnen setzten. Ich habe selten so freundliche Menschen getroffen, wir haben uns über alles mögliche unterhalten und sie haben uns mit einfach allem versorgt: Tee, Bier, Ginger Wine, das war wirklich toll! Dann waren auf dem Platz noch zwei vollkommen bekloppte 30-Jährige, vom Gefühl eher maximal 20. Sie waren zwar wirklich verrückt, aber auch echt nett und lustig. Sie haben uns dann Nüsse gegeben und dann konnten wir so verdammt schöne Vögel auf die Hand nehmen. Eigentlich mag ich Vögel gar nicht so gerne, aber die waren echt beeindruckend: leuchtend rot mit blau und grün und sie waren so zahm, sie haben einfach aus unserer Hand gefressen! Es war so ein cooles Gefühl irgendwie :)
Außerdem lebten dort, wo wir geschlafen haben, auch total viele Känguruhs, wenn man mal eben zur Toilette wollte, graste auf einmal vllt so 7m neben einem ein großes Känguruh, sieht vielleicht einmal rüber, stört sich aber überhaupt nicht an dir! Echt irre :)
Den Abend haben wir 5 dann noch mit dem Ehepaar verbracht und dann haben sie Franzi, Kathi und mir angeboten, am nächsten Tag eine Tour mit uns zu machen, soo lieb :) wir haben natürlich ja gesagt und waren total dankbar. Am nächsten Tag, nachdem wir uns von Anna und Annika verabschieden mussten und nach einem Frühstück im Grünen und mit Kaffee! Ging es dann los. Wir sind dann mit ihrem Geländewagen zu einigen Punkten gefahren, von wo man Spaziergänge zu berühmten Punkten in den Grampians machen konnte. Wir waren dann erst bei einem kleinen Wasserfall, der echt schön war und das faszinierende war, dass er einfach im Boden endete! Es gab keinen See, oder Fluss oder Ähnliches, worin er mündete, das Wasser floss einfach in den Boden! Sowas habe ich noch nie vorher gesehen.
Dann haben wir noch einige Klippen gesehen, wo man einfach so schöne Ausblicke über die Berge und die Täler hatte! Das Beeindruckende hier ist echt, dass einfach überall Bäume und unberührte Natur ist – kein Weg, kein Haus, kein Mensch – einfach schön!
Das Highlight war dann McKenzie-Falls, ein riesiger Wassefall. Erst haben wir ihn von einer Plattform von oben und ein kleines Stück entfernt gesehen und nachher sind wir dann noch direkt hingegangen und auch noch bis ganz nach unten, sodass wir direkt vor ihm standen und sogar Wasser von ihm abbekamen. Direkt daneben führt nämlich eine Treppe bis ganz nach unten! Es war so wunderschön, es war wieder so ein Moment, in dem man alles um sich herum vergisst :)
Danach hatten wir auch schon so einige Kilometer und vor allem haufenweise Treppen und Steigungen hinter uns, dann haben uns die beiden zu unserem Hostel gefahren. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie nett die Leute hier sind, ich mein das Ehepaar hat sich so lieb um uns gekümmert, hat uns Tee und alles gegeben und uns einfach einen so schönen Tag geschenkt, ohne Auto hätten wir das alles nämlich nicht sehen können.
Das Hostel hier in Halls Gap ist richtig gemütlich, hier kann man sich nur sauwohl fühlen. Wir haben dann gestern den Rest des Tages in einer Art Wintergarten, wo ein großer Fernseher ist verbracht, und haben mit zwei Engländern zusammen die fabelhafte Welt der Amelie gesehen – das war echt gemütlich, weil es draußen total kalt war und es tierisch geregnet hat und dann saß man drinnen im Warmen, hat einen schönen Film gesehen und hat das Prasseln des Regens gehört :)
Alles, in allem waren die letzen Tage einfach nur perfekt! Wir haben so unglaublich viel erlebt, das ist echt irre. Man sieht so viel, dass man gar nicht genug Zeit hat, das alles zu verarbeiten, weil dann immer schon wieder Neues passiert ist!

So, nun seid ihr sicherlich erstmal wieder erschlagen von dem ganzen Text, ich kann mich aber einfach nicht kürzer halten, das ist schon so kurz wie es geht ;)

Die nächste Zeit sieht nun so aus: heute um halb fünf fahren wir mit einem Schulbus von Halls Gap zurück nach Stawell, verbringen dort den Rest des Tages in einem Pub, fahren dann um 5 vor Zwölf mit dem Greyhound-Bus nach Adelaide, wo wir dann um 6 oder 7 ankommen. In Adelaide bleiben wir dann bis Freitag, denn dann fahren wir abends 20 Stunden lang nach Alice Springs mitten in die Wüste. Für Sonntag haben wir dann ein 3-Tages-Trip zum Uluru, zum Kings Canyon und einigen anderen Sehenswürdigkeiten in der Wüste gebucht. Danach wollen wir dann von Alice Springs weiter nach Darwin fahren und dort einige Zeit verbringen :) Also auch die nächste Zeit wird voller toller Erlebnisse, worauf ich mich wahnsinnig freue :)

Alles, alles Liebe aus den Bergen :-*

Achja, tut mir echt leid, dass ich euch gerade nicht per Mail antworten kann, irgendwie kann ich per Outlook nur noch Mails empfangen, aber das Abschicken funktioniert leider nicht =( ich werde es aber immer weiter versuchen…

Bis bald :-*

Die Great Ocean Road

So, nun kommt wieder ein Schwall an Neuigkeiten:Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll…also Freitag gegen Mittag ging es endlich los zur Great Ocean Road. Anna und Annika, zwei Freundinnen aus der Nähe von Stuttgart, haben uns mit ihrem Pkw abgeholt, wo wir erstmal unser ganzes Gepäck reinquetschen mussten, was gar nicht so leicht war, wie es nunmal ist, wenn 5 Mädels mit einem Auto reisen…kuschelig ging’s dann los, erstmal Hauptsache raus aus der Stadt, was wegen der zum Teil irreführenden Verkehrsführung und des Berufsverkehrs auch gar nicht soo einfach war…
Aber als wir endlich auf der Great Ocean Road waren und die Küste sehen konnten, waren wir nur überglücklich. Wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter, weil es ein echt sonniger Tag war, wodurch die Küste noch viel schöner aussah. Das sind echt wahnsinnig tolle Kliffe, türkises Meer und das einfach endlos!
Am ersten Tag sind wir dann bis nach Lorne gefahren, wo wir dann kurz eingekauft haben und dann auf einem richtig schönen Campingplatz direkt zwischen Bergen, an einem kleinen Fluss und nur ca. 100m oder so vom Meer entfernt unser Zelt aufgeschlagen haben. Dort sind wir dann auch erst noch kurz zum Strand gegangen und haben einfach nur diesen unglaublich tollen Ausblick genossen. Da kann man sich echt so in Gedanken verlieren, man vergisst einfach alles um sich herum…
Als es langsam gegen Abend wurde, wollten wir noch schnell kochen – es sollte mal wieder Spaghetti geben, das einfachste eben – dachten wir jedenfalls. Allerdings haben wir nicht bedacht, dass wir für 5 Personen ja ein Kilogramm Nudeln brauchen und dafür eben entsprechend große Töpfe, allerdings hatten wir nur zwei kleine davon und auch nur einen Gaskocher… „Ok, wir leihen uns einfach von denen da drüben einen großen Topf“ – leider hatten auch sie nur zwei kleine Töpfe. Da standen wir nun mit Massen an Nudeln und vier kleinen Töpfen und nur einen Gaskocher. Neuer Plan: Wir kochen in Etappen, und weichen dafür schonmal alle Spaghetti, die dazu noch zerkleinert wurden, in warmes Wasser ein. Der erste Durchgang verlief auch ganz gut und wir konnten die erste Portion essen. Die zweite Etappe begann auch noch gut, nur leider war irgendwann die Gaskatusche leer – Mist! „Ah, wir haben noch eine zweite bekommen, wir tauschen die einfach“ einfach war auch das nicht – erst ging der Gaskocher damit gar nicht an und dann fing auf einmal das ganze Ding Feuer! Wir waren natürlich total panisch, haben dann versucht den Kocher auszumachen, damit nicht noch mehr Gas austritt – keine Reaktion! dann hat Anna ganz viel Wasser drüber gekippt, um es zu löschen – keine Reaktion! Okay, was nun? Dann haben Anna und Franzi es irgendwie geschafft, mit Messer und Gabel die Katusche aus dem Kocher rauszubekommen, sodass es endlich nicht mehr brannte! Ich muss ehrlich sagen, dass ich in dem Moment echt Angst hatte, mit Gas und Feuer ist echt nicht zu spaßen! Naja, als der Schock verdaut war hatten wir immer noch Hunger – aber wie machen wir das jetzt? Auch der Versuch, die Nudeln auf einem der Barbecue-Plätze zu kochen scheiterte, sodass wir die Nudeln schließlich roh, nur etwas vom Wasser aufgeweicht mit kalter Sauce aßen. Das war echt verdammt pervers, aber irgendwie auch lustig…ich fand’s jedenfalls nicht mal soo ekelhaft, aber Annika war am besten „Wenn mir das jemand mit verbunden Augen geben würde, würde ich nie im Leben drauf kommen, dass das Spaghetti sind!“ – und damit hatte sie echt Recht :D
Nagut, danach sind wir erstmal schlafen gegangen, bzw. haben versucht zu schlafen, was aber auf unseren super-10Dollar-Isomatten und vor allem wegen der Kälte gar nicht so einfach war ;)

Auch wenn der erste Great-Ocean-Road-Tag schon echt richtig schön war, war der zweite noch um einiges besser. Die Sonne schien ebenso schön wie am Vortag und so hatten wir wieder beste Voraussetzungen. Unser erster Halt war dann, um zu einem Wasserfall zu gehen, der auch wirklich schön war :)
Der nächste Halt war dann etwas unfreiwillig… die Polizei zwang uns nämlich dazu. Wir waren leider etwas zu schnell unterwegs und natürlich hatten wir Pech und die Polizei hat uns gelasert. Hm, in Deutschland hätte man für 10km/h echt kaum eine Strafe bekommen und hier wird man groß verfolgt und dann soll man Unsummen dafür zahlen (146A$, die sind doch bekloppt!) naja, wenn man da irgendwie einen Brief hinschreibt, und beteuert, dass die Anzeige defekt ist und sie wirklich nur 70km/h auf der Anzeige gesehen hat, dann kann sie vielleicht auch nur mit einer „Warning“ davonkommen, hoffen wir’s…naja, insgesamt war es aber doch recht lustig für uns, jedenfalls haben wir ziemlich gelacht, als wir auf einmal die Polizei wild blinkend hinter uns hatten ;)
Danach hielten wir dann bei einem Rainforrest, in dem wir ein bisschen spazieren gingen. Das war wirklich schön dort, einfach unberührte Natur, viele, viele Bäume, die einfach wild durcheinander wachsen und davon waren einige so wahnsinnig groß, echt gigantisch! Viele davon waren dann auch so halb offen, sodass man in sie hineingehen konnte!
Später waren wir dann auch noch bei einem Leuchtturm, der größte und schönste an der Great Ocean Road, wir konnten sogar hineingehen und dann hoch – das war auch verdammt schön! Zwar war es unglaublich windig dort oben, man musste seinen Schal und alles echt festhalten, damit es nicht wegflog, aber der Ausblick war dafür umso schöner! Die Küste dort ist einfach so unglaublich beeindruckend :)
Nächster Stop war dann einfach am Straßenrand..denn dort saßen in den Bäumen so viele Koalas :) wir drei hatten zwar vorher schon welche gesehen, aber Anna und Annika noch nicht und diese saßen auch viel tiefer in den Bäumen als die Vorherigen. Außerdem war einer davon gerade in seiner aktiven Phase (90% des Tages schlafen sie, den Rest fressen sie), sodass wir einen wirklich gut beobachten konnten, es hat ihn überhaupt nicht gestört, dass da 10 Menschen um ihn herum standen. Und gerade als wir gehen wollten, konnten wir noch einen Koala sehen, der gerade einen Baum wechselte! Wir standen genau daneben, als er über den Boden hoppelte, das war echt verdammt cool :)
Und dann kam das Highlight des Tages und der gesamten Great Ocean Road: die 12 Apostel! Die sind einfach nur unglaublich schön, man kann gar nicht die richtigen Worte finden, man steht einfach nur da und kann sie stundenlang ansehen! Einfach unglaublich :)

Danach sind wir dann nur noch zu unserem Campingplatz in Port Campbell gefahren. Der war auch echt schön, da er auch direkt am Wasser lag, wo wir dann abends noch einen langen Spaziergang gemacht haben. Und diesmal ist unser Essen auch wieder geglückt ;)
Nur die Nacht war leider noch kälter als die vorherige, man hatte das Gefühl, dass man gar nicht geschlafen hatte, vor allem habe ich es geschafft, mich ordentlich zu erkälten =/ naja, gibt Schlimmeres und geht auch wieder vorbei ;)

Am Sonntagmorgen haben wir dann den Rest der Great Ocean Road gemacht. Es fehlte nämlich noch die London Bridge. Auch hiervon waren wir wieder hin und weg!
Insgesamt war die Great Ocean Road einfach nur wahnsinnig, wahnsinnig schön! Mit Unmengen an Fotos und noch mehr festen Bildern in Kopf, sowie einer Menge Spaß ging die Tour dann weiter in die Berge: die Grampians!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Hey ihr Lieben :)

soo, nun gibt es auch endlich mal die ersten Bilder, allerdings komme ich noch nicht so ganz mit dem Progamm klar, sodass irgendwie alle Bilder doppelt und durcheinander sind...ich kümmer mich demnächst nochmal drum und werde auch viele davon dann benennen ;)

Ansonsten genieße ich gerade die letzte Zeit in Melbourne, denn wir haben aus Zufall eine Mitfahrgelegenheit für die Great Ocean Road bekommen !! Einfach genial :) das hat sich ganz spontan ergeben, weil Franzi mit ihrem Freund telefoniert hat und da meinte, dass wir noch jemanden suchen, der uns drei mitnehmen kann und das haben irgendwie zwei andere Mädels mitbekommen, die uns dann angeboten haben, uns mitzunehmen! Echt perfekt, bisher hatten wir so ein Glück :)
Und morgen geht's auch schon los!! Deshalb hatten wir heute auch noch einiges zu erledigen...
Gestern waren wir dann mal ein bisschen einkaufen in Melbourne, schließlich ist es ja Modemetropole ;) Mit guten Vorsätzen, nichts zu kaufen, ging es dann los, aber wie das immer mit Vorsätzen ist, wurden sie natürlich nicht eingehalten ;) Aber bei diesem riesigen Angebot an soo schönen Sachen ist es auch unmöglich ganz leer nach Haus zu gehen ;)
Abends waren wir dann endlich auf dem Rialto Tower...unglaublihc schön!! echt der hammer, aber das könnt ihr ja auch auf einigen Bildern sehen :)

so, ich muss nun los, wir wollen kochen...es gibt mal wieder Spaghetti :D

Alles Liebe und bis bald :-*

Dienstag, 6. Oktober 2009

Grenzen überwinden

so, bei uns ist es mittlerweile sieben uhr morgens und seit halb fünf sind wir schon auf den beinen, damit wir den ersten bus von strathmerton nach shepparton und von dort dann den zug nach melbourne nehmen konnten... ich versuche jetzt mal die letzten fünf (eigentlich sollten es ja nur vier sein, aber weil es samstag den ganzen tag total regnete, sodass wir nur morgens zwei stunden arbeiten konnten, mussten wir noch einen tag länger arbeiten) tage in worte zu fassen, was gar nicht so richtig möglich ist, weil wir einfach so viel neues erlebt haben...

also grenzen überwinden, das war echt in jeder hinsicht das motto der letzen tage

schmerzen und kraft: die arbeit war einfach nur unglaublich hart. als wir den job annahmen, wussten wir ja gar nicht, was wir überhaupt machen sollen, schließlich stellte sich dann raus, dass wir gelbe zucchinis pflanzen sollen, das wurde in vier arbeitsschritte unterteilt. die einen mussten die alten vertrockneten pflanzen rausreißen und mit einem digger löcher graben, andere mussten neue pflänzlinge verteilen und einige mussten diese dann einpflanzen und schließlich mussten alle kleine körnchen gegen die schnecken verteilen, dabei wurde man dann immer hinundherkommandiert, welchen dieser arbeitsschritte man gerade machen soll... und auch, wenn das jetzt vielleicht nicht besonders hart klingt, kann ich euch sagen, dass es wirklich extrem anstrengend ist und vor allem für die gelenke und knochen so schädlich ist, besonders der rücken und die knie haben so gelitten in den tagen, vor allem musste ich meistens alte pflanzen raus und neue löcher machen, was besonders auf den rücken ging, da man das immer aus dem stand in gebückter haltung machen musste (und wehe, man kniete sich mal hin, dann kam direkt der laute schrei von don, der furie, die uns leitete)
schon nach dem ersten tag konnten wir kaum noch aufrecht laufen, weil einfach alles weh tat und am morgen des zweiten tages merkte man noch mehr die folgen der arbeit: muskelkater! und das extrem, ich hatte noch nie in meinem leben solchen muskelkater, die oberschenkel waren sowas von steinhart, jeder schritt war eine überwindung und, wenn man etwas aufheben wollte, musste man sich festhalten, um nicht umzukippen...
außerdem hatte ich schon nach dem zweiten tag meine erste blase von dem digger und am ende hatte ich vier schmerzende davon und nun kann ich eigentlich kaum noch was in meine recht hand nehmen, weil das direkt in die wunden kommt... aber auch die finger sind ziemlich hin, weil wir zwar handschuhe hatten, aber damit wir angeblich mehr gefühl beim pflanzen haben, wurden die kuppen von daumen und zeigefinger abgeschnitten, was mich eher behinderte als verbesserte, aber naja, was aber wirklich blöd daran war, ist, dass beim rausreißen der alten pflanzen oft auch stachelige dabei waren und so griff man immer mit aller kraft in diese blöden stachel...
ansonsten habe ich mitten auf den oberschenkeln schürfwunden, weil man sich dort beim löcher graben mit dem ellenbogen etwas abstützen konnte, um nicht umzukippen, was aber nach hunderten von löchern wegen der reibung mit der hose offen wurde... die knie sind ebenso wund, also einmal das gelenk und auch die haut vom knien beim pflanzen... ja, ich glaube das waren alle schäden am körper ;)
aber nicht nur die schmerzen musste man aushalten, sondern auch einfach die kraft haben, stundenlang diese arbeit zu machen, und das egal ob es kalt, nass oder heiß war. der arbeitstag wurde immer in drei bis vier schichen unterteilt, die jeweils eineinhalb bis zwei stunden lang waren, und dazwischen hatte man 20-45 minuten pause. und nach der ersten schicht hätte man gut feierabend haben können, weil man schon dann wie ein 100-jähriger ging und kaum noch kraft hatte, die arbeit zu machen...am ende des tages kroch man auch nur noch durch den matsch, weil aufstehen, weitergehen und wiederhinknien einfach zu viel kraft kostete. außerdem wurde einem jedesmal schwarz vor augen, wenn man aufstand, darum meidete man das am liebsten...

ekel... vor sich selbst und vor der behausung
wenn man von der arbeit kam, hat man sich so sehr auf eine heiße dusche gefreut, das kann man sich gar nicht vorstellen, wir waren komplett durchgeschwitzt und einfach überall dreckig, am schlimmsten waren die fingernägel, die hat man kaum mehr sauber bekommen. was aber noch dazu kam, war, dass wir noch nicht waschen konnten und so immer wieder mit den gleichen pullis rumliefen und auch schliefen, weil es einfach zu kalt war...deshalb freuen wir uns so sehr, gleich zu waschen, wenn wir zurück im hosteln in melbourne sind.
was aber noch viel schlimmer war, war der zustand des hauses, in dem wir mit einigen anderen (5 taiwanesen/innen und eine japanerin, mit denen wir auch zusammen arbeiteten) wohnten: unser zimmer, in dem wir zu dritt schliefen, war einfach eingerichtet und schon recht dreckig, was aber nicht gegen die küche und das bad war, alles war sowas von versifft und dreckig, man mochte kaum zähneputzen oder sich was zu essen machen oder so... das war schon echt unschön.

angst vor den tieren:
ich habe noch nie in meinem leben so gigantische spinnen gesehen und dann noch so viele, das war so grauenhaft. dann hockte man sowieso total fertig vor seinem loch, wollte nur noch feierabend haben und dann kommt einem eine riesige spinne entgegen. erste reaktion war schreien, zweite zurückzucken und dritte den digger rausholen, um sie zu töten! ich weiß nicht, wie viele ich von diesen monstern in den letzen fünf tagen getötet habe, bestimmt an die 100, und dabei konnte man noch nicht mal alle spinnen töten, die man sah...also ihr könnte euch vorstellen, wie viel davon auf dem feld herumkrabbelten und wenn man bedenkt, dass ich nicht mal durch eine tür hindurchgehen kann, wenn ich weiß, dass irgendwo über die auch nur eine kleine spinne sitzt, ist es bemerkenswert, dass ich stundenlang zwischen ihnen saß!
Am schlimmsten war aber, dass die spinnen nicht nur ekelhaft waren, sondern zum teil auch gifitig. denn don sagte, dass in diesem raum eine giftige spinne lebt: die red-back-spider (oder so ähnlich, auf jeden fall relativ klein, kugeliger körper und ein leuchtend oranger fleck auf dem rücken). und wer von unserer 8-köpfigen helfergruppe trifft auf sie? ich! und das gleich zwei mal, ich war einfach nur starr vor angst, ich konnte sie noch nicht einmal töten, so perplex war ich, das war einfach nur grausam... was aber genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer war, war, als ich samstag auf einmal einen skorpion vor meinen knien krabbeln sah! am abend zuvor rätselten franzi und ich noch, ob es hier wohl auch skorpione geben würde und tja, ein tag später hatte ich die antwort! natürlich fing ich wieder an zu schreien und dann musste thai (einer der taiwanesen) ihn für mich töten, ich stand einfach nur da und zeigte hin, konnte aber irgendwie nichts machen, so geschockt war ich!
was die angst und den ekel vor diesen schrecklichen tieren noch beweist, ist, dass jedes mal, wenn ich abends die augen geschlossen habe, egal ob unter der dusche oder im bett, ich spinnen, käfer oder sonstige abartige insekten aus löchern krabbeln sah. ich konnte auch an strand, koalas oder irgendwas anderes schönes denken, überall tauchten spinnen auf! das war echt schrecklich!

also ihr könnt euch nun einigermaßen vorstellen, was wir die letzen tage durchlebt haben und ich kann sagen, dass ich schon ein wenig stolz auf uns drei bin, dass wir das durchgezogen haben und in jeder hinsicht über unsere schatten springen konnten...schließlich denke ich, dass solche erfahrungen im leben auch echt wichtig sind und man sowas mal durchlebt haben sollte, so bin ich echt froh, dass wir diesen job gemacht haben.

always look on the bright side of life

aber nicht dass ihr denkt, die letzen tage waren nur schrecklich...schließlich hatten wir drei auch recht viel spaß und haben auch richtig schönes erlebt. dabei hatten wir ziemlich glück, weil sich john, der sohn von julie und jim, denen die farm gehört (heißt cactus country, haben den größten cactus garden von victoria, wofür sie auch echt berühmt sind, und pflanzen zucchini, tomaten, chili und drachenfrucht an, also eine gigantische farm!) total lieb um uns gekümmert hat und uns viel gezeigt hat
donnerstag waren wir nämlich mit ihm das erste mal in einem in einem australischen pub in der nähe von strathmerton. dort gabs dann auch endlich unser erstes australisches bier, carlton - echt lecker :). der abend war so mega-lustig, da dort auch viele andere europäer waren, die in der nähe auf farmen arbeiteten. also hat man mit franzosen, dänen, auch einer deutschen, schweitzern und auch australiern geredet. zum teil wars extrem interessant und zum teil verdammt lustig - wir haben so viel gelacht, das war echt cool :) und die atmosphäre im pub war insgesamt total schön, es gab noch einen billardtisch, eine alte jukebox und so ein anderes spieleding...außerdem hat der wirt ein paar pommes, chicken mc nuggets und frühlingsrollen für alle gemacht, sowas würde niemand in deutschland machen, weil da alle viel mehr auf geld aus sind...da merkt man zum teil echt schon unterschiede

samstag hatten wir ja den halben tag und den abend frei, da haben wir dann einfach mal ein wenig entspannt, haben bei john billiard und wii gespielt und einfach ewigkeiten mit unseren wolldecken und wärmflasche auf dem sofa gesessen und filme gesehen, die ruhe hat man auch echt mal gebraucht.

aber das highlight der woche war sonntag! nach der arbeit, als wir wieder frisch und genährt waren, sind wir zum mary river, nicht weit von strahmerton gefahren, da dort koalas und känguruhs leben. das war so unglaublich schön :) dort war dann auch ein riesiger, wunderschöner wald, wo wir auch echt einige koalas gesehen haben - ich liebe diese tiere sie sind so unglaublich süß, einer hatte sogar ein baby :) und auch känguruhs konnten wir sehen! da war eine horde einfach auf einer wiese am fressen und zwei auch am kämpfen, das war einfach nur cool :) die ähneln aber irgendwie total rehen, also so vom kopf her und auch vom verhalten, als wir dort mit dem auto ankamen, standen sie alle ganz starr da und sahen uns ganz erwartungsvoll an, jederzeit bereit, wegzulaufen, bzw -springen - haargenau wie rehe!
dann sind wir auch noch weiter zum fluss und wir hatten so glück mit dem wetter, weil an dem tag die sonne so schön schien, das war einfach nur unglaublich :) da hat man das erste mal wirklich gemerkt, dass man in australien ist, wir drei konnten uns gar nicht mehr richtig einkriegen, so schön war das :)

und auch gestern haben wir noch etwas vom autralischen alltag miterlebt, denn john hat uns abends zu einem basketballspiel von ihm mitgenommen, es war zwar an sich nicht so megaspannend, aber es war einfach cool, mal irgendwie weniger als tourist und mehr als hierlebende unterwegs zu sein und einfach den wirklichen alltag von australiern mitzubekommen =)

also wie ihr merkt, waren die letzen tage wirklich ereignisreich - sowohl in positiver, als auch in negativer hinsicht, aber letztendlich war es eine verdammt gute und auch wichtige erfahrung :)

heaps of love :-*