Mittwoch, 14. April 2010

Fotos, Fotos, Fotos

aalso, ich hatte ja beim letzten Artikel schon gesagt, dass alle aktuellen Bilder online seien, doch leider hat die Technik mal wieder versagt und den Grossteil gar nicht und den Rest doppelt und dreifach hochgeladen =\
nuun hat es aber endlich geklappt und so sind nun Bilder aus Wanaka, Queenstown, Christchurch, Kaikoura und ganz besonders vom Raften online :)

Sonntag, 11. April 2010

5 Tage – 5 Orte – Unzählige Erlebnisse

Auch in den vergangenen Tagen saßen wir natürlich nicht nur rum. Nach 5 Tagen in Queenstown sind wir am Dienstagmorgen mit dem Kiwibus nach Geraldine, einer kleinen Stadt, gefahren, von wo wir von Mitarbeitern von RangitataRafts, mit denen wir am nächsten Tag dann Raften waren, abgeholt und zu deren Berghäuschen, wo wir für zwei Tage gelebt haben, gefahren wurden.
Das Haus war einfach nur ein Traum, gemütliche Zimmer (Franzi und ich hatten eins für uns allein!) mit Doppelbetten, großer Wohn-&Küchenbereich, gutes Bad – und vor allem: sauber! Nach dem absolut grauenvollen Hostel in Queenstown war es einfach nur göttlich :) Und so haben wir den Rest des Nachmittages und Abend damit verbracht, gemütlich in unserem Bett zu liegen, und Filme zu schauen =) Gesehen haben wir dann Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) und Sense and Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit, beides von Jane Austen) – und das vollkommen ungestört ohne rücksichtlose und nervende Zimmermitbewohner :)
Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit: das Rafting ging los :) Nach Frühstück und frühem Lunch wurde (mittlerweile kamen noch 10 andere Leute) uns die notwendige Kleidung vorgestellt, die wir dann auch direkt danach anziehen mussten. Angekommen am Fluss (Rangitata River) wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Franzi und ich waren mit 5 Freunden, ursprünglich aus England, die aber 6 Monate lang in Christchurch studieren und in einer Rugbymannschaft spielen, zusammen in einem Boot bei Raana, unserem Leiter. Mit denen haben wir uns auch auf Anhieb total gut verstanden, sodass es eine echt lustige Runde war :)
Beim ersten Stück der Tour, wo der Fluss noch sehr ruhig und eben war, wurde uns alles Wichtige erklärt, wie die Befehle (Forward, Backward, Hold on, Get down, Jump left/right), die zwar an sich recht simpel sind, aber wenns schnell gehen muss, durchaus verwechselt werden können ;) sowie was passiert, wenn eine Person rausfällt oder sogar das ganze Boot kentert. Das wurde dann auch gleichmal geübt, und zack mussten wir ins Wasser springen – das so circa.11/12 Grad hatte, sodass man erstmal Schwierigkeiten hatte, überhaupt zu atmen, bevor man sich Gedanken machen konnte, wie man nun wieder ins Boot kommt.
Naja, nachdem wir dann alle alles Wichtige konnten fing nun der Beste Teil der Tour los: Die Rapids (Stromschnellen). Also generell gibt es Stromschnellen der Stärke 1-6, davon dürfen aber kommerziell nur solche bis maximal 5 befahren werden. Wir hatten das Glück, dass bei dieser Tour sogar gleich zwei Rapids der Stärke 5 dabei waren :) Naja so paddelten wir circa. 2 Stunden von einer Stromschnelle in die andere, mit kleinen Pausen, dass die beiden bzw. drei (eins war noch dabei, um weitere Leute für Leiter auszubilden und auch Fotos zu machen) Boote zusammenblieben und eben auch Fotos gemacht werden konnten. Es hat auf jeden Fall wahnsinnig viel Spaß gemacht :) Und wir hatten noch das Glück, dass kein einziger aus unseren beiden Booten rausgefallen ist, auch wenn man ab und zu kurz davor war und nur noch kreuz und quer durchs Boot gewirbelt ist ;)
Recht zum Ende hin durften wir auch einmal von einem Felsen in eine kleine Stromschnelle reinspringen und uns ein ganzen Stück nur treiben lassen, und auch wenn es einfach nur höllisch kalt war, sodass man echt nur schwer atmen konnte, hat es echt Spaß gemacht :)
Zum Abschluss durften wir auch noch von höheren Felsen springen, erstmal aus 5m Höhe und danach noch von 10m Höhe – kalt, aber spaßig :)
Insgesamt kann man echt nur sagen, dass es jede Menge Spaaaß gebracht hat, was man auch an den vielen Bildern sieht :)
Nach dem Raften und einer heißen Dusche, um sich wieder aufzuwärmen, haben wir alle zusammen noch Barbecue gegessen (Fleeisch!! ;) ) und dann wurden wir noch zwei Stunden lang nach Christchurch gefahren.
Doch der ohnehin schon perfekte Tag wurde noch perfekter, da wir uns abends noch mit Miikka verabredet haben. Also zur Erinnerung: Miikka war ganz am Anfang mit in unserer Truppe, die zusammen von Frankfurt nach Melbourne geflogen ist und da noch die ersten Tage miteinander verbracht hat. Und zwischendurch in Darwin hatten wir uns auch schonmal wiedergetroffen :) Naja, auf jeden Fall waren wir dann abends noch zusammen ein „Bierchen“ trinken (Franzi und ich bestellen meistens ein Jug zusammen, was normalerweise so ca.900ml-1l ist, doch diesmal war der so gigantisch, das waren ca. 2 Liter! ) Auf jeden Fall war der Abend echt schön, über alles Mögliche gequatscht, was er und wir so erlebt haben und alles =)
Am nächsten Tag sind dann erst Franzi und ich allein durch Christchurch getingelt, haben uns alles Mögliche angesehen (Kathedrale, Gärten, Art Gallerie & Art Center, Markt…), bevor wir uns nochmal mit Miikka getroffen haben und dann zusammen zum Strand& Pier gefahren sind :) Abends haben wir dann sogar noch die ISS am Himmel gesehen, was wir uns allerdings etwas spektakulärer vorgestellt haben (man könnte auch denken, es sei nur ein Flugzeug) ;)
Nach zwei Nächten mussten wir Christchurch allerdings schon wieder verlassen, und zwar Richtung Kaikoura, einer kleinen, aber dafür umso schöneren Stadt =) Hier gab es nicht nur schöne schneebedeckte Berge direkt neben dem Meer, sondern auch jede Menge Wale, Robben und Delphine :) Dazu kam dann noch, dass eine richtig gute Band aus Hamburg an einem kleinen Platz gespielt hat, wo dann auch richtig viel los war. Der Sonnenschein hat das Ganze dann noch perfektioniert :)

Naja und gestern war dann auch schon Franzis und mein letzer gemeinsamer Tag, an dem wir eigentlich nur gereist sind, und zwar erst mit dem Bus von Kaikoura nach Picton und von dort aus dann mit der Fähre drei Stunden lang über den Cook-Strait zurück zur Nordinsel nach Wellington, wo wir dann auch erst am späten Nachmittag ankamen. Dort sind wir dann auch nur noch zum Abschied was essen gegangen und dann auch recht früh schlafen gegangen, weil Franzi sind `ne Erkältung zugezogen hat =/
Ja und so war dann nach sechseinhalb Monaten unsere letze Nacht und schließlich unser letzter Morgen mit unserem letzten gemeinsamen Frühstück vorüber und es hieß Abschied nehmen :(
Ihr könnt euch wohl vorstellen, wie schwer es uns fiel und wie die Laune für den Rest des heutigen Tages aussah…
Naja, nach einem traurigen Tag voller einsamer Erledigungen verabschiede ich mich nun in mein Bett. Adieu, meine Lieben, macht’s gut! :-*

Achja, und nicht vergessen: Bilder anschauen! Alben sind nun wieder aktualisiert =)

Montag, 5. April 2010

Even my shit was scared!!

Wie der Titel schon andeutet, waren Franzi und ich mal wieder unterwegs für was Beklopptes. Und zwar ist „even my shit was scared“ das Motto vom Canyon Swing hier in Queenstown.
Canyon Swing heißt, dass man von einer Plattform aus 108m Höhe in den Canyon springt, gut 60m tief im Freifall fällt und dann mit 150km/h 200m horizontal durch den ganzen Canyon schwingt! Drei Worte dazu reichen wohl eigentlich: Adrenalin!! Spaß!! Geieeeel!!
Dabei konnte man sich noch verschiedene Arten fürs Springen aussuchen, die verschieden angsteinflößend waren. Man konnte einfach vorwärts eigenständig springen, rückwärts springen, oder sich schon über den Abgrund hängen lassen und dann von den Leuten dort fallen lassen, man konnte sich mit Rücken zum Abgrund auf einen Stuhl setzten und dann mitsamt Stuhl rückwärts in den Abgrund kippen oder man konnte sich kopfüber in den Abgrund hängen lassen und dann von den dort fallen lassen.
Also zuerst sind Franzi und ich zusammen gesprungen. Leider hatte man beim Tandem nicht so viel Auswahlmöglichkeiten, deshalb sind wir einfach zusammen gesprungen. Naja, einfach ist gut, es kostet schon viel Überwindung sich da eigenständig in den Abgrund zu stürzen. Aber es war einfach nur unglaublich, unglaublich geil!! Natürlich habe ich mir beim Freifall die Seele aus dem Leib geschrien, aber es war einfach nur spaßig :):)
Adrenalinfanatisch wie wir sind haben wir das Ganze dann auch noch ein zweites Mal gemacht, und zwar noch krasser: jeder für sich auf dem Kopf. Das heißt, wir wurden über den Abgrund gehängt und zwar mit Füßen nach oben Kopf nach unten und durften uns noch nichtmal irgendwo festkrallen, also Arme auch nach unten… das war noch viel, viel besser :) Am liebsten würde ich es glatt nochmal machen, quasi jeden Morgen zum Wachwerden :)
Wir haben von den beiden Sprüngen auch noch Videos, die einfach nur herrlich sind :D vor allem der Todesschrei von mir, während Franzi lautlos ist :D naja, die Bilder davon lade ich auch gerade hoch, dann bekommt ihr mal einen Eindruck von dem Ganzen, da man es wirklich schlecht beschreiben kann…

Naja, ansonsten verlassen wir morgen nach 5 Nächten nun die Stadt Queenstown, die einfach nur wunder,wunderschön ist. Neben Canyon Swing sind wir noch am See in der Stadt spazieren gewesen, zum Sunshine Bay gelaufen, umhergebummelt und dies und das.
Davor waren wir ja in Wanaka, einer sehr kleinen, aber auch total schönen Stadt =) Dort waren wir dann am Abend noch in einem Kino und ich kann euch sagen, es ist eindeutig das geilste Kino der Welt. Und zwar ist es ein kleines Häuschen mit einem einzigen Saal, wo keine blöden Kinostühle sind, sondern verschiedene Sofas, Sessel und das beste: ein alter Käfer, in dem man auch sitzen konnte…einfach nur herrlich :) Dort haben wir dann „It’s complicated“ gesehen…kann man auch auf jeden Fall nur empfehlen :)

Naja, morgen fahren wir also zum White Water Rafting =) , also morgen nur zu dem Ort, wo es ist und am Mittwoch machen wir das dann endlich, bevor wir am Abend dann weiter nach Christchurch fahren

Ich denke mal ich werde mich dann aus Christchurch oder so wieder melden…also bis dann :-*

Freitag, 2. April 2010

Bilder

Huhu :)
Viele neue Bilder sind nun online...und zwar von River Valley, Wellington, Nelson, Westport, Mahinapua und Franz Josef inklusive Gletscherwandern :)

Alles weitere Aktuelle kommt später noch =)

Dienstag, 30. März 2010

Eine neue Woche voller Erlebnisse

Auch in der letzten Woche haben Franzi und ich natürlich jede Menge erlebt.
Am Montag ging es mit dem Kiwi-Bus von Taupo mit einigen Stopps nach River Valley, ein winziges Dorf, das quasi nur aus einem Fluss und zwei, drei Häusern besteht, aber dafür unheimlich schön ist, weil es von Bergen und Wäldern umgeben ist :) Unser Hostel dort war allerdings etwas abenteuerlich, vor allem weil es eigentlich nur einen großen Schlafraum gab, wo wir mit 32 Leuten zusammen geschlafen haben. Unterteilt in zwei Bereiche zu sechszehnt gab es noch nicht einmal einzelne Betten für jeden, sondern stattdessen zwei riesige Liegewiesen, eine unten, eine darüber, wo man einfach mit den Matratzen nebeneinander lag, und das neben wildfremden Leuten…zum Glück hatten Franzi und ich keine unhygienischen Leute neben uns ;)
Am nächsten Mittag sind wir auch schon in Richtung Hauptstadt Neuseelands aufgebrochen: Wellington. Nach einigen Stopps in Städten auf dem Weg kamen wir dort am späten Nachmittag an, sodass wir noch Zeit hatten, uns ein wenig die Stadt anzusehen, am Hafen entlangzulaufen…unsere ersten Eindrücke waren auf jeden Fall positiv :)
Am Mittwoch hatten wir einen Tag „frei“, das heißt keine Busfahrt, nur Stadtbesichtigung =) Den Tag nutzten wir dann für das berühmte National Museum „Te Papa Museum“, was über die Flora und Fauna, Kultur der Maoris, Geschichte etc. Neuseelands informiert. Das Museum gehört auf jeden Fall zu einem der besten, in denen ich bisher war, weil es richtig interessant und gut aufgebaut ist :) Ein Highlight dort war ein riiiesiger Tintenfisch, der nahezu unverletzt dort zur Besichtigung liegt, der ist echt beeindruckend.
Danach sind wir noch zum Parlamentsgebäude gelaufen…ja, was soll man sagen, ich habe selten so ein hässliches Gebäude gesehen. Das Parlament wurde sogar auch schonmal zum hässlichsten Gebäude gekürt – und das echt zu recht. Es ist einfach nur ein großer, grauer, runder Klotz. Von innen ist es glücklicherweise etwas ansehnlicher und wir durften sogar in den Pleniumssaal, wo die Politiker gerade mitten in einer Diskussion waren. Ich kannte es ja schon aus Kiel wie so etwas abläuft, als wir mit dem Jahrgang mal im Landtag waren, aber für Franzi war es vollkommen neu und sie war echt überrascht. Alle schreien dazwischen, lachen den anderen lauthals aus, laufen wahllos umher, der Sprecher selbst brüllt ins Mikro und sogar der Vorsitzende selbst, „Mr.Speaker“ kann sich das Grinsen nicht verkneifen… das Beste war, als ein Politiker, der momentan nicht mehr reden durfte, aufgestanden ist und sich auf den Platz eines anderen Politikers gesetzt hat, der kurz davor den Saals verlassen hat, und weil sich die beiden auf den ersten Blick recht ähnlich sahen, vom Vorsitzenden das Wort erteilt bekommen hat :D…also die Umgangsformen sind schlimmer als im Kindergarten ;)
Am Donnerstag hieß es dann schließlich: Auf zur Südinsel! Früh morgens mussten wir also zur Fähre, die drei Stunden lang über den Cook Strait von Wellington nach Picton gefahren ist. Die Fährfahrt war durch die wunderschöne Aussicht von Wasser, Bergen und Wäldern zum Glück auch nicht langweilig :) Dort angekommen hieß es schließlich wieder Busfahren: Ziel war heute nämlich Nelson, wo wir nach einer Ortsbesichtigung die Nacht verbracht haben.
Der Freitag lief wie die meisten Busfahrtage ab: Morgens ins den Bus steigen, einige Pausen, heute bei einem wuuunderschnen See, Lake Rotoiti, wo wir unheimlich schöne Aussichten hatten, und schließlich im Ort ankommen, diesmal hieß das Ziel Westport, wo wir uns den Ort angesehen, eingekauft und gekocht haben.
Auch der nächste Tag war kaum unterschiedlich. Am Samstag sind wir nämlich von Westport nach Mahinapua gefahren, ein Ort, der genaugenommen eigentlich gar nicht richtig existiert. Die Einwohnerzahl ist nämlich genau 1, was ein 85Jahre alter Mann ist, der einen Pub mit einem dazugehörigen Hotel betreibt, wo wir gewohnt haben. Auf der Landkarte ist der Ort auch nur durch den See, Lake Mahinapua, zu finden. Der See und auch der Strand, der nicht weniger nah ist, sind echt schön, auch wenn das Wetter leider nicht ganz mitspielte. Am Abend haben wir dann mit der ganzen Truppe aus unserem Bus zusammen gegessen und anschließend gefeiert – und das auf eine eigentlich sehr kindische Weise, was dafür aber umso lustiger war: und zwar, mussten wir uns Verkleiden. Zuvor mussten wir alle im Bus einen Zettel ziehen, wo ein Buschstabe drauf war, und dann musste man sich ein Kostüm ausdenken, was mit dem Buchstaben auf dem Zettel anfing. Franzi hatte zum Beispiel U und war dann umpa (Schiedsrichter) und ich hatte Z und war dann zebra. Zum Teil waren da echt soo geile Kostüme mit bei, einer war als Kleopatra verkleidet, einer als Quasimodo und einer (wohlbemerkt einER) als Bunny… wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß ;):)
Achja, was ich noch vergessen habe: auf der Fahrt nach Mahinapua haben wir morgens auch noch eine Wanderung gemacht, und zwar zu den Pancakes, berühmte Felsformationen, was echt schön war=) vor allem haben wir dort unsere ersten Kiwi-Vögel gesehen und fast noch besser: Seerobben, dort war nämlich eine große Kolonie :)
Am Sonntagmorgen ging die Reise auch schon wieder weiter, und zwar nach Franz Josef. Auf dem Weg dorthin haben wir noch in einem Bushman Center angehalten, was ein Museum über die Wildjagd in Neuseeland ist. War ziemlich interessant, wie sie das früher gemacht haben, erst einzelne Jäger, die zu Fuß mit dem Gewehr durch das Land zogen, später dann aus dem Helikopter erschossen und das tote Tier mitgenommen und dann später, als Wildfarmen gegründet wurden, ebenfalls mit Helikopter, und zwar sind die Jäger dann aus dem Heli auf das Wild gesprungen und haben dann das lebende TIer mitgenommen…später dann mit Netzen, die von oben über sie gestülpt wurden. Also wirklich interessant irgendwie und das mit dem aus dem Heli springen kann ich jetzt noch nicht ganz glauben ;)
Nungut, also seit Sonntag sind wir also in Franz Josef, ein sehr kleiner, aber süßer Ort, der eigentlich nur für die Aktivitäten lebt: Kajak fahren, Fallschirm springen und Gletscherwandern, was Franzi und ich dann gestern auch gemacht haben =)

Glacier Hiking

Gestern hieß es also Gletscherwandern, und das auf dem sich am schnellsten bewegenden Gletscher, dem „Franz Josef Glacier“. Glaubt mir, ich könnte stundenlang davon schwärmen, es war einfach nur fantastisch!! Dennoch versuche ich mich relativ kurz zu fassen ;)
Also morgens um 9h wurden wir im Office mit dem Equipment ausgestattet, das heißt Regenhose und –jacke, Boots plus Spikes, dicke Socken, Mütze und Handschuhe. Danach ging es mit dem Bus zum Gletscher. Beim Parkplatz wurden wir dann in drei verschiedene, später dann in sechs Gruppen aufgeteilt, sodass man nachher elf Leute auf einen Tourguide war, was echt perfekt war, vor allem war unser Tourguide echt supernett und freundlich und hat uns gut Zeit für Fotos und alles gegeben =)
Also normalerweise sind die Gruppen 5 Stunden lang auf dem Eis, jedoch hatten wir gestern besonders viel Glück, weil seit gestern ein neuer Track offen ist. Denn normalerweise heißt es, dass das Wandern auf der linken Seite des Gletschers zu gefährlich ist, jedoch hat man einen Track gefunden, der ok ist, sodass wir jetzt die ersten waren, die den Track laufen durften. Jedoch hieß es auch, dass wir statt 5Stunden fast 8 Stunden auf dem Eis waren, weil sie sich wohl etwas verschätzt haben! Richtig geil =) Dazu kamen dann noch die Wanderungen zum und vom Gletscher zum Parkplatz, was nochmal gut 5km waren. So hat konnte man den Ganztagestrip auch wirklich Ganztagestrip nennen, weil wir erst um kurz vor acht zurück im Ort waren.
Das Gletscher selbst ist einfach nur atemberaubend: riesig (insgesamt 10km lang), schneeweiß bis himmelblau (wenn man den Dreck zwischendurch ignoriert ;) ) und hat die schönsten Formen: es gibt Höhlen, riesige Eiswellen und Gletscherspalten, durch die wir hindurchgewandert sind. Denn wir sind nicht nur einfach über das flache Eis gestiefelt, sondern mussten richtig klettern, steile Eiswände runter und hoch und uns durch die engsten Spalten quetschen, also wenn ich eng sage, meine ich auch wirklich eng, man musste seitwärts gehen, den Rucksack abnehmen und ein Fuß hinter den anderen stellen, weil es sonst einfach nicht passte. Zum Teil war es echt krass, da dachte man nur noch: oh mein Gott, wie komme ich hier bloß je wieder raus, vor allem wenn man dann hochguckt, dort nur eine hohe Eiswand sieht und weiß, dass man dort gleich hochsoll. Es war wirklich einfach nur toll, fantastisch, genial, perfekt!! Ich glaube man kann es sich gar nicht richtig vorstellen, wenn man es selbst nicht gemacht hat, aber ich denke die Bilder geben zum Teil einen ganz guten Eindruck. Leider konnten wir nicht bei allen Sachen Bilder machen, weil man eher damit kämpfen musste, nicht stecken zu bleiben ;)
Und man kann sich irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wenn man oben steht, dass unter seinen Füßen einfach mehr als 50m Eis sind, das ist unglaublich! Und nicht nur der Gletscher selbst ist wunderschön, sondern auch die Umgebung mit den Bergen und Wasserfällen und das Tal mit dem Fluss :)
Naja, ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, wie sehr ich den Gletscher liebe, aber ich würde mich wohl nur noch wiederholen ;)
Deshalb: Bilder anschauen, die ich so schnell wie möglich hochladen werde und dann werdet ihr es wohl nachvollziehen können :)

Adieu, meine Lieben :-*

Sonntag, 21. März 2010

Black Abyss & Tongariro Crossing

Heute haben Franzi und ich wie gestern schon angekündigt, unsere erste Aktivität hier in Neuseeland gemacht: Black Water Rafting (unsere Tour hieß Black Abyss). Es hat einfach nur mordsmäßig Spaß gemacht und war sein Geld auf jeden Fall wert.
Also abgeholt wurden wir um viertel vor acht und dann ging es zu deren Lager, wo wir (6 Leute, davon 5 Mädels) dicke Neoprenanzüge, Gummischuhe und Helme bekommen haben. Nach einem schnellen Foto sind wir dann mit dem Kleinbus zur Höhle gefahren. Dort angekommen wurde uns an einem kleinen Hang die Abseil-Technik beigebracht, bevor es dann ans richtige Abseilen ging: Und zwar mussten wir uns 37m in eine Höhle abseilen und das bei völliger Dunkelheit! Das hat echt wahnsinnig Spaß gemacht, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte, weil man einfach rein gar nichts gesehen hatte – man hatte zwar eine Kopfleuchte an seinem Helm, doch die brachte dort wirklich gar nichts. Das erste Stück war ein sehr, sehr enges, felsiges Stück, wo man kaum durch passte und danach schwebte man einfach in circa 30m Höhe über einem Nichts, das war schon irgendwie gruselig, aber hat echt Spaß gemacht! Das Abseilen mussten wir alle nacheinander machen, das heißt der erste ging runter, hat dort gewartet, dann konnte erst der nächste.
Als wir dann alle unten in der Höhle waren, sind wir ein kleines Stück über Felsen gelaufen, bevor wir dann zur nächsten Station kamen: Und zwar sind wir – wieder in völliger Dunkelheit – mit einer Seilbahn ein kleines Stück tiefer gefahren. Im Hellen hätte das glaube ich nicht so viel Spaß gemacht, aber im Dunklen war’s echt cool, weil man einfach nicht wusste, was mit einem passiert.
Gut, danach gab’s dann erstmal Kaffee und Tee…und dann ging es ins Wasser. Das war echt krass, wir saßen da noch alle gemütlich und haben geschnackt und auf einmal springt einer unserer beiden Tourguides mit Anlauf und einem Gummireifen an seinen Hintern haltend ins Wasser, was 3-4m unter uns war. Wir haben uns so erschrocken, weil es einen mordsmäßig lauten Knall gegeben hat und meine erste Reaktion war: No way, ich mach das nicht! Natürlich habe ich es dann doch gemacht und es hat soo viel Spaß gemacht, nur leider hat uns keiner vorgewarnt, wie kalt das Wasser ist. So sind wir trocken, zwar in Neoprenanzügen, aber naja, so viel abhalten können sie dann doch nicht, in 11°warmes Wasser gesprungen! Da brauchte es erstmal, bis man wieder ruhig atmen kann ;)
Als wir dann alle im Wasser waren (2 unser 5 Mädels, haben es nicht gemacht und sind dann an der Seite langsam reingegangen) sind wir alle ins unseren Ringen in der Höhle umher gepaddelt und haben sie uns angesehen. Mit den Hunderten an Glühwürmchen, die fast noch schöner als jeder Sternenhimmel sind, und den Stalaktiten und Felsen und alle ist die Höhle einfach nur soo schön, die hat mir echt richtig gut gefallen! Nachdem uns noch einiges über Glühwürmen und die Höhle erzählt wurde und wir hin-und her gepaddelt sind, haben wir unsere Ringe wieder weggebracht und sind dann zu Fuß weiter. Es war echt nicht leicht, dort zu laufen, weil auf dem Boden überall Felsen, kleine Steine und auch haufenweise Löcher waren, sodass man aussah wie ein Betrunkener, vor allem wurd’s auch dadurch erschwert, dass die Füße mittlerweile so kalt waren, dass man sie kaum noch spürte! Na gut, zum Schluss gab es dann noch ein Highlight: und zwar sind wir dann nicht aus der Höhle einfach rausgeschwommen oder gelaufen, sondern geklettert :) Das hat auch wieder echt viel Spaß gebracht, vor allem weil ich davor eigentlich bis auf an einer Kletterwand nie richtig geklettert bin und ich mich, auch wenn wir in keiner Weise gesichert waren, total sicher gefühlt habe, weil die beiden Tourguides immer genau aufgepasst haben.
Insgesamt war es einfach nur ein cooles Erlebnis und hat mir und auch Franzi wahnsinnig viel Spaß gemacht :)

Danach auf der Fahrt nach Taupo, haben wir kurz vorm Ziel noch einen kleinen Stopp bei den Huka Falls gemacht, was ihr auch in auf den Bildern sehen könnt. Das war einfach nur wahnsinnig schön dort, das Wasser hatte so eine geile Farbe, hellblau-türkis, und der Fluss hatte so eine heftige Strömung, das habe ich noch nie in meinem Leben so stark gesehen, einfach nur cool :)

Gut, das war gestern, heute haben Franzi und ich schon wieder was Cooles erlebt. Und zwar haben wir einen – so sagt man – der schönsten Wanderungen auf der Welt gemacht, das Tongariro Crossing. Das hieß eine Strecke von 19,4km auf und ab über einen Berg. Ich kann euch sagen, es war soo anstrengend!
Aber nun von vorn: das erste Stück war von unserem Carpark Mangatepopo (1150m) zu den Sodasprings, was noch echt angenehm war, das es nur eine leichte Steigung war und das Wetter auch noch ganz angenehm war, da es recht warm war. Nur leider, war es sehr, sehr nebelig, sodass man kaum was sehen konnte, was natürlich schade war und die Stimmung etwas dämpfte. Dieses Stück war circa 1Stunde lang. Danach ging es von den Soda Springs zu South Crater, was zusammen mit dem nächsten Teil der Härteste war. So wird dieses Stück, was auch circa 1 Stunde dauert, als „Devils Staircase“ bezeichnet – und das zu recht ;) Dann gab es zum Glück ein kleines, ebenes Stück, bevor es dann wieder ebenso steil zum Red Crater hochging, was die höchste Stelle unserer Wanderung war (1886m). Diese Strecke dauerte ebenfalls circa 1h. Zum Glück war es mittlerweile etwas weniger neblig, sodass man die Aussicht richtig genießen konnte. Zu sehen gab es nämlich neben weiteren Bergen und Tälern, einen richtigen Vulkan, der bis Mitte der Siebziger ein sehr aktiver war. Das sah schon echt richtig schön aus, mit noch ein bisschen Nebel drumherum und auch die Wolken, die nun zum Teil unter uns waren. Was das Genießen jedoch etwas erschwerte war die Kälte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdammt kalt es war. Der Wind dort war so stark, dass man kaum nicht mehr stehen, geschweige denn laufen konnte. Ich glaube das war echt der stärkste Wind, den ich bisher erfahren habe. Wir haben einfach nur noch gezittert und gefroren, echt nicht schön.
Hiernach ging eine extrem steile Strecke hinunter zu den Emerald Lakes, die für mich mit ein Highlight der Wanderung waren. Die drei Seen hatten nämlich so unheimlich schöne Farben, richtig kräfitges Türkis, was so ein großer Kontrast zu den grauen Bergen war. Aber auch wenn die Seen unheimlich einladend aussahen, darf man leider nicht in Ihnen schwimmen, weil es wie die Hot Spring Pools in Rotorua uns verbrennen würden.
Die nächste Strecke war wieder etwas bergauf, und zwar zum Central Crater. Von dort aus konnte man schon den großen Blue Lake sehen, der auch richtig schön war.
Der Rest der Strecke war kontinuierlich etwas bergab, was am Anfang sehr angenehm, am Ende jedoch nur noch in den Füßen und Knien schmerzte, weil man ja immer bremsen musste. Vor allem war dieser Teil der Wanderung circa 4 Stunden lang, also ihr könnt euch vorstellen, dass ich jetzt kaum mehr laufen kann, weil meine Knie einfach wehtun.
Insgesamt, war die Wanderung zwar echt anstrengend, und hat einen an die absolute Kältegrenze gebracht, jedoch hat es sich echt gelohnt, weil die Landschaft einfach unheimlich schön war, auch wenn wir etwas Pech mit dem Wetter hatten.

So, zu der Planung der nächsten Tage: morgen haben wir noch einen Tag in Taupo, an dem wir wahrscheinlich nicht soo viel machen werden. Wahrscheinlich mal zu dem Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, und vielleicht zu den Hot Rock Pools.
Am Montag geht’s dann weiter nach River Valley, wo wir nur eine Nacht bleiben werden, und dann fahren wir auch schon in die Hauptstadt Wellington. Dort werden wir zwei Nächte bleiben, nächstes Ziel ist dann Nelson, unsere erste Stadt auf der Südinsel :)
Übrigens sind nun auch alle fehlenden Bilder online, das heißt die von Sydney und Canberra, sowie alle bisherigen aus Neuseeland, viel Spaß beim Stöbern :)
Ich schreibe dann wieder, wenn es wieder etwas Spannendes zu berichten gibt ;)
Liebste Grüße, Lea :-*

Donnerstag, 18. März 2010

Kia Ora!!

Was so viel wie „Hallo“ oder „Willkommen“ in der Sprache der Maori, der Ureinwohner Neuseeland, heißt. Seit Samstag bin ich nun also in Neuseeland und habe schon einiges gesehen und erlebt: Bis Dienstag war ich (ab Sonntagabend mit Franziska zusammen) in Auckland, der größten Stadt Neuseelands (1,4 von insgesamt 4,3Millionen Einwohnern!) In den zweieinhalb Tagen wurde dann alles Wichtige besichtigt, wozu natürlich der Skytower (höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre), dann der Victoria- und Albertpark, die Victoria-Märkte, das Auckland Museum, der botanische Garten mit den Wintergärten und auch der Hafen gehören. Das alles hat mir unheimlich gut gefallen und so war mir das Land von Anfang an mehr als sympathisch :)
Zwar ist es hier deutlich kälter als in Australien (ja, lange Hosen und Pullover gehören wieder zum Alltag ;) ), aber trotzdem scheint hier meist die Sonne und ist somit angenehm draußen :) Großer Vorteil gegenüber Australien ist auch, dass alles billiger ist, was für uns natürlich recht elementar ist.
Nun gut, am Dienstag war dann unsere erste Fahrt mit KIWI-Experience, und zwar nach Mercury Bay. Das coole bei Kiwi-Experience ist, dass es einen nicht nur von A nach B fährt, sondern gleichzeitig der Busfahrer ein richtiger Reiseführer ist, der einen etwas über die Orte erzählt, ein bisschen Geschichte, Geographie und vor allem Aktivitäten und Hostels, die er auch noch gleich für einen bucht und einen direkt vor die Tür fährt. Also perfekter geht es eigentlich nicht. Dazu haben wir dann auch noch alles in einem kleinen Buch zusammengefasst bekommen, sodass wir alles auch nochmal nachlesen können.

Naja, am Dienstag ging es also los nach Mercury Bay. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einige Male angehalten, um dies und das zu besichtigen. So waren wir erst auf dem Mount Eden, ein zugewachsener Vulkankrater, von dem einen schönen Überblick über Auckland hatte. Danach hatten wir eine Lunchpause in der kleinen Stadt Thames und schließlich einen längeren Stopp beim Hot Water Beach. Hot Water Beach deshalb, weil man bei Ebbe im Watt heiße Quellen finden kann, und zwar findet man die ganz leicht schon indem man sich einfach etwas mit den Füßen in den Sand gräbt. Man muss dort aber echt aufpassen, dass sich das Wasser auch mit dem Meerwasser vermischt, weil man sich sonst nämlich richtig verbrennt, das Wasser ist nämlich verdammt heiß!
In Mercury Bay sind wir dann schließlich am späten Nachmittag angekommen, wo wir dann noch ein bisschen durch den Ort getingelt sind, bevor es ans Kochen, Duschen etc. ging.

Am Mittwochmorgen hieß das nächste Ziel Rotorua, doch wie immer bei Kiwi-Experience sind wir nicht durchgefahren. Erst stoppten wir für eine Wanderung (Windows-Walk) an einem Fluss zwischen Bergen. Dabei gingen wir über drei recht große Schwingbrücken und durch einen 1km langen Tunnel, mit einigen kleinen Fenstern (deshalb Windows-Walk). Zwischendurch war es im Tunnel aber stockfinster, sodass man rein gar nichts mehr sehen konnte.
Zum Lunch waren wir in einer kleinen Stadt Matamata, die auch Hobbiton genannt wird, weil hier Teile von der Herr-der-Ringe-Trilogie gedreht wurden.
Danach sind wir direkt nach Rotorua gefahren, wo Franzi und ich uns noch den Ort inklusive Lake Rotorua und Parks angesehen haben. Berühmt ist Rotorua für die Hot Spring Pools, in die man aber nicht baden gehen darf, weil man sonst sofort verbrennen würde. Außerdem sind sie dadurch sehr abstoßend, dass sie einfach extrem stinken, das kann man sich echt nicht vorstellen. Der gesamte Ort stinkt einfach nur wahnsinnig nach Schwefel und Kuhmist. Sowas habe ich echt noch nicht erlebt, dass ein ganzer Ort einfach nur stinkt, sodass einem schlecht wird, echt krass.

Soo am heutigen Tage sind wir dann von Rotorua nach Waitomo, einem winzigen Dorf, gefahren. Auf dem Weg hierher hatten wir noch zwei Stopps bei Adventure-Gebieten, wo man zum Beispiel Bungy-jump, Swing (so wie Min Jin in Cairns) oder anderes machen konnte. Dort haben Franzi und ich aber einfach nur zugesehen und beobachtet. Nach einer weiteren Pause für Lunch, sind wir dann am frühen Nachmittag in Waitomo angekommen, wo wir einfach mal entspannen und uns auf morgen freuen, da wir morgens, bevor wir mittags nach Taupo fahren, Black Water Rafting machen. Und zwar müssen wir uns da am Anfang 35m abseilen, dann fahren wir einzeln in so Ringen durch den Fluß und durch die berühmten Höhlen hier in Waitomo, wo es haufenweise Glühwürmchen gibt, und all sowas. Darauf freuen wir uns schon sehr :)

Übrigens sind nun endlich die Bilder aus Surfers Paradise und Byron Bay, sowie vom WWOOFen online (die Lücke dazwischen von Sydney und Canberra ist in Arbeit). Ihr könnt ja mal rein schauen, wenn ihr Lust habt

Gut, gut, das war’s dann erstmal wieder von mir =)
Alles Liebe – diesmal aus Neuseeland :-*

Freitag, 12. März 2010

Lückenbüßer

So, bevor ich nun morgen in der Früh nach Neuseeland fliege und dort zusammen mit Franzi wohl auch jede Menge Erzählenswertes erlebe, sollte ich doch vorher erstmal mit dem Bericht von Australien fertig werden.
Also seit meinem letzten Bericht ist nicht soo viel passiert. Wir haben unsere letzten Tage auf der Farm noch genossen, die Orte in der Umgebung angesehen, jede Menge DVDs gesehen, gearbeitet (das Haus geputzt) und dann am Montagabend zum Abschied ein deutsches Essen für die Familie gekocht. Gulasch mit Rotkohl und Kartoffeln kam auch –außer bei der Kleinen, was wir irgendwie auch erwartet hatten und dann dementsprechend lustig fanden :D – richtig gut an. Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem Auto nach Canberra, von dort aus mit dem Greyhound nach Sydney, wo wir knapp 7 Stunden Aufenthalt hatten und so Zeit für einige organisatorische Dinge hatten, bevor es dann abends um 7 wieder in den Bus nach Brisbane ging, wo wir erst am Mittwochmorgen um 11 oder so ankamen. Ich kann echt nur sagen, dass ich die Nachtfahrten in dem Bus wirklich nicht vermissen werden, es ist einfach nur eng und unbequem und von schlafen kann wirklich keine Rede sein…naja, Mittwoch bis Freitag haben wir, bzw. ab Donnerstagabend nur ich allein mit Souvenirs und warmer Kleidung für Neuseeland einkaufen und mit organisatorischen Dingen verbracht. Am Donnerstagabend ist Kathi also nach Cairns geflogen und somit ist endgültig unsere Reise in Australien vorbei, was echt krass ist und ich glaubeich noch immer nicht wirklich begriffen habe. Hm, seitdem sitze ich also allein in Brisbane und warte quasi nur noch auf meinen Flug nach Auckland.

Aber nun will ich erstmal die Lücke zwischen Surfers Paradise und WWOOFing schließen und die Zeit kurz zusammenfassen: Also am 7.Februar sind wir von Surfers Paradise nach Byron Bay gefahren, wo wir dann zwei einhalb Tage hatten. Am ersten haben wir uns einfach mal im Ort umgesehen, alles angeschaut, am Strand gewesen und dann abends mit Joni, Lara, Bobby und Basti (Freunde von Kathi aus Deutschland) gefeiert. Am nächsten Tag haben wir dann ein wenig entspannt und ich mich dann um meine Praktika nach Australien gekümmert, bevor wir abends im Backpackerrestaurant Cheeky Monkey’s für 5$ essen waren. An unserem letzten Tag habe ich dann erstmal meine Bewerbungen fertig gemacht und später waren wir dann wieder im Ort, um uns einfach nochmal hier und da umzusehen. Am gleichen Abend ging es dann auch schon wieder mit dem Bus über Nacht nach SYDNEY! Also insgesamt mochten wir Byron Bay echt gern, weil es ein kleiner, süßer und echt gemütlicher Ort ist, aber ich glaube nicht so sehr wie alle anderen, die Byron Bay abgöttisch lieben

Naja, am 10. Februar kamen wir also in Sydney an, wo Kathi und ich frisch geduscht einfach mal zu Fuß los sind und so den Botanischen Garten (meiner Meinung nach eindeutig der schönste in Australien!!), das uralte Stadtviertel The Rocks und natürlich die heißgeliebte Oper gesehen haben. Die Oper ist in Wirklichkeit echt noch viel, viel schöner als auf dem Bildern. Mich persönlich hat sie echt wahnsinnig beeindruckt! Also jeder, der einmal in Australien ist, sollte auf jeden Fall nach Sydney zur Oper kommen, das ist definitiv eines meiner 10-15 Highlights hier, also klar nichts im Vergleich zum Uluru oder dem Lake McKenzie, aber doch echt cool =)
Am Abend waren Kathi und ich dann bei Franzi und Urs im Hostel gegenüber, um mit ihnen Pizza zu backen – und zwar zum Abschied von Urs, was zwar für Franzi echt traurig war, aber für Kathi und mich umso freudiger (Sorry Urs! ;) )

Ab dem nächsten Tag waren wir drei also wieder vereint und haben so die Art Gallery of New South Wales und das Parlamentsgebäude angesehen, bevor wir abends endlich mal wieder richtig Feiern gingen…und zwar mit richtig gutem Grund, denn am 12. wurde Kathi 20!
Am nächsten Morgen gab es also richtig gutes Geburtstagsfrühstück mit richtigen Brötchen von einem deutschen! Bäcker. Danach sind wir dann zu chinesischen Märkten, die wegen des Neujahrsfestivals der Chinesen jetzt waren, ein bisschen Bummeln und dann in einen bayrischen Biergarten und schließlich richtig gut und billig essen :)

Am Samstag waren wir dann am berühmten Manly Beach und haben nochmal den letzten Strand in Australien genossen und später die Zeit bis zur Fähre in einem weitern bayrischen Biergarten vertrieben =)

Am Sonntag war dann wieder ein großer Tag von den Chinesen, und zwar haben sie an dem Tag Lion’s Dance veranstaltet, das heißt sie sind in vier großen Straßen im Chinatown jeweils in großen Zügen hinter einem dieser Typischen Löwensfiguren aus Plüschi und Glocken und Glitzer aus zwei Personen, begleitet von jeweils einer Gruppe von Trommlern, umhergewandert und sind so von Geschäft zu Geschäft und von Restaurant zu Restaurant, um diese zu weihen. Irgendwie ist es total irre, wie vollkommen unterschiedlich die feiern, also ich fand’s echt cool irgendwie :)

Am Montag und Dienstag waren wir dann noch bei einem Lookout und in der großen St.Mary’s Cathedral und am Mittwoch sind wir dann für zwei Tage und eine Nacht nach Canberra, in die Hauptstadt Australiens. Es ist irgendwie echt widersprüchlich, dass die Hauptstadt von diesem gigantischen und vielseitigem Land diese kleine Stadt Canberra ist, wo es doch auch große Metropolen wie Sydney und Melbourne gibt, aber naja, wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte. Also die zwei Tage dort waren dann voll mit Programm: das alte, sowie das neue Parlament (das teuerste Gebäude Australien, ich glaube 11Milliarden Dollar oder sowas abstruses war es), das hohe Gericht, National Gallery, Portait Gallery, Australian Museum und schließlich das Australian War Memorial, was wir alle drei auf jeden Fall am besten fanden. Das Denkmal ist einfach nur wahnsinnig beeindruckend! und dazu auch noch gleichzeitig ein gigantisches und richtig gutes Museum über den ersten und zweiten Weltkrieg und die Kriege in Vietnam, Afghanistan, Irak. Ich glaube ich war noch nie in so einem guten Geschichtsmuseum, echt richtig gut! Auch wenn die meisten Leute sagen, Canberra sei total langweilig und man müsse nicht hin, eigentlich nur, um zu sagen, man sei auch in der Hauptstadt gewesen, muss ich sagen, dass ich Canberra gar nicht so schlecht fand. Ich mein, klar, es war recht ruhig und klein, aber ich mochte es auf jeden Fall dort =)

In den nächsten 6 Tagen ist eigentlich wirklich nichts Spektakuläres passiert. Größtenteils haben wir nur gegammelt, gebummelt, Filme gesehen, Organisatorisches erledigt, im Botanischen Garten gelegen etc. Hauptsache war eben eine Familie fürs WWOOFen zu finden, was wir ja schließlich auch glücklicherweise getan haben, was ich aber ja schon alles ausführlich erzählt habe. Nungut, das war’s nun vom Reisen in Australien. Denn das nächste Mal, wenn ihr was von mir hört, wird es aus und über Neuseeland sein :)

Also bis dann, meine Lieben! Vorerst die letzen liebsten Grüße aus Australien :-*

Freitag, 5. März 2010

WWOOFing

Soo, nach viel zu langer Zeit melde ich mich nun auch einmal wieder. In der Zwischenzeit habe ich nun auch einiges wieder gesehen und erlebt, war in Byron Bay, Sydney, Canberra, wieder Sydney und nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag auf einer Farm in der Nähe von Canberra (1h). Obwohl es eigentlich am klügsten wäre, ganz von vorn zu erzählen, fange ich nun mit dem Aktuellsten an: Das WWOOFing.

WWOOF steht für willing workers on organic farms und bedeutet, dass man für eine gewisse Zeit in einer Familie auf einer Farm lebt, dort 4-6 Stunden am Tag arbeitet und dafür Unterkunft und Essen von der Familie bekommt.

Nachdem sich die Suche nach einer WWOOFing-Familie als doch nicht so leicht wie gedacht herausstellte, haben wir schließlich letzten Dienstag doch noch eine Familie gefunden, wo wir dann auch gleich zwei Tage später, am Donnerstag, hinkonnten. Und die Familie stellte sich als den totalen Glückstreffer heraus. Es ist eine fünfköpfige Familie, die einfach nur unglaublich lieb und freundlich ist. Die Mutter, Marty, ist ca. 40 und Architektin, der Papa, Tom, ist ca. 55 und Landschaftsarchitekt und dann gibt es noch zwei Söhne, Archie (ca. 11-12) und Oscar (ca.9), und eine kleine Tochter, Indie (ca.6). Und dann gibt es noch einen kleinen Hund, Hunter, der einfach nur vollkommen bekloppt ist, manchmal ist er total süß und zahm, dann springt er dich total an und beisst überall hin, dann klaut er ständig Schuhe, Handschuhe oder einfach alles, was er kriegen kann, sogar Schleifpapier oder Plastikdosen und dann ist er auf einmal total eingeschüchtert und läuft vor einem weg, sobald man sich nähert, um ihn zu streicheln. Also so einen bekloppten Hund habe ich echt noch nie gesehen.

Naja, unser Wohnraum ist auch ein Traum. Wir wohnen nicht wie meistens mit im Haus der Familie sondern in einer Art Hütte/Garage/Häuschen, was sie Studio nennen, ca. 50m vom Haus entfernt, was total gemütlich ist. Wir haben unseren eigenen Ofen, eine große Sofaecke, eine Küchenzeile mit allem, was man benötigt (nur leider kein fließend Wasser) und kuschelige Betten, die zum Teil auf so erhöhten Plattformen, eine Art zweite Etage im Raum sind.

Als wir ankamen, waren da noch zwei andere WWOOFer, und zwar ein österreichisches Paar, Elke und Wolfgang, die auch so unglaublich nett und lustig waren. Das war echt cool mit denen, nur leider sind sie am Montagabend dann wieder gefahren, weil sie am nächsten Tag nach Neuseeland geflogen sind.

Unser Arbeitsrhythmus sieht dann so aus: Wir arbeiten von Montag bis Freitag (am Wochenende haben wir frei :) ) in zwei Schichten. Die erste beginnt um halb zehn, was perfekt ist, weil wir so quasi ausschlafen können =) ) und geht dann drei Stunden lang bis halb eins, dann haben wir eine Stunde Lunchpause, in der wir meistens mit Marty und Tom zusammen Lunch essen. Danach arbeiten wir nochmal drei Stunden lang bis halb fünf und dann haben wir Feierabend, was erstmal Duschen gehen bedeutet und dann Kram wie Internet, lesen, Dies und Das und dann zwischen halb sieben und halb acht gibt es dann mit der ganzen Familie Dinner. Das Essen von Marty ist wirklich ein Traum, sie kocht echt wahnsinnig gut und vor allem gesund, das heißt endlich mal wieder jede Menge Gemüse und Fleisch und auch mal Fisch! Das genießen wir echt richtig :) Und auch so zwischendurch können wir uns so viel Obst oder alles andere nehmen, wie wir wollen, man wird hier echt richtig verwöhnt :)

Die Arbeit ist auch total okay, also letzten Freitag, Montag und Dienstag haben wir Unkraut gezupft; Mittwoch haben wir dann alle verschiedene Jobs gemacht: Kathi hat gemäht, Franzi und Zoe (eine Engländerin, die am Montag angekommen ist) haben nochmal Unkraut gezupft, und ich habe Steine aus dem Gemüsegarten gebracht, den Zaun um den Gemüsegarten repariert und später dann auch noch mit Unkraut gezupft, bevor wir danach alles zusammen die Garage neben unserem Studio aus- bzw. umgeräumt haben, damit da bald das neue Badezimmer für die WWOOFer entstehen kann. Gestern haben wir dann angefangen, das Holz an der Dachfront neu zu streichen. Das heißt erst mussen wir die alte poröse Farbe abkratzen, dann mit einer Schleifmaschine oder auch mit Hand das ganze schleifen, dann Löcher füllen und schließlich das ganze streichen. Das ist wirklich ganz schön anstrengend, weil wir eigentlich die ganze Zeit dann auf dem Dach lagen und uns dann vorne rüberbeugen mussten und dann die ganze Zeit die Sachen halten mussten, was auf Dauer wirklich schwer wird (vor allem die Schleifmaschine).

Naja heute waren wir dann quasi nur zu zweit, weil Zoe schon wieder nach Sydney gefahren ist (am Sonntag kommt sie aber wieder) und Franzi Tom nach Canberra fahren musste, damit er seinen Führerschein abholen und noch einiges anderes erledigen konnte. Also haben Kathi und ich dann erst am Dach weitergearbeitet und als es dann zu regnen anfing haben wir noch einige andere Streicharbeiten gemacht (einmal drei Bänke und dann Holzfronten im Studio).

Und nun ist die Zeit hier auf der Farm leider auch schon wieder fast um, wir fühlen uns hier nämlich so unglaublich wohl, es ist echt schön, mal wieder eine Art richtiges Zuhause zu haben :)

Aber am Dienstag müssen Kathi und ich auch schon wieder los nach Brisbane, wo wir dann Mittwochmittag ankommen werden. Am Donnerstag fliegt Kathi dann auch schon nach Cairns und mein Flug nach Neuseeland geht ja auch schon am Samstag dann. Franzi wird dann noch bis Donnerstag auf der Farm bleiben und dann nach Sydney fahren, von wo sie am Sonntag dann auch nach Neuseeland fliegt, wo wir uns dann in Auckland treffen werden :)

Naja, aber nun genießen wir noch unser Wochenende und am Montag unseren letzten Arbeitstag hier =)

Morgen wollten wir dann wohl nochmal nach Canberra fahren und Sonntag vielleicht nochmal so einen richtigen Schlumitag wie letzen Sonntag machen. Da haben wir nämlich einfach mal den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa verbracht (Juhu, nach 5 Monaten endlich mal wieder! :) ) und Filme gesehen (Walk the line, Pursuit of Happiness (Streben nach Glück), Family Stone und Two Weeks Notice (Ein Chef zum Verlieben)), das tat echt richtig gut :) Achja und letzten Samstag waren wir dann noch an einem Fluss, eine halbe Stunde von der Farm entfernt, was unglaublich schön war, weil wir dort ganz allein waren, weil das Grundstück nämlich Toms Cousin gehörte. Dort haben wir dann einfach gelesen und geschnackt und das gute Wetter genossen (ist hier nämlich nicht ganz so selbstverständlich, ist ja mittlerweile Herbst hier, recht kühl bis echt kalt zum Teil und regnet zum Teil auch viel) Der Weg dorthin war allerdings der Hammer, weil das Auto, mit dem wir gefahren sind, Dreck in seinem Benzinschlauch hatte und wir so 7/8 der Strecke nicht normal gefahren, sondern so bei 40km/h gehoppelt sind, weshalb wir dann auch noch ständig ausgehupt wurden. Naja, wir fandens lustig ;)

Nungut, also die Lücke zwischen Surfers Paradise und dem WWOOFing verusche ich dann auch so schnell wie möglich zu schließen, aber für heute war’s das wohl erstmal von mir ;)

Au revoir, mes amis :-*

Sonntag, 7. Februar 2010

Surfers Paradise

In Surfers Paradise waren wir insgesamt drei Tage lang bis heute Morgen. Viele Backpacker mögen Surfers Paradise nicht besonders, weil es ihnen zu städtisch ist, aber gerade das mochten ich irgendwie, weil es zwar schon irgendwie eine Großstadt war, aber trotzem alles Wichtige total schnell zu erreichen war und vor allem ein schöner Strand (mit gigantischen Wellen! so riesige Wellen habe ich vorher noch nie gesehen) direkt am Zentrum war, quasi wie Westerland nur in groß. Also wir mochten es echt total irgendwie :)
Die drei Tage nutzen wir dann dafür, am Strand zu liegen und zu lesen, in der Stadt zu bummeln, abends mal feiern zu gehen und halt so dies und das, war aber auf jeden Fall 'ne schöne Zeit =)

Jetzt seit heute sind wir also in Byron Bay, unsere erste Stadt in New South Wales und es sieht so aus, als wenn wir hier quasi das gleiche wie in Surfers Paradise tun werden: Strand, Lesen, Bummeln etc. :)

nungut, ich denke ich melde mich dann wieder, wenn wir dann am Mittwoch in Sydney sind.
Bis dahin alles Liebe von der Südhalbkugel :-*

Freitag, 5. Februar 2010

Noosa und Brisbane

nun kommt erstmal ein Kurzbericht ueber die Tage in Noosa und Brisbane. Also den ersten Tag in Noosa haben wir damit verbracht, ein Hostel zu finden und auch dort anzukommen, was wir nach einigem Hin und Her nach ueber 3 Stunden dann auch endlich geschafft haben. Danach nutzten wir den Rest des Tages dafuer, die Stadt ein wenig anzusehen und einzukaufen etc. Am naechsten Tag haben wir dann einen superschoenen Spaziergang durch einen Nationalpark in Noosa gemacht, die ganze Zeit an der Kueste entlang, wo wir dann einige schoene und einsame Buchten gesehen haben und natuerlich auch der beruehmte Sunshine Beach, sowie der Mainbeach von Noosa. Das war auf jeden Fall echt schoen, wovon es auch viele schoene Bilder auf der Fotoseite zu sehen gibt ;)
Am naechsten Tag hatten wir eigentlich vor am Fluss von Noosa spazieren zu gehen, nur leider hat es den gesamten Tag in Stroemen geregnet, sodass wir nur lesen, ins Internet gehen und sowas konnten, was ein bisschen bloed war, aber nunja
Am naechsten Morgen ging es auch schon wieder weiter, in Richtung Brisbane. Leider hatte der Bus morgens 2 Stunden Verspaetung, weil der Norden, wo der Bus her kommt, geflutet war und somit nicht fahren konnten. Nach einigen Stunden kamen wir dann voellig genervt in Brisbane an und hatten dann auch noch ein Hostelzimmer zusammen mit 8 anderen, unordentlichen Leuten, was unsere Laune nicht besserte ;) nungut, dann haben wir erstmal ein bisschen die Stadt angesehen, gekocht und abends Franzi und Urs nochmal im Pub getroffen, was unsere Laune natuerlich wieder zum Hoehepunkt brachte :)
Am Tag danach hatten wir dann eine Free Walking Tour zu allen wichtigen Sehenswuerdigkeiten in Brisbane, die wirklich gut war. und so hatten wir in 3-4 Stunden das Wichtigste gesehen und ich kann wirklich sagen, dass Brisbane schoen ist =)
Am dritten und letzten Tag sind wir dann nur ein bisschen rumgebummelt hier und da, waren noch auf einem Markt, wo wir abstruse, aber verdammt leckere Obstsorten probieren konnten und das wars eigentlich auch schon. Achja, wir haben noch Ioni und Lara, zwei von Kathis besten Freundinnen getroffen, was fuer sie natuerlich echt geil war :)
Naja, seit gestern sind wir nun in Surfers Paradise, war uns auch total gut gefaellt. Hier bleiben wir noch bis Sonntag und dann geht es nach Byron Bay.
Ich melde mich dann wieder, um davon zu berichten :)

Lea :-*

Sonntag, 31. Januar 2010

Rainbow Beach

In Rainbow Beach waren wir dann allerdings nur einen Tag und eine Nacht, weil es recht klein und unspektakulaer ist.Die Zeit dort war dennoch echt schoen, weil wir am Donnerstag erst noch zu einer grossen Sandduene gelaufen sind, von wo wir auch den Sonnenuntergang ueber einem Tal mit Seen sehen konnten,was wirklich schoen war :)
Am naechsten Morgen haben wir dann noch eine Bootfahrt im Tin Can Bay gemacht, wo wir einen Stopp hatten, bei dem wir Delphine fuettern konnten, was auch der eigentlich Grund war, weshalb wir das gemacht haben. Es waren dann zwei Delphine dort und dann mussten wir uns mit einem Fisch bewaffnet in einer Reihe aufstellen und konnten dann die Delphine der Reihe nach fuettern :) Es war zwar ein bisschen massenabfertigunsmaessig, aber dennoch ganz cool.
Dann kamen ueberraschenderweise auch noch zwei gigantische Pelikane, was auch noch ganz lustig war =)
Danach sind wir dann auch schon direkt zum Bus, um weiter nach Noosa zu fahren, wo wir noch bis morgen frueh sind, bevor wir nach Brisbane fahren.
Ueber Noosa berichte ich dann noch spaeter. Aber auf jeden Fall gibt es jetzt auch alle Bilder von Agnes Water, Fraser Island und von Rainbow Beach, koennt ja einfach mal reinschauen =)

Alles Liebe und bis bald :-*

Hervey Bay und Fraser Island

Von Montag bis Mittwoch haben Kathi und ich ja ein Fraser Island Selfdrive Tour gemacht, was ich jetzt mal kurz zusammenfassen will.
Also am Montagmorgen haben wir uns um acht getroffen, um das Auto zu packen und noch ein paar Infos zur Sicherheit beim Fahren etc. zu bekommen. Am spaeten Vormittag ging es dann mit der Faehre auf die Insel und dort erstmal zur Central Station, um unseren Wasserkanister aufzufuellen.Dann ging es ueber "Strassen", die nur aus tiefen Sand mit grossen Loechern bestanden und die absolute Katastrophe waren zum Strand. Der Strand war dann der 75-Mile-Highway, was unsere Strasse fuer die naechsten Tage war.Der naechste Stopp war dann der Lake Wabby, zu dem wir erstmal eine dreiviertelstunde laufen mussten, und zwar zum Teil durch eine einfach Sandwueste mit kochendheissem Sand.Auch wenn die Fuesse so dermassen brannten und schmerzten, war es dennoch irgenwie beeindruckend, dass es dort einfach nichts ausser wahnsinnig hellem Sand gab! Der See selbst war dann auch total schoen und lag direkt zwischen Wueste und Wald und war ziemlich einsam, was es noch schoener machte:)
Danach ging's dann estmal weiter, naechstel Halt war der Eli Creek, der groesste Creek auf der Insel und richtig schoen erfrischend. Dort haben wir dann ein bisschen Zeit verbracht, waren dort baden, spazieren etc., bevor wir weiter zum beruehmten Schiffwrack gefahren sind. Das Wrack liegt dort schon seit 1905 und war damals eines der groessten Schiffe.Dementsprechend beeindruckend war es natuerlich!
Hiernach sind wir auch schon zur Campingarea gefahren, wo wir unsere Zelte und unser Barbeque vor der Dunkelheit machen mussten. Spaeter sassen wir dann noch gemuetlich und lustig mit Goon am Lagerfeuer.Als es richtig dunkel war, hat uns ein Aboriginal, der das Camp betreut noch mit zum Strand genommen und uns Phospholights gezeigt.Und zwar muss man nur zwischen Meer und Strand mit den Fuessen ueber den Sand streichen und dann gibt es kleine blaue Leuchten!Richtig cool:) Wie genau es ensteht wissen wir auch nicht, auf jeden Fall ist es einfach nur schoen =)
Nungut, am naechsten Morgen mussten wir dann auch schon um sieben aufstehen, damit wir weiter konnten. Nach Fruehstueck,Packen und einigen Problemen mit unserem Auto sind wir dann zum Ende des Highways, zum Indian Head gefahren.Von dort oben hatte man einen traumhaften Ausblick auf die Straende und konnte sogar Haie und Rochen unten im Wasser sehen!
Von dort aus sind wir noch weitergelaufen zu den Champaign Pools.Die Champaign Pools sind quasi zwischen Felsen und werden vom Meer durch die hohen Wellen mit Wasser gefuellt. Hier ist auch der einzige Ort auf Fraser Island, wo man im Salzwasser baden darf, da im Meer sonst giftige Quallen und massenhaft Haie sind!
Danach sind wir den ganzen Highway zurueck gefahren bis zu unserem zweiten Camp, wo wir wieder alles aufbauen und kochen mussten. Diesmal gings aber deutlich frueher schlafen, weil alle noch von der vorherigen Nacht muede waren und wir am dritten Morgen der Tour um sechs aufstehen wollten. Gesagt, getan ging es nach einem gewechselten Reifen, der platt war, zum beruehmten Lake McKenzie!Dort hatten wir das Glueck,dass wir die ersten waren und ihn somit auch noch in Ruhe ohne grosse Menschenmassen geniessen konnten :) Der See ist einfach unglaublich, also ich kann wirklich ohne zu zoegern sagen, dass es eindeutig der schoenste See ist, den man sich vorstellen kann!Das Wasser ist glasklar und himmelblau, der Sand ist schneeweiss (der zweithellste Sand auf der Welt, nach Whitsundays).Es ist wirklich einfach nur wunderschoen :)
Leider mussten wir hiernach auch schon wieder zurueck zur Faehre und dann zurueck zum Hostel. Die Insel ist insgesamt einfach nur ein Traum und hat sich mehr als gelohnt :)
Den letztem Tag in Hevey Bay wurde dann auch nur mit duschen, waschen, packen etc. verbracht, bevor es am Donnerstag dann nach Rainbow Beach ging

Sonntag, 24. Januar 2010

Agnes Water/ 1770

Mes amis!
Nun ist die Woche in Agnes Water auch schon wieder um, worüber ich euch nun berichten will. Viel gemacht haben wir eigentlich nicht, die Woche war einfach voll und ganz zum Entspannen da. So waren wir einige Male am Strand, wo wir sogar im Meer baden durften, weil es hier quallenfrei ist, haben viel gelesen, viel geschlafen, uns viel über Studiengänge informiert, abends waren wir meistens 1-2 Stunden am Strand spazieren. Die Highlights waren eigentlich Surfen am Donnerstag, wo wir einen dreistündigen Surfkurs gemacht haben, wo wir mehr oder weniger erfolgreich waren, aber Spaß und blaue Flecke hat es auf jeden Fall reichlich gemacht ;) Und dann sind wir einmal zur Town of 1770 (einzige Stadt auf der Erde mit einer Zahl im Namen) gelaufen, was insgesamt circa 15-18km waren. Ziel war dort der Sonnenuntergang, denn dort kann man über dem Meer den Sonnenuntergang ansehen, was für die Ostküste logischerweise eher unüblich ist ;) Das war auf jeden Fall auch superschön :)
Ansonsten haben wir uns einmal noch auf der Suche nach einem anderen Strand verlaufen, sodass wir mehr als 1,5 Stunden in der Hitze einer Straße gefolgt sind, die vor einem verschlossenen Tor endete, wodurch man auch noch das Meer sehen konnte, was wirklich deprimierend war. Auf dem Rückweg waren wir dann natürlich auch dementsprechend schlecht gelaunt ;)
Naja, was noch richtig, richtig toll war, ist, dass wir Franzi und Urs getroffen haben! Am Mittwoch, kam Kathi vom Strand und meinte nur mit einem riesigen Strahlen, dass sie Franzi getroffen hätte und wir die beiden abends um 8 im Pub treffen würden. Und das haben wir dann auch wirklich getan. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich gefreut habe, sie wiederzusehen. Die drei Wochen, die wir ohne sie gereist sind, kamen mir so lang vor, was natürlich auch daran lag, dass wir so viel erlebt haben, naja, wir hatten dann natürlich erstmal jede Menge zu bequatschen, was wir in den regelmäßigen Telefonaten davor noch nicht erzählt hatten. Am nächsten Abend sowie Freitag Nachmittag und nochmal am Abend haben wir uns dann nochmal getroffen, gequatscht, Bilder angesehen und einfach nochmal die Zeit miteinander genossen, bevor wir uns leider wieder voneinander verabschieden mussten :(
Naja nach einer super schönen Woche in Agnes Water, das ungefähr so groß wie Schenefeld ist und einfach so gemütlich ist, dass man es nur abgöttisch lieben kann, sind wir dann gestern Morgen nach Hervey Bay aufgebrochen. Dass man sich dort so wohl gefühlt hat, lag auch vor allem am Hostel, das das sauberste und gemütlichste Hostel überhaupt war.
Nungut, nun sind wir also seit gestern in Harvey Bay, wo man eigentlich nichts wirklich tun kann. Morgenfrüh fahren wir dann zur Fraser Island, wo wir eine 3-Tages-2-Nächte-Selfdrivetour machen, was heißt, dass wir mit 9 Leuten mit einem Geländewagen über die Insel fahren und so viel wie möglich sehen wollen :) die Leute haben wir heute auch schonmal im Vorbereitungstreffen kennen gelernt und die sind auf jeden Fall alle supernett, sodass ich mich wirklich auf die Tour freue =)
Der Bericht kommt dann sobald wie möglich danach :)
Bis dahin, alles Liebe aus dem Süden :-*

Dienstag, 19. Januar 2010

Von Cowboys und Bullen

Holla, meine Freunde!
Also wie der Titel schon sagt, haben wir richtig echtes Rodeo miterlebt. Und zwar sind wir Donnerstag Mitternacht mit dem Bus von Airlie Beach nach Rockhampton gefahren und nach einer grausamen Nacht im Bus, anschließend noch ein bisschen Schlaf im Gruppenraum unseres Hostels und einem Besichtigungs-Tag in der Stadt sind wir abends zusammen mit 6 anderen unserer Whitsunday-Tour zum Rodeo gegangen. Und es war nicht so ein blödes maschinelles Rodeo, wo jeder mal raufhopst, sondern ein richtig echtes Rodeo, was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, mit echten Cowboys und gigantischen Bullen.
Angefangen hat es erst mit den jungen Cowboys (sie waren gerade einmal 12 Jahre alt!) auf jungen Bullen und anschließend kamen die Erwachsenen auf den riesigen Bullen. Das war echt verdammt krass, ich hatte jedesmal Angst um die Männer, weil die Bullen einfach so tierisch durchgedreht sind. Cool war auch, dass wir richtig hinter die Kulissen gucken konnten, wie das alles organisiert und aufgebaut ist. Also wie dann die Bullen nach und nach nach vorn geschleust werden, wie sie dann vorbereitet werden, was sie so verrückt macht (ihnen wird kurz vor die hinteren Beine ein Seil ganz fest umgebunden) und wie sich schließlich die Cowboys bereit machen und auch, wie es dann weitergeht, wenn die Cowboys runtergefallen sind. Das war auch jeden Fall mega interessant :)
Zum Teil war es auch echt krass, wenn man ganz vorne am Gatter zu der Bahn stand und die Bullen dann auf einen zugerannt kamen und total gegens Gatter gesprungen sind, da hat man echt Angst bekommen.
Naja, also es war auf jeden Fall ein mehr als gelungener Abend und ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht, dort zuzusehen, aber die ganze Atmosphäre war richtig cool und man ist einfach so vollkommen gebannt, von dem, was dort passiert.

Am nächsten Morgen hieß es dann um halb sechs aufzustehen, um mit dem Bus nach 1770, bzw. Agnes Water zu fahren. Hier sind wir jetzt in einem mega gemütlichen und sauberen Hostel und bleiben insgesamt eine Woche, also noch bis Samstag. Der Ort ist zwar winzig, und man kann nicht besonders viel machen, aber hier fühlt man sich einfach so unheimlich wohl und so wollen wir diese Woche nochmal Surfen und vielleicht Kayak fahren. Ansonsten verbringt man die Zeit am Strand, lesend, laufend, quatschend oder über Studiengänge informierend, also einfach mal richtig entspannen und die Zeit genießen :) Nur leider habe ich hier momentan keinen Empfang, sodass ich niemanden anrufen oder schreiben kann =/ also nicht wundern, wenn ich auf SMS oder Sonstiges nicht reagiere ;)
Danach geht’s dann weiter nach Havey Bay und von dort auch zu Fraser Island =)

Ach es ist jetzt auch schon Bilder von Rockhampton online, die Bilder sind leider nicht sehr gut gelungen, aber ich denke es kommt trotzdem ganz gut rueber, was dort abging :)

Herzallerliebste Gruesse :-*

Donnerstag, 14. Januar 2010

Die Whitsunday Islands

Von Montag bis Mittwoch haben Kathi und ich ja eine 2-Tage-2-Nächte-Segeltour zu den Whitsundays gemacht und wenn man es in einem Wort zusammenfassen soll, kann man nur traumhaft sagen :)
Also wir waren mit einem recht kleinen Segelboot mit dem Namen Mandrake und insgesamt 16 Mitfahrern und 2 Crewmitgliedern unterwegs. Der Komfort auf dem Schiff ist natürlich wie auf allen Segelbooten minimal, das heißt ein Raum, in dem alle schlafen und das in minimalistischen Betten, zwei winzige und schon nach ein paar Stunden echt abartigen Toiletten und keine Dusche… aber ansonsten war das Boot echt super. Die Mitfahrenden kamen aus allen möglichen Ländern, was echt cool war, weil man so jede Menge zu reden hatte und sogar ein, zwei fremdsprachige Worte gelernt hat, natürlich ganz oben dabei Prost in allen Sprachen, aber auch sonst ein paar Ausdrücke ;) Wir waren neben Kathi und mir noch zwei deutsche Paare, ein finnisches Paar, eine Norwegerin, zwei dänische Freundinnen, zwei englische Freunde und ein brasilianisches Geschwisterpaar, unser Skipper kam aus Australien und sein Helfer aus Irland, also wirklich buntgemischt alles :)
Am Montagmittag gegen 1 sind wir dann erstmal losgefahren und einige Stunden nur gesegelt bis zur Hook-Island, wo wir das Boot für die Nacht festgemacht haben. Dort haben wir dann erstmal einen kleinen Walk zu einer Höhle, in der Aboriginal Kunst ist, gemacht und anschließend gab’s dann auf dem Schiff Abendessen. Bei einem gemütlichen Bier saßen wir dann noch in kleiner Runde zusammen und haben über alles Mögliche gequatscht, bevor wir dann auch recht früh schlafen gegangen sind, weil wir am Dienstagmorgen um 6 Uhr aufstehen mussten.
Nach einer recht durchwachsenden Nacht in Hitze, schlechter Luft und mit schnarchenden Menschen und nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen sind wir dann früh weitergesegelt, um so schnell wie möglich das Highlight der Segeltour zu erreichen: der Whitehavenbeach. Das ist einer der weißesten, wenn nicht sogar DER weißteste Strand überhaupt. Erst haben wir das ganze von oben, von einem Lookout angesehen, bevor wir dann auch runter zum Strand gegangen sind. Leider darf man den Whitehavenbeach selbst nicht betreten, aber wir konnten dann zum Betty’s Beach, der eigentlich genauso weiß ist, jedenfalls kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass ein Strand noch weißer sein kann. Das war wirklich einfach nur ein Traum, vollkommen weißer und feiner Strand und dazu strahlendblaues Meer :):) Auf den Fotos sieht es ja schon wunderschön aus, aber in Wirklichkeit war es noch viel schöner =)
Nach dem Stopp sind wir wieder eine Weile weitergesegelt, bevor wir zwei verschiedene Schnorchel-Stationen hatten. Eigentlich hatten uns ganz viele gesagt, dass das Schnorcheln bei den Whitsundays im Gegensatz zum Schnorcheln bei Cairns überhaupt nicht schön ist, aber das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die Fische waren zwar vielleicht etwas kleiner, aber trotzdem nicht farbloser und die Pflanzen haben mir hier sogar besser gefallen, weil sie noch viel artenreicher und farbiger waren und dazu konnte man sie auch noch viel besser sehen, weil das Wasser wahnsinnig flach war, man hatte sogar die ganze Zeit Angst, irgendwas kaputt zu machen, während man geschwommen ist, weil wir so nah dran waren.
Schließlich sind wir dann zu unserem Übernachtungsplatz gefahren, wo es dann wieder Abendessen (endlich wieder richtig guten Braten mit Gemüse!! – zwar nicht so gut wie von Mama, aber an ihren Tafelspitz kommt eh keiner ran ;) ) gab und wir wieder in schöner Runde zusammen saßen, diesmal mit etwas mehr Bier und Goon (Billigweißwein) ;)
Am letzen Tag der Reise heiß es wieder viel zu früh „Wake up“ und nach Frühstück und einem dritten Schnorchelgang, der leider nicht so schön war, weil das Wasser dort zu trübe war, ging es dann schon wieder langsam zurück nach Airlie Beach, das wir gegen 11 Uhr dann erreichten.
Insgesamt war es wieder eine fantastische Tour, wo wir tolle Sachen erlebt haben, superliebe Menschen kennen gelernt haben und einfach jede Menge Spaß hatten :)
Am Abend haben wir uns dann so gut wie alle nochmal wieder getroffen, um nochmal gemeinsam ein Bierchen zu trinken und am Freitagabend sehen sich acht von uns sogar nochmal wieder :)
Wir fahren nämlich alle nach Rockhampton, wo freitagabends Rodeo ist und wo Kathi und ich uns dann mit den Finnen, Dänen und Engländern wieder treffen =)

Also die nächste Planung sieht demnach so aus: Heute Nacht um 12 fahren wir mit dem Bus nach Rockhampton, wo wir morgens um kurz nach 6 dann ankommen. Dann haben wir einen Tag in der Stadt, abends geht’s dann zum Rodeo und am nächsten Morgen müssen wir viel zu früh, um viertel vor sieben, schon wieder im Bus sitzen, um nach 1770 zu fahren. Wie es dann weitergeht, werden wir dann erst sehen ;)

Liebste Grüße aus Airlie Beach :-*

Sonntag, 10. Januar 2010

Huiui

So, also nun seid ihr erstmal wieder auf dem neuesten Stand was Reiseberichte und auch Fotos angeht!
Morgen fahren Kathi und ich erstmal zu den Whitsundays, machen dort eine 2-Tages,2-Naechte-Tour, was bestimmt richtig schoen wird, darauf freue ich mich schon richtig :)
Danach versuche ich auf jeden Fall so schnell wie moeglich wieder alles zu berichten... bis dahin, wuensche ich euch alles Liebe!

Sonnige Gruesse aus Airlie Beach :-*

Townsville und Magnetic Island

Nachdem wir dann nach einer vierstündigen Busfahrt Townsville am Mittwochnachmittag erreicht haben, ein schönes Hostel gefunden haben, unser Gepäck dort abgeladen haben etc., haben wir erstmal die Stadt ein wenig angesehen und uns über die Gegend informiert, um die nächsten Tage zu planen. Also Townsville ist eine der größeren Städte hier an der Ostküste, ca. 110 000 Einwohner und bei den meisten Backpackern recht unbeliebt, was ich irgendwie nicht so ganz nachvollziehen kann, weil es mir eigentlich ganz gut gefiel und besonders im Vergleich jetzt zu Mission Beach, was wiederum die meisten Backpacker mögen, aber für mich außer Skydiven recht unspektakulär war. Naja, am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden, um mit der Fähre zu Magnetic Island, eine Insel nur 8km von Townsville entfernt zu fahren, und haben dort den ganzen Tag verbracht. Leider konnte man nur die eine Seite (ich glaube die Ostseite war’s) gut mit dem Bus erreichen, aber die reichte auch schon, um den Tag locker zu füllen. Zuerst sind wir also ganz in den Südosten zum Picnic Bay gefahren, sind dort spazieren gegangen, baden gewesen (leider konnten wir nur im „stingernet" baden, weil gerade Quallensaison ist=/ ) und die Landschaft genossen, die hier echt wunderschön war :) Danach sind wir dann zu den Forts gefahren, wo wir einen langen Walk hoch und runter auf einem mehr oder weniger befestigen Weg gemacht haben, der uns unwahrscheinlich schöne Aussichten über Buchten, Strände, Wälder der Insel bot =) Danach sind wir dann zum 2km entfernten Horseshoe Bay ganz im Nordosten gelaufen und dort ein bisschen am Strand geschlafen und entspannt =) Danach mussten wir leider schon wieder zurück zum Nelly Bay, wo wir nur noch kurz Zeit hatten, ein bisschen umherzusehen, bevor wir auch schon wieder auf die Fähre mussten. Insgesamt war es ein richtig schöner Tag auf der Insel, die uns echt gut gefiel :)

Am Freitag hatten wir dann auch schon wieder den letzten richtigen Tag in Townsville, bevor wir am Samstagmorgen weiter nach Airlie Beach fahren wollten. Diesen nutzen wir dazu, noch einmal an der Promenade, die sie hier „The Strand" nennen, entlangzugehen und am Ende von dieser im Rock-Pool zu baden und ein bisschen zu entspannen, lesen etc. Abends waren wir dann noch für richtig wenig Geld im Pub gegenüber von unserem Hostel essen und haben einfach ein bisschen entspannt, was man nach den letzten Tagen, in denen man schon wieder so viel erlebt hat, auch gut gebrauchen konnte.

Am Samstagmorgen, bevor wir auch schon wieder losziehen mussten, bin ich dann um halb sieben aufgestanden, um endlich mal wieder schwimmen zu gehen. Und zwar hatte ich am Tag zuvor gesehen, dass an der Promenade auch ein richtiges Schwimmbad mit richtigen Bahnen ist, was morgens um 7 aufmacht und da dachte ich mir, nutze ich mal wieder die Chance, um ein paar Bahnen zu schwimmen und ich muss sagen, es hat echt Spaß gemacht. Es war zwar wirklich deprimierend, wie langsam ich war, aber trotzdem war’s mal wieder cool, nach so langer Zeit mal wieder im Wasser zu sein :) Außerdem hatte ich äußerst nette Mitschwimmende, die zwar mehr als dreimal so alt waren wie ich und zum Teil trotzdem schneller waren, aber was solls ;)

Mission Beach und Gefuehl vollkommen frei zu sein

Am Montag ging dann die Reise weiter Richtung Süden: nach Mission Beach.

Mission Beach selbst ist klein und sehr ruhig, erinnert ein bisschen an ein Bergdörfchen. Außer einem Supermarkt, einem nahegelegenen Regenwald und einem endlosen und schönen Strand gibt es dort nicht besonders viel, außer die Möglichkeit zu raften oder, das was Kathi und gestern taten…dümdüdümdüm…Spannung steigt…Skydiven!!

Am Dienstag sind Kathi und ich also Fallschirmspringen gegangen und ich kann nur sagen, das ist das Beste, was ich je in meinem Leben gemacht habe und ich kann es nur absolut jedem empfehlen :) Die Höhe war 14000Fuß, was knapp 5Kilometern entspricht. Naja, ich berichte einfach mal von vorn: Also um halb acht morgens wurden wir abgeholt und zusammen mit vier anderen Mädels, die mit uns gesprungen sind, zum Resort unseres Anbieters gebracht. Dort wurde dann alles Wichtige abgehandelt, das heißt, es wurde bezahlt, uns wurden unsere Partner, mit denen wir später gesprungen sind, vorgestellt, uns wurden die Sicherheitsgurte umgeschnallt und schließlich die Flug- und Landeposition gezeigt. Das alles dauerte nicht besonders lang und dann ging es auch schon in unser winziges Flugzeug, das ohne lang zu zögern auch schon startete. Auf dem Weg nach oben hatten wir erst mal einen super Rundflug über die Gegend um Mission Beach und konnten wahnsinnig weit über Felder, Flüsse und das Great Barrier Reef sehen. Ungewöhnlicherweise war ich auch total ruhig, konnte den Ausblick genießen, meinen Flugpartner über alles Mögliche ausfragen und mich einfach auf das Kommende freuen. Nur zwischendurch, als ich dachte „och, wir sind ja schon recht hoch" und mir dann mein Partner mitteilte, dass wir jetzt bei 1000Fuß seien und mir dann bewusst wurde, dass wir noch 13 Mal so hoch fliegen dachte ich nur „Oh mein Gott, was hast du getan?", aber das hat sich auch wieder ganz schnell gelegt :) Irgendwann hatten wir dann auch die Wolkendecke durchbrochen, aber trotzdem war das Ende noch lange nicht in Sicht. Da kann man sich erstmal vorstellen, wie unglaublich hoch es war! Irgendwann gab es dann das Zeichen, dass wir uns bereit machen sollen, das heißt, die Schutzbrille aufsetzen sollten und dann wurden wir mit unserem jeweiligen Sprungpartner zusammengeschnallt, und zwar so eng, dass man jeden Atemzug spüren konnte, was einem aber irgendwie auch das Gefühl von Sicherheit gab. Als wir dann die 14000Fuß erreicht hatten, wurde die Tür des Flugzeugs geöffnet und nun war Kathi als erste dran, zu springen. Als ich sie dann nur aus dem Flugzeug fallen sah, wurde ich erst wieder ein bisschen nervös und ängstlich, aber dann ging alles so schnell, das überhaupt keine Zeit für Panik war, denn einer nach dem anderen verschwand aus der Tür, bis nur noch Rod, mein Sprungpartner, und ich im Flugzeug waren. Als ich dann da an der offenen Tür saß, die Beine rausbaumelten und ich runterguckte, war es echt ein krasses Gefühl. Ich kann gar nicht mehr sagen, was mir durch den Kopf ging, aber mein Körper war sowas von mit Adrenalin gefüllt… und nach nur zwei Sekunden kam dann die Ansage, meine Arme überkreuzt an meine Brust und meinen Kopf in den Nacken zu legen: das war das Zeichen, dass es nun losging und Zack ist man einfach nur ins Nichts gefallen, beziehungswiese gepurzelt, weil man sich am Anfang erstmal überschlägt und hin und herrollt, bis man in der normalen Flugposition ist. Das erste Stück, wo man einfach aus dem Flugzeug in den Himmel fällt, war einfach nur krass und eindeutig das Beste gewesen!! Man hat geschrien, aber es kam kein Ton raus und das Herz hat so schnell geschlagen, wie es noch nie zuvor getan hat, einfach nur Wahnsinn!! :) Dann ging es circa 60 Sekunden im freien Fall gerade runter, wobei man sich schnell an das Gefühl gewöhnt hat und es einfach nur alles genießen konnte. Irgendwann war man dann kurz über der Wolkendecke und obwohl man weiß, dass einem nichts passiert, wenn man durch sie hindurch fliegt, hat das Gehirn wieder Adrenalin ausgeschüttet aus Angst, sich wehzutun, total absurd, aber irgendwie war es auch lustig…und in der Tat konnte man die Wolken richtig spüren. Erstmal war es total feucht und dann tierisch kalt auf der Haut, das war echt witzig. Naja, nach insgesamt einer Minute circa hat Rod dann den Fallschirm geöffnet und es folgten circa fünf Minuten entspanntes Fliegen mitten über dem Great Barrier Reef. Dabei konnte man erstmal so richtig die Aussicht über das türkisblaue Wasser, die Inseln, den Strand und alles genießen, was einfach nur traumhaft war :) Gelandet sind wir dann direkt am Strand, was dadurch total sanft und überhaupt kein Problem war =)

Also ich kann echt nur sagen, dass es mit Abstand das Beste ist, was man machen kann und jeder, der hier mal ist, sollte es tun ;)

Danach wurden wir dann wieder zurück zum Hostel gefahren und man hatte das Gefühl der Tag sei schon um, weil man einfach so viel erlebt hat, dabei war es gerade mal neun! Uhr. Naja, dann hatten wir noch Zeit genug, im Regenwald spazieren zu gehen, im Pool zu baden, zu kochen, am Strand spazieren zu gehen (insgesamt sind wir dann am Tag circa 4-5 Stunden und bummelig 20km gelaufen) und mit einigen Leuten aus dem Hostel zu quatschen =)

Am nächsten Morgen dann, haben wir Mission Beach auch schon wieder Richtung Townsville verlassen.

die Zeit in Cairns

Und schon wieder habe ich Einiges nachzuholen, weil der gute Plan, immer alles sofort zu schreiben, natürlich wie immer nicht aufging…naja, ich fange mal ganz von vorne an:

Also in Cairns waren wir insgesamt zwei Wochen, hauptsächlich um Weihnachten und Silvester dort zu feiern, ansonsten ist auch nicht besonders viel passiert. Es wurde in der Lagune oder im Hostel-Pool gebadet, über Touren entlang der Ostküste informiert, ins Kino gegangen und abends ab und zu mal gefeiert. Dann kam leider der seit Anfang an gefürchtete 29.Dezember…warum gefürchtet? Franzi ist an dem Tag nach Melbourne geflogen, um dann 6 Wochen lang mit ihrem Freund zu reisen. Morgens ging es dann im Dreierpack zum Flughafen und unter Tränen schließlich nur noch zu zweit zurück zum Hostel und man merkte einfach sofort, dass jemand fehlt: Im Taxi ist ein Platz zu viel frei, ein Bett ist leer, es fehlen Sachen im Bad...und es war keiner mehr da, der schon morgens munter quatschte und Blödsinn machte ;) Naja, was uns bei Laune hält ist die Vorfreude darauf, uns im Februar alle wiederzutreffen und dann gemeinsam wieder weiterzureisen :)

Seitdem reisen Kathi und ich nun allein durch Australien und haben schon Einiges wieder erlebt =)

Nachdem Silvester gut und mit jeder Menge Spaß überstanden wurde, ging es am 02.Januar dann zum Schnorcheln aufs berühmte Great Barrier Reef :)

Morgens gegen acht ging es mit dem Schiff los, erstmal eineinhalb Stunden einfach raus aufs Meer und dann durften wir an zwei verschieden Stationen in einem bestimmten Bereich, sodass sie uns noch alle überblicken konnten, vollkommen frei Schnorcheln und es war einfach nur toll :) Das Wasser war so unglaublich klar, die Pflanzen und Fische so unglaublich vielfältig und bunt, das kann man sich echt nicht vorstellen!! Man wusste überhaupt nicht, wo man zuerst hingucken sollte, weil man einfach so überwältigt von dem Ganzen war, das war einfach nur Wahnsinn =)

Da gibt es auch einfach alle Variationen, von klein bis gigantisch (einmal kam ein riiiesiger Fisch, mehr al einen Meter groß, und er war überhaupt nicht scheu, ich konnte ihn sogar zwei mal streicheln, das war echt der Hammer!!), von dick zu dünn, dann die kräftigsten Farben von gelb, blau, lila, grün, zu pink und einfach alles, nur cool. Lustig war es auch immer, wenn man einfach bewegungslos auf dem Wasser lag und mit der Wasserbewegung hin- und hertrieb und dann die Fische unter einem beobachten konnte, die haargenau gleich hin- und hertrieben, genau wie einige Pflanzen =) Abgerundet wurde die Tagestour dann noch von gutem Essen und guter Unterhaltung von „Elvis", der seinem Namen echt gerecht wurde :)

Also ihr seht, der Tag war wieder vollkommen gelungen und ich könnte noch seitenweise weiter erzählen und schwärmen ;)