Dienstag, 30. März 2010

Eine neue Woche voller Erlebnisse

Auch in der letzten Woche haben Franzi und ich natürlich jede Menge erlebt.
Am Montag ging es mit dem Kiwi-Bus von Taupo mit einigen Stopps nach River Valley, ein winziges Dorf, das quasi nur aus einem Fluss und zwei, drei Häusern besteht, aber dafür unheimlich schön ist, weil es von Bergen und Wäldern umgeben ist :) Unser Hostel dort war allerdings etwas abenteuerlich, vor allem weil es eigentlich nur einen großen Schlafraum gab, wo wir mit 32 Leuten zusammen geschlafen haben. Unterteilt in zwei Bereiche zu sechszehnt gab es noch nicht einmal einzelne Betten für jeden, sondern stattdessen zwei riesige Liegewiesen, eine unten, eine darüber, wo man einfach mit den Matratzen nebeneinander lag, und das neben wildfremden Leuten…zum Glück hatten Franzi und ich keine unhygienischen Leute neben uns ;)
Am nächsten Mittag sind wir auch schon in Richtung Hauptstadt Neuseelands aufgebrochen: Wellington. Nach einigen Stopps in Städten auf dem Weg kamen wir dort am späten Nachmittag an, sodass wir noch Zeit hatten, uns ein wenig die Stadt anzusehen, am Hafen entlangzulaufen…unsere ersten Eindrücke waren auf jeden Fall positiv :)
Am Mittwoch hatten wir einen Tag „frei“, das heißt keine Busfahrt, nur Stadtbesichtigung =) Den Tag nutzten wir dann für das berühmte National Museum „Te Papa Museum“, was über die Flora und Fauna, Kultur der Maoris, Geschichte etc. Neuseelands informiert. Das Museum gehört auf jeden Fall zu einem der besten, in denen ich bisher war, weil es richtig interessant und gut aufgebaut ist :) Ein Highlight dort war ein riiiesiger Tintenfisch, der nahezu unverletzt dort zur Besichtigung liegt, der ist echt beeindruckend.
Danach sind wir noch zum Parlamentsgebäude gelaufen…ja, was soll man sagen, ich habe selten so ein hässliches Gebäude gesehen. Das Parlament wurde sogar auch schonmal zum hässlichsten Gebäude gekürt – und das echt zu recht. Es ist einfach nur ein großer, grauer, runder Klotz. Von innen ist es glücklicherweise etwas ansehnlicher und wir durften sogar in den Pleniumssaal, wo die Politiker gerade mitten in einer Diskussion waren. Ich kannte es ja schon aus Kiel wie so etwas abläuft, als wir mit dem Jahrgang mal im Landtag waren, aber für Franzi war es vollkommen neu und sie war echt überrascht. Alle schreien dazwischen, lachen den anderen lauthals aus, laufen wahllos umher, der Sprecher selbst brüllt ins Mikro und sogar der Vorsitzende selbst, „Mr.Speaker“ kann sich das Grinsen nicht verkneifen… das Beste war, als ein Politiker, der momentan nicht mehr reden durfte, aufgestanden ist und sich auf den Platz eines anderen Politikers gesetzt hat, der kurz davor den Saals verlassen hat, und weil sich die beiden auf den ersten Blick recht ähnlich sahen, vom Vorsitzenden das Wort erteilt bekommen hat :D…also die Umgangsformen sind schlimmer als im Kindergarten ;)
Am Donnerstag hieß es dann schließlich: Auf zur Südinsel! Früh morgens mussten wir also zur Fähre, die drei Stunden lang über den Cook Strait von Wellington nach Picton gefahren ist. Die Fährfahrt war durch die wunderschöne Aussicht von Wasser, Bergen und Wäldern zum Glück auch nicht langweilig :) Dort angekommen hieß es schließlich wieder Busfahren: Ziel war heute nämlich Nelson, wo wir nach einer Ortsbesichtigung die Nacht verbracht haben.
Der Freitag lief wie die meisten Busfahrtage ab: Morgens ins den Bus steigen, einige Pausen, heute bei einem wuuunderschnen See, Lake Rotoiti, wo wir unheimlich schöne Aussichten hatten, und schließlich im Ort ankommen, diesmal hieß das Ziel Westport, wo wir uns den Ort angesehen, eingekauft und gekocht haben.
Auch der nächste Tag war kaum unterschiedlich. Am Samstag sind wir nämlich von Westport nach Mahinapua gefahren, ein Ort, der genaugenommen eigentlich gar nicht richtig existiert. Die Einwohnerzahl ist nämlich genau 1, was ein 85Jahre alter Mann ist, der einen Pub mit einem dazugehörigen Hotel betreibt, wo wir gewohnt haben. Auf der Landkarte ist der Ort auch nur durch den See, Lake Mahinapua, zu finden. Der See und auch der Strand, der nicht weniger nah ist, sind echt schön, auch wenn das Wetter leider nicht ganz mitspielte. Am Abend haben wir dann mit der ganzen Truppe aus unserem Bus zusammen gegessen und anschließend gefeiert – und das auf eine eigentlich sehr kindische Weise, was dafür aber umso lustiger war: und zwar, mussten wir uns Verkleiden. Zuvor mussten wir alle im Bus einen Zettel ziehen, wo ein Buschstabe drauf war, und dann musste man sich ein Kostüm ausdenken, was mit dem Buchstaben auf dem Zettel anfing. Franzi hatte zum Beispiel U und war dann umpa (Schiedsrichter) und ich hatte Z und war dann zebra. Zum Teil waren da echt soo geile Kostüme mit bei, einer war als Kleopatra verkleidet, einer als Quasimodo und einer (wohlbemerkt einER) als Bunny… wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß ;):)
Achja, was ich noch vergessen habe: auf der Fahrt nach Mahinapua haben wir morgens auch noch eine Wanderung gemacht, und zwar zu den Pancakes, berühmte Felsformationen, was echt schön war=) vor allem haben wir dort unsere ersten Kiwi-Vögel gesehen und fast noch besser: Seerobben, dort war nämlich eine große Kolonie :)
Am Sonntagmorgen ging die Reise auch schon wieder weiter, und zwar nach Franz Josef. Auf dem Weg dorthin haben wir noch in einem Bushman Center angehalten, was ein Museum über die Wildjagd in Neuseeland ist. War ziemlich interessant, wie sie das früher gemacht haben, erst einzelne Jäger, die zu Fuß mit dem Gewehr durch das Land zogen, später dann aus dem Helikopter erschossen und das tote Tier mitgenommen und dann später, als Wildfarmen gegründet wurden, ebenfalls mit Helikopter, und zwar sind die Jäger dann aus dem Heli auf das Wild gesprungen und haben dann das lebende TIer mitgenommen…später dann mit Netzen, die von oben über sie gestülpt wurden. Also wirklich interessant irgendwie und das mit dem aus dem Heli springen kann ich jetzt noch nicht ganz glauben ;)
Nungut, also seit Sonntag sind wir also in Franz Josef, ein sehr kleiner, aber süßer Ort, der eigentlich nur für die Aktivitäten lebt: Kajak fahren, Fallschirm springen und Gletscherwandern, was Franzi und ich dann gestern auch gemacht haben =)

Glacier Hiking

Gestern hieß es also Gletscherwandern, und das auf dem sich am schnellsten bewegenden Gletscher, dem „Franz Josef Glacier“. Glaubt mir, ich könnte stundenlang davon schwärmen, es war einfach nur fantastisch!! Dennoch versuche ich mich relativ kurz zu fassen ;)
Also morgens um 9h wurden wir im Office mit dem Equipment ausgestattet, das heißt Regenhose und –jacke, Boots plus Spikes, dicke Socken, Mütze und Handschuhe. Danach ging es mit dem Bus zum Gletscher. Beim Parkplatz wurden wir dann in drei verschiedene, später dann in sechs Gruppen aufgeteilt, sodass man nachher elf Leute auf einen Tourguide war, was echt perfekt war, vor allem war unser Tourguide echt supernett und freundlich und hat uns gut Zeit für Fotos und alles gegeben =)
Also normalerweise sind die Gruppen 5 Stunden lang auf dem Eis, jedoch hatten wir gestern besonders viel Glück, weil seit gestern ein neuer Track offen ist. Denn normalerweise heißt es, dass das Wandern auf der linken Seite des Gletschers zu gefährlich ist, jedoch hat man einen Track gefunden, der ok ist, sodass wir jetzt die ersten waren, die den Track laufen durften. Jedoch hieß es auch, dass wir statt 5Stunden fast 8 Stunden auf dem Eis waren, weil sie sich wohl etwas verschätzt haben! Richtig geil =) Dazu kamen dann noch die Wanderungen zum und vom Gletscher zum Parkplatz, was nochmal gut 5km waren. So hat konnte man den Ganztagestrip auch wirklich Ganztagestrip nennen, weil wir erst um kurz vor acht zurück im Ort waren.
Das Gletscher selbst ist einfach nur atemberaubend: riesig (insgesamt 10km lang), schneeweiß bis himmelblau (wenn man den Dreck zwischendurch ignoriert ;) ) und hat die schönsten Formen: es gibt Höhlen, riesige Eiswellen und Gletscherspalten, durch die wir hindurchgewandert sind. Denn wir sind nicht nur einfach über das flache Eis gestiefelt, sondern mussten richtig klettern, steile Eiswände runter und hoch und uns durch die engsten Spalten quetschen, also wenn ich eng sage, meine ich auch wirklich eng, man musste seitwärts gehen, den Rucksack abnehmen und ein Fuß hinter den anderen stellen, weil es sonst einfach nicht passte. Zum Teil war es echt krass, da dachte man nur noch: oh mein Gott, wie komme ich hier bloß je wieder raus, vor allem wenn man dann hochguckt, dort nur eine hohe Eiswand sieht und weiß, dass man dort gleich hochsoll. Es war wirklich einfach nur toll, fantastisch, genial, perfekt!! Ich glaube man kann es sich gar nicht richtig vorstellen, wenn man es selbst nicht gemacht hat, aber ich denke die Bilder geben zum Teil einen ganz guten Eindruck. Leider konnten wir nicht bei allen Sachen Bilder machen, weil man eher damit kämpfen musste, nicht stecken zu bleiben ;)
Und man kann sich irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wenn man oben steht, dass unter seinen Füßen einfach mehr als 50m Eis sind, das ist unglaublich! Und nicht nur der Gletscher selbst ist wunderschön, sondern auch die Umgebung mit den Bergen und Wasserfällen und das Tal mit dem Fluss :)
Naja, ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, wie sehr ich den Gletscher liebe, aber ich würde mich wohl nur noch wiederholen ;)
Deshalb: Bilder anschauen, die ich so schnell wie möglich hochladen werde und dann werdet ihr es wohl nachvollziehen können :)

Adieu, meine Lieben :-*

Sonntag, 21. März 2010

Black Abyss & Tongariro Crossing

Heute haben Franzi und ich wie gestern schon angekündigt, unsere erste Aktivität hier in Neuseeland gemacht: Black Water Rafting (unsere Tour hieß Black Abyss). Es hat einfach nur mordsmäßig Spaß gemacht und war sein Geld auf jeden Fall wert.
Also abgeholt wurden wir um viertel vor acht und dann ging es zu deren Lager, wo wir (6 Leute, davon 5 Mädels) dicke Neoprenanzüge, Gummischuhe und Helme bekommen haben. Nach einem schnellen Foto sind wir dann mit dem Kleinbus zur Höhle gefahren. Dort angekommen wurde uns an einem kleinen Hang die Abseil-Technik beigebracht, bevor es dann ans richtige Abseilen ging: Und zwar mussten wir uns 37m in eine Höhle abseilen und das bei völliger Dunkelheit! Das hat echt wahnsinnig Spaß gemacht, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte, weil man einfach rein gar nichts gesehen hatte – man hatte zwar eine Kopfleuchte an seinem Helm, doch die brachte dort wirklich gar nichts. Das erste Stück war ein sehr, sehr enges, felsiges Stück, wo man kaum durch passte und danach schwebte man einfach in circa 30m Höhe über einem Nichts, das war schon irgendwie gruselig, aber hat echt Spaß gemacht! Das Abseilen mussten wir alle nacheinander machen, das heißt der erste ging runter, hat dort gewartet, dann konnte erst der nächste.
Als wir dann alle unten in der Höhle waren, sind wir ein kleines Stück über Felsen gelaufen, bevor wir dann zur nächsten Station kamen: Und zwar sind wir – wieder in völliger Dunkelheit – mit einer Seilbahn ein kleines Stück tiefer gefahren. Im Hellen hätte das glaube ich nicht so viel Spaß gemacht, aber im Dunklen war’s echt cool, weil man einfach nicht wusste, was mit einem passiert.
Gut, danach gab’s dann erstmal Kaffee und Tee…und dann ging es ins Wasser. Das war echt krass, wir saßen da noch alle gemütlich und haben geschnackt und auf einmal springt einer unserer beiden Tourguides mit Anlauf und einem Gummireifen an seinen Hintern haltend ins Wasser, was 3-4m unter uns war. Wir haben uns so erschrocken, weil es einen mordsmäßig lauten Knall gegeben hat und meine erste Reaktion war: No way, ich mach das nicht! Natürlich habe ich es dann doch gemacht und es hat soo viel Spaß gemacht, nur leider hat uns keiner vorgewarnt, wie kalt das Wasser ist. So sind wir trocken, zwar in Neoprenanzügen, aber naja, so viel abhalten können sie dann doch nicht, in 11°warmes Wasser gesprungen! Da brauchte es erstmal, bis man wieder ruhig atmen kann ;)
Als wir dann alle im Wasser waren (2 unser 5 Mädels, haben es nicht gemacht und sind dann an der Seite langsam reingegangen) sind wir alle ins unseren Ringen in der Höhle umher gepaddelt und haben sie uns angesehen. Mit den Hunderten an Glühwürmchen, die fast noch schöner als jeder Sternenhimmel sind, und den Stalaktiten und Felsen und alle ist die Höhle einfach nur soo schön, die hat mir echt richtig gut gefallen! Nachdem uns noch einiges über Glühwürmen und die Höhle erzählt wurde und wir hin-und her gepaddelt sind, haben wir unsere Ringe wieder weggebracht und sind dann zu Fuß weiter. Es war echt nicht leicht, dort zu laufen, weil auf dem Boden überall Felsen, kleine Steine und auch haufenweise Löcher waren, sodass man aussah wie ein Betrunkener, vor allem wurd’s auch dadurch erschwert, dass die Füße mittlerweile so kalt waren, dass man sie kaum noch spürte! Na gut, zum Schluss gab es dann noch ein Highlight: und zwar sind wir dann nicht aus der Höhle einfach rausgeschwommen oder gelaufen, sondern geklettert :) Das hat auch wieder echt viel Spaß gebracht, vor allem weil ich davor eigentlich bis auf an einer Kletterwand nie richtig geklettert bin und ich mich, auch wenn wir in keiner Weise gesichert waren, total sicher gefühlt habe, weil die beiden Tourguides immer genau aufgepasst haben.
Insgesamt war es einfach nur ein cooles Erlebnis und hat mir und auch Franzi wahnsinnig viel Spaß gemacht :)

Danach auf der Fahrt nach Taupo, haben wir kurz vorm Ziel noch einen kleinen Stopp bei den Huka Falls gemacht, was ihr auch in auf den Bildern sehen könnt. Das war einfach nur wahnsinnig schön dort, das Wasser hatte so eine geile Farbe, hellblau-türkis, und der Fluss hatte so eine heftige Strömung, das habe ich noch nie in meinem Leben so stark gesehen, einfach nur cool :)

Gut, das war gestern, heute haben Franzi und ich schon wieder was Cooles erlebt. Und zwar haben wir einen – so sagt man – der schönsten Wanderungen auf der Welt gemacht, das Tongariro Crossing. Das hieß eine Strecke von 19,4km auf und ab über einen Berg. Ich kann euch sagen, es war soo anstrengend!
Aber nun von vorn: das erste Stück war von unserem Carpark Mangatepopo (1150m) zu den Sodasprings, was noch echt angenehm war, das es nur eine leichte Steigung war und das Wetter auch noch ganz angenehm war, da es recht warm war. Nur leider, war es sehr, sehr nebelig, sodass man kaum was sehen konnte, was natürlich schade war und die Stimmung etwas dämpfte. Dieses Stück war circa 1Stunde lang. Danach ging es von den Soda Springs zu South Crater, was zusammen mit dem nächsten Teil der Härteste war. So wird dieses Stück, was auch circa 1 Stunde dauert, als „Devils Staircase“ bezeichnet – und das zu recht ;) Dann gab es zum Glück ein kleines, ebenes Stück, bevor es dann wieder ebenso steil zum Red Crater hochging, was die höchste Stelle unserer Wanderung war (1886m). Diese Strecke dauerte ebenfalls circa 1h. Zum Glück war es mittlerweile etwas weniger neblig, sodass man die Aussicht richtig genießen konnte. Zu sehen gab es nämlich neben weiteren Bergen und Tälern, einen richtigen Vulkan, der bis Mitte der Siebziger ein sehr aktiver war. Das sah schon echt richtig schön aus, mit noch ein bisschen Nebel drumherum und auch die Wolken, die nun zum Teil unter uns waren. Was das Genießen jedoch etwas erschwerte war die Kälte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdammt kalt es war. Der Wind dort war so stark, dass man kaum nicht mehr stehen, geschweige denn laufen konnte. Ich glaube das war echt der stärkste Wind, den ich bisher erfahren habe. Wir haben einfach nur noch gezittert und gefroren, echt nicht schön.
Hiernach ging eine extrem steile Strecke hinunter zu den Emerald Lakes, die für mich mit ein Highlight der Wanderung waren. Die drei Seen hatten nämlich so unheimlich schöne Farben, richtig kräfitges Türkis, was so ein großer Kontrast zu den grauen Bergen war. Aber auch wenn die Seen unheimlich einladend aussahen, darf man leider nicht in Ihnen schwimmen, weil es wie die Hot Spring Pools in Rotorua uns verbrennen würden.
Die nächste Strecke war wieder etwas bergauf, und zwar zum Central Crater. Von dort aus konnte man schon den großen Blue Lake sehen, der auch richtig schön war.
Der Rest der Strecke war kontinuierlich etwas bergab, was am Anfang sehr angenehm, am Ende jedoch nur noch in den Füßen und Knien schmerzte, weil man ja immer bremsen musste. Vor allem war dieser Teil der Wanderung circa 4 Stunden lang, also ihr könnt euch vorstellen, dass ich jetzt kaum mehr laufen kann, weil meine Knie einfach wehtun.
Insgesamt, war die Wanderung zwar echt anstrengend, und hat einen an die absolute Kältegrenze gebracht, jedoch hat es sich echt gelohnt, weil die Landschaft einfach unheimlich schön war, auch wenn wir etwas Pech mit dem Wetter hatten.

So, zu der Planung der nächsten Tage: morgen haben wir noch einen Tag in Taupo, an dem wir wahrscheinlich nicht soo viel machen werden. Wahrscheinlich mal zu dem Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, und vielleicht zu den Hot Rock Pools.
Am Montag geht’s dann weiter nach River Valley, wo wir nur eine Nacht bleiben werden, und dann fahren wir auch schon in die Hauptstadt Wellington. Dort werden wir zwei Nächte bleiben, nächstes Ziel ist dann Nelson, unsere erste Stadt auf der Südinsel :)
Übrigens sind nun auch alle fehlenden Bilder online, das heißt die von Sydney und Canberra, sowie alle bisherigen aus Neuseeland, viel Spaß beim Stöbern :)
Ich schreibe dann wieder, wenn es wieder etwas Spannendes zu berichten gibt ;)
Liebste Grüße, Lea :-*

Donnerstag, 18. März 2010

Kia Ora!!

Was so viel wie „Hallo“ oder „Willkommen“ in der Sprache der Maori, der Ureinwohner Neuseeland, heißt. Seit Samstag bin ich nun also in Neuseeland und habe schon einiges gesehen und erlebt: Bis Dienstag war ich (ab Sonntagabend mit Franziska zusammen) in Auckland, der größten Stadt Neuseelands (1,4 von insgesamt 4,3Millionen Einwohnern!) In den zweieinhalb Tagen wurde dann alles Wichtige besichtigt, wozu natürlich der Skytower (höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre), dann der Victoria- und Albertpark, die Victoria-Märkte, das Auckland Museum, der botanische Garten mit den Wintergärten und auch der Hafen gehören. Das alles hat mir unheimlich gut gefallen und so war mir das Land von Anfang an mehr als sympathisch :)
Zwar ist es hier deutlich kälter als in Australien (ja, lange Hosen und Pullover gehören wieder zum Alltag ;) ), aber trotzdem scheint hier meist die Sonne und ist somit angenehm draußen :) Großer Vorteil gegenüber Australien ist auch, dass alles billiger ist, was für uns natürlich recht elementar ist.
Nun gut, am Dienstag war dann unsere erste Fahrt mit KIWI-Experience, und zwar nach Mercury Bay. Das coole bei Kiwi-Experience ist, dass es einen nicht nur von A nach B fährt, sondern gleichzeitig der Busfahrer ein richtiger Reiseführer ist, der einen etwas über die Orte erzählt, ein bisschen Geschichte, Geographie und vor allem Aktivitäten und Hostels, die er auch noch gleich für einen bucht und einen direkt vor die Tür fährt. Also perfekter geht es eigentlich nicht. Dazu haben wir dann auch noch alles in einem kleinen Buch zusammengefasst bekommen, sodass wir alles auch nochmal nachlesen können.

Naja, am Dienstag ging es also los nach Mercury Bay. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einige Male angehalten, um dies und das zu besichtigen. So waren wir erst auf dem Mount Eden, ein zugewachsener Vulkankrater, von dem einen schönen Überblick über Auckland hatte. Danach hatten wir eine Lunchpause in der kleinen Stadt Thames und schließlich einen längeren Stopp beim Hot Water Beach. Hot Water Beach deshalb, weil man bei Ebbe im Watt heiße Quellen finden kann, und zwar findet man die ganz leicht schon indem man sich einfach etwas mit den Füßen in den Sand gräbt. Man muss dort aber echt aufpassen, dass sich das Wasser auch mit dem Meerwasser vermischt, weil man sich sonst nämlich richtig verbrennt, das Wasser ist nämlich verdammt heiß!
In Mercury Bay sind wir dann schließlich am späten Nachmittag angekommen, wo wir dann noch ein bisschen durch den Ort getingelt sind, bevor es ans Kochen, Duschen etc. ging.

Am Mittwochmorgen hieß das nächste Ziel Rotorua, doch wie immer bei Kiwi-Experience sind wir nicht durchgefahren. Erst stoppten wir für eine Wanderung (Windows-Walk) an einem Fluss zwischen Bergen. Dabei gingen wir über drei recht große Schwingbrücken und durch einen 1km langen Tunnel, mit einigen kleinen Fenstern (deshalb Windows-Walk). Zwischendurch war es im Tunnel aber stockfinster, sodass man rein gar nichts mehr sehen konnte.
Zum Lunch waren wir in einer kleinen Stadt Matamata, die auch Hobbiton genannt wird, weil hier Teile von der Herr-der-Ringe-Trilogie gedreht wurden.
Danach sind wir direkt nach Rotorua gefahren, wo Franzi und ich uns noch den Ort inklusive Lake Rotorua und Parks angesehen haben. Berühmt ist Rotorua für die Hot Spring Pools, in die man aber nicht baden gehen darf, weil man sonst sofort verbrennen würde. Außerdem sind sie dadurch sehr abstoßend, dass sie einfach extrem stinken, das kann man sich echt nicht vorstellen. Der gesamte Ort stinkt einfach nur wahnsinnig nach Schwefel und Kuhmist. Sowas habe ich echt noch nicht erlebt, dass ein ganzer Ort einfach nur stinkt, sodass einem schlecht wird, echt krass.

Soo am heutigen Tage sind wir dann von Rotorua nach Waitomo, einem winzigen Dorf, gefahren. Auf dem Weg hierher hatten wir noch zwei Stopps bei Adventure-Gebieten, wo man zum Beispiel Bungy-jump, Swing (so wie Min Jin in Cairns) oder anderes machen konnte. Dort haben Franzi und ich aber einfach nur zugesehen und beobachtet. Nach einer weiteren Pause für Lunch, sind wir dann am frühen Nachmittag in Waitomo angekommen, wo wir einfach mal entspannen und uns auf morgen freuen, da wir morgens, bevor wir mittags nach Taupo fahren, Black Water Rafting machen. Und zwar müssen wir uns da am Anfang 35m abseilen, dann fahren wir einzeln in so Ringen durch den Fluß und durch die berühmten Höhlen hier in Waitomo, wo es haufenweise Glühwürmchen gibt, und all sowas. Darauf freuen wir uns schon sehr :)

Übrigens sind nun endlich die Bilder aus Surfers Paradise und Byron Bay, sowie vom WWOOFen online (die Lücke dazwischen von Sydney und Canberra ist in Arbeit). Ihr könnt ja mal rein schauen, wenn ihr Lust habt

Gut, gut, das war’s dann erstmal wieder von mir =)
Alles Liebe – diesmal aus Neuseeland :-*

Freitag, 12. März 2010

Lückenbüßer

So, bevor ich nun morgen in der Früh nach Neuseeland fliege und dort zusammen mit Franzi wohl auch jede Menge Erzählenswertes erlebe, sollte ich doch vorher erstmal mit dem Bericht von Australien fertig werden.
Also seit meinem letzten Bericht ist nicht soo viel passiert. Wir haben unsere letzten Tage auf der Farm noch genossen, die Orte in der Umgebung angesehen, jede Menge DVDs gesehen, gearbeitet (das Haus geputzt) und dann am Montagabend zum Abschied ein deutsches Essen für die Familie gekocht. Gulasch mit Rotkohl und Kartoffeln kam auch –außer bei der Kleinen, was wir irgendwie auch erwartet hatten und dann dementsprechend lustig fanden :D – richtig gut an. Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem Auto nach Canberra, von dort aus mit dem Greyhound nach Sydney, wo wir knapp 7 Stunden Aufenthalt hatten und so Zeit für einige organisatorische Dinge hatten, bevor es dann abends um 7 wieder in den Bus nach Brisbane ging, wo wir erst am Mittwochmorgen um 11 oder so ankamen. Ich kann echt nur sagen, dass ich die Nachtfahrten in dem Bus wirklich nicht vermissen werden, es ist einfach nur eng und unbequem und von schlafen kann wirklich keine Rede sein…naja, Mittwoch bis Freitag haben wir, bzw. ab Donnerstagabend nur ich allein mit Souvenirs und warmer Kleidung für Neuseeland einkaufen und mit organisatorischen Dingen verbracht. Am Donnerstagabend ist Kathi also nach Cairns geflogen und somit ist endgültig unsere Reise in Australien vorbei, was echt krass ist und ich glaubeich noch immer nicht wirklich begriffen habe. Hm, seitdem sitze ich also allein in Brisbane und warte quasi nur noch auf meinen Flug nach Auckland.

Aber nun will ich erstmal die Lücke zwischen Surfers Paradise und WWOOFing schließen und die Zeit kurz zusammenfassen: Also am 7.Februar sind wir von Surfers Paradise nach Byron Bay gefahren, wo wir dann zwei einhalb Tage hatten. Am ersten haben wir uns einfach mal im Ort umgesehen, alles angeschaut, am Strand gewesen und dann abends mit Joni, Lara, Bobby und Basti (Freunde von Kathi aus Deutschland) gefeiert. Am nächsten Tag haben wir dann ein wenig entspannt und ich mich dann um meine Praktika nach Australien gekümmert, bevor wir abends im Backpackerrestaurant Cheeky Monkey’s für 5$ essen waren. An unserem letzten Tag habe ich dann erstmal meine Bewerbungen fertig gemacht und später waren wir dann wieder im Ort, um uns einfach nochmal hier und da umzusehen. Am gleichen Abend ging es dann auch schon wieder mit dem Bus über Nacht nach SYDNEY! Also insgesamt mochten wir Byron Bay echt gern, weil es ein kleiner, süßer und echt gemütlicher Ort ist, aber ich glaube nicht so sehr wie alle anderen, die Byron Bay abgöttisch lieben

Naja, am 10. Februar kamen wir also in Sydney an, wo Kathi und ich frisch geduscht einfach mal zu Fuß los sind und so den Botanischen Garten (meiner Meinung nach eindeutig der schönste in Australien!!), das uralte Stadtviertel The Rocks und natürlich die heißgeliebte Oper gesehen haben. Die Oper ist in Wirklichkeit echt noch viel, viel schöner als auf dem Bildern. Mich persönlich hat sie echt wahnsinnig beeindruckt! Also jeder, der einmal in Australien ist, sollte auf jeden Fall nach Sydney zur Oper kommen, das ist definitiv eines meiner 10-15 Highlights hier, also klar nichts im Vergleich zum Uluru oder dem Lake McKenzie, aber doch echt cool =)
Am Abend waren Kathi und ich dann bei Franzi und Urs im Hostel gegenüber, um mit ihnen Pizza zu backen – und zwar zum Abschied von Urs, was zwar für Franzi echt traurig war, aber für Kathi und mich umso freudiger (Sorry Urs! ;) )

Ab dem nächsten Tag waren wir drei also wieder vereint und haben so die Art Gallery of New South Wales und das Parlamentsgebäude angesehen, bevor wir abends endlich mal wieder richtig Feiern gingen…und zwar mit richtig gutem Grund, denn am 12. wurde Kathi 20!
Am nächsten Morgen gab es also richtig gutes Geburtstagsfrühstück mit richtigen Brötchen von einem deutschen! Bäcker. Danach sind wir dann zu chinesischen Märkten, die wegen des Neujahrsfestivals der Chinesen jetzt waren, ein bisschen Bummeln und dann in einen bayrischen Biergarten und schließlich richtig gut und billig essen :)

Am Samstag waren wir dann am berühmten Manly Beach und haben nochmal den letzten Strand in Australien genossen und später die Zeit bis zur Fähre in einem weitern bayrischen Biergarten vertrieben =)

Am Sonntag war dann wieder ein großer Tag von den Chinesen, und zwar haben sie an dem Tag Lion’s Dance veranstaltet, das heißt sie sind in vier großen Straßen im Chinatown jeweils in großen Zügen hinter einem dieser Typischen Löwensfiguren aus Plüschi und Glocken und Glitzer aus zwei Personen, begleitet von jeweils einer Gruppe von Trommlern, umhergewandert und sind so von Geschäft zu Geschäft und von Restaurant zu Restaurant, um diese zu weihen. Irgendwie ist es total irre, wie vollkommen unterschiedlich die feiern, also ich fand’s echt cool irgendwie :)

Am Montag und Dienstag waren wir dann noch bei einem Lookout und in der großen St.Mary’s Cathedral und am Mittwoch sind wir dann für zwei Tage und eine Nacht nach Canberra, in die Hauptstadt Australiens. Es ist irgendwie echt widersprüchlich, dass die Hauptstadt von diesem gigantischen und vielseitigem Land diese kleine Stadt Canberra ist, wo es doch auch große Metropolen wie Sydney und Melbourne gibt, aber naja, wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte. Also die zwei Tage dort waren dann voll mit Programm: das alte, sowie das neue Parlament (das teuerste Gebäude Australien, ich glaube 11Milliarden Dollar oder sowas abstruses war es), das hohe Gericht, National Gallery, Portait Gallery, Australian Museum und schließlich das Australian War Memorial, was wir alle drei auf jeden Fall am besten fanden. Das Denkmal ist einfach nur wahnsinnig beeindruckend! und dazu auch noch gleichzeitig ein gigantisches und richtig gutes Museum über den ersten und zweiten Weltkrieg und die Kriege in Vietnam, Afghanistan, Irak. Ich glaube ich war noch nie in so einem guten Geschichtsmuseum, echt richtig gut! Auch wenn die meisten Leute sagen, Canberra sei total langweilig und man müsse nicht hin, eigentlich nur, um zu sagen, man sei auch in der Hauptstadt gewesen, muss ich sagen, dass ich Canberra gar nicht so schlecht fand. Ich mein, klar, es war recht ruhig und klein, aber ich mochte es auf jeden Fall dort =)

In den nächsten 6 Tagen ist eigentlich wirklich nichts Spektakuläres passiert. Größtenteils haben wir nur gegammelt, gebummelt, Filme gesehen, Organisatorisches erledigt, im Botanischen Garten gelegen etc. Hauptsache war eben eine Familie fürs WWOOFen zu finden, was wir ja schließlich auch glücklicherweise getan haben, was ich aber ja schon alles ausführlich erzählt habe. Nungut, das war’s nun vom Reisen in Australien. Denn das nächste Mal, wenn ihr was von mir hört, wird es aus und über Neuseeland sein :)

Also bis dann, meine Lieben! Vorerst die letzen liebsten Grüße aus Australien :-*

Freitag, 5. März 2010

WWOOFing

Soo, nach viel zu langer Zeit melde ich mich nun auch einmal wieder. In der Zwischenzeit habe ich nun auch einiges wieder gesehen und erlebt, war in Byron Bay, Sydney, Canberra, wieder Sydney und nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag auf einer Farm in der Nähe von Canberra (1h). Obwohl es eigentlich am klügsten wäre, ganz von vorn zu erzählen, fange ich nun mit dem Aktuellsten an: Das WWOOFing.

WWOOF steht für willing workers on organic farms und bedeutet, dass man für eine gewisse Zeit in einer Familie auf einer Farm lebt, dort 4-6 Stunden am Tag arbeitet und dafür Unterkunft und Essen von der Familie bekommt.

Nachdem sich die Suche nach einer WWOOFing-Familie als doch nicht so leicht wie gedacht herausstellte, haben wir schließlich letzten Dienstag doch noch eine Familie gefunden, wo wir dann auch gleich zwei Tage später, am Donnerstag, hinkonnten. Und die Familie stellte sich als den totalen Glückstreffer heraus. Es ist eine fünfköpfige Familie, die einfach nur unglaublich lieb und freundlich ist. Die Mutter, Marty, ist ca. 40 und Architektin, der Papa, Tom, ist ca. 55 und Landschaftsarchitekt und dann gibt es noch zwei Söhne, Archie (ca. 11-12) und Oscar (ca.9), und eine kleine Tochter, Indie (ca.6). Und dann gibt es noch einen kleinen Hund, Hunter, der einfach nur vollkommen bekloppt ist, manchmal ist er total süß und zahm, dann springt er dich total an und beisst überall hin, dann klaut er ständig Schuhe, Handschuhe oder einfach alles, was er kriegen kann, sogar Schleifpapier oder Plastikdosen und dann ist er auf einmal total eingeschüchtert und läuft vor einem weg, sobald man sich nähert, um ihn zu streicheln. Also so einen bekloppten Hund habe ich echt noch nie gesehen.

Naja, unser Wohnraum ist auch ein Traum. Wir wohnen nicht wie meistens mit im Haus der Familie sondern in einer Art Hütte/Garage/Häuschen, was sie Studio nennen, ca. 50m vom Haus entfernt, was total gemütlich ist. Wir haben unseren eigenen Ofen, eine große Sofaecke, eine Küchenzeile mit allem, was man benötigt (nur leider kein fließend Wasser) und kuschelige Betten, die zum Teil auf so erhöhten Plattformen, eine Art zweite Etage im Raum sind.

Als wir ankamen, waren da noch zwei andere WWOOFer, und zwar ein österreichisches Paar, Elke und Wolfgang, die auch so unglaublich nett und lustig waren. Das war echt cool mit denen, nur leider sind sie am Montagabend dann wieder gefahren, weil sie am nächsten Tag nach Neuseeland geflogen sind.

Unser Arbeitsrhythmus sieht dann so aus: Wir arbeiten von Montag bis Freitag (am Wochenende haben wir frei :) ) in zwei Schichten. Die erste beginnt um halb zehn, was perfekt ist, weil wir so quasi ausschlafen können =) ) und geht dann drei Stunden lang bis halb eins, dann haben wir eine Stunde Lunchpause, in der wir meistens mit Marty und Tom zusammen Lunch essen. Danach arbeiten wir nochmal drei Stunden lang bis halb fünf und dann haben wir Feierabend, was erstmal Duschen gehen bedeutet und dann Kram wie Internet, lesen, Dies und Das und dann zwischen halb sieben und halb acht gibt es dann mit der ganzen Familie Dinner. Das Essen von Marty ist wirklich ein Traum, sie kocht echt wahnsinnig gut und vor allem gesund, das heißt endlich mal wieder jede Menge Gemüse und Fleisch und auch mal Fisch! Das genießen wir echt richtig :) Und auch so zwischendurch können wir uns so viel Obst oder alles andere nehmen, wie wir wollen, man wird hier echt richtig verwöhnt :)

Die Arbeit ist auch total okay, also letzten Freitag, Montag und Dienstag haben wir Unkraut gezupft; Mittwoch haben wir dann alle verschiedene Jobs gemacht: Kathi hat gemäht, Franzi und Zoe (eine Engländerin, die am Montag angekommen ist) haben nochmal Unkraut gezupft, und ich habe Steine aus dem Gemüsegarten gebracht, den Zaun um den Gemüsegarten repariert und später dann auch noch mit Unkraut gezupft, bevor wir danach alles zusammen die Garage neben unserem Studio aus- bzw. umgeräumt haben, damit da bald das neue Badezimmer für die WWOOFer entstehen kann. Gestern haben wir dann angefangen, das Holz an der Dachfront neu zu streichen. Das heißt erst mussen wir die alte poröse Farbe abkratzen, dann mit einer Schleifmaschine oder auch mit Hand das ganze schleifen, dann Löcher füllen und schließlich das ganze streichen. Das ist wirklich ganz schön anstrengend, weil wir eigentlich die ganze Zeit dann auf dem Dach lagen und uns dann vorne rüberbeugen mussten und dann die ganze Zeit die Sachen halten mussten, was auf Dauer wirklich schwer wird (vor allem die Schleifmaschine).

Naja heute waren wir dann quasi nur zu zweit, weil Zoe schon wieder nach Sydney gefahren ist (am Sonntag kommt sie aber wieder) und Franzi Tom nach Canberra fahren musste, damit er seinen Führerschein abholen und noch einiges anderes erledigen konnte. Also haben Kathi und ich dann erst am Dach weitergearbeitet und als es dann zu regnen anfing haben wir noch einige andere Streicharbeiten gemacht (einmal drei Bänke und dann Holzfronten im Studio).

Und nun ist die Zeit hier auf der Farm leider auch schon wieder fast um, wir fühlen uns hier nämlich so unglaublich wohl, es ist echt schön, mal wieder eine Art richtiges Zuhause zu haben :)

Aber am Dienstag müssen Kathi und ich auch schon wieder los nach Brisbane, wo wir dann Mittwochmittag ankommen werden. Am Donnerstag fliegt Kathi dann auch schon nach Cairns und mein Flug nach Neuseeland geht ja auch schon am Samstag dann. Franzi wird dann noch bis Donnerstag auf der Farm bleiben und dann nach Sydney fahren, von wo sie am Sonntag dann auch nach Neuseeland fliegt, wo wir uns dann in Auckland treffen werden :)

Naja, aber nun genießen wir noch unser Wochenende und am Montag unseren letzten Arbeitstag hier =)

Morgen wollten wir dann wohl nochmal nach Canberra fahren und Sonntag vielleicht nochmal so einen richtigen Schlumitag wie letzen Sonntag machen. Da haben wir nämlich einfach mal den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa verbracht (Juhu, nach 5 Monaten endlich mal wieder! :) ) und Filme gesehen (Walk the line, Pursuit of Happiness (Streben nach Glück), Family Stone und Two Weeks Notice (Ein Chef zum Verlieben)), das tat echt richtig gut :) Achja und letzten Samstag waren wir dann noch an einem Fluss, eine halbe Stunde von der Farm entfernt, was unglaublich schön war, weil wir dort ganz allein waren, weil das Grundstück nämlich Toms Cousin gehörte. Dort haben wir dann einfach gelesen und geschnackt und das gute Wetter genossen (ist hier nämlich nicht ganz so selbstverständlich, ist ja mittlerweile Herbst hier, recht kühl bis echt kalt zum Teil und regnet zum Teil auch viel) Der Weg dorthin war allerdings der Hammer, weil das Auto, mit dem wir gefahren sind, Dreck in seinem Benzinschlauch hatte und wir so 7/8 der Strecke nicht normal gefahren, sondern so bei 40km/h gehoppelt sind, weshalb wir dann auch noch ständig ausgehupt wurden. Naja, wir fandens lustig ;)

Nungut, also die Lücke zwischen Surfers Paradise und dem WWOOFing verusche ich dann auch so schnell wie möglich zu schließen, aber für heute war’s das wohl erstmal von mir ;)

Au revoir, mes amis :-*