Sonntag, 21. März 2010

Black Abyss & Tongariro Crossing

Heute haben Franzi und ich wie gestern schon angekündigt, unsere erste Aktivität hier in Neuseeland gemacht: Black Water Rafting (unsere Tour hieß Black Abyss). Es hat einfach nur mordsmäßig Spaß gemacht und war sein Geld auf jeden Fall wert.
Also abgeholt wurden wir um viertel vor acht und dann ging es zu deren Lager, wo wir (6 Leute, davon 5 Mädels) dicke Neoprenanzüge, Gummischuhe und Helme bekommen haben. Nach einem schnellen Foto sind wir dann mit dem Kleinbus zur Höhle gefahren. Dort angekommen wurde uns an einem kleinen Hang die Abseil-Technik beigebracht, bevor es dann ans richtige Abseilen ging: Und zwar mussten wir uns 37m in eine Höhle abseilen und das bei völliger Dunkelheit! Das hat echt wahnsinnig Spaß gemacht, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte, weil man einfach rein gar nichts gesehen hatte – man hatte zwar eine Kopfleuchte an seinem Helm, doch die brachte dort wirklich gar nichts. Das erste Stück war ein sehr, sehr enges, felsiges Stück, wo man kaum durch passte und danach schwebte man einfach in circa 30m Höhe über einem Nichts, das war schon irgendwie gruselig, aber hat echt Spaß gemacht! Das Abseilen mussten wir alle nacheinander machen, das heißt der erste ging runter, hat dort gewartet, dann konnte erst der nächste.
Als wir dann alle unten in der Höhle waren, sind wir ein kleines Stück über Felsen gelaufen, bevor wir dann zur nächsten Station kamen: Und zwar sind wir – wieder in völliger Dunkelheit – mit einer Seilbahn ein kleines Stück tiefer gefahren. Im Hellen hätte das glaube ich nicht so viel Spaß gemacht, aber im Dunklen war’s echt cool, weil man einfach nicht wusste, was mit einem passiert.
Gut, danach gab’s dann erstmal Kaffee und Tee…und dann ging es ins Wasser. Das war echt krass, wir saßen da noch alle gemütlich und haben geschnackt und auf einmal springt einer unserer beiden Tourguides mit Anlauf und einem Gummireifen an seinen Hintern haltend ins Wasser, was 3-4m unter uns war. Wir haben uns so erschrocken, weil es einen mordsmäßig lauten Knall gegeben hat und meine erste Reaktion war: No way, ich mach das nicht! Natürlich habe ich es dann doch gemacht und es hat soo viel Spaß gemacht, nur leider hat uns keiner vorgewarnt, wie kalt das Wasser ist. So sind wir trocken, zwar in Neoprenanzügen, aber naja, so viel abhalten können sie dann doch nicht, in 11°warmes Wasser gesprungen! Da brauchte es erstmal, bis man wieder ruhig atmen kann ;)
Als wir dann alle im Wasser waren (2 unser 5 Mädels, haben es nicht gemacht und sind dann an der Seite langsam reingegangen) sind wir alle ins unseren Ringen in der Höhle umher gepaddelt und haben sie uns angesehen. Mit den Hunderten an Glühwürmchen, die fast noch schöner als jeder Sternenhimmel sind, und den Stalaktiten und Felsen und alle ist die Höhle einfach nur soo schön, die hat mir echt richtig gut gefallen! Nachdem uns noch einiges über Glühwürmen und die Höhle erzählt wurde und wir hin-und her gepaddelt sind, haben wir unsere Ringe wieder weggebracht und sind dann zu Fuß weiter. Es war echt nicht leicht, dort zu laufen, weil auf dem Boden überall Felsen, kleine Steine und auch haufenweise Löcher waren, sodass man aussah wie ein Betrunkener, vor allem wurd’s auch dadurch erschwert, dass die Füße mittlerweile so kalt waren, dass man sie kaum noch spürte! Na gut, zum Schluss gab es dann noch ein Highlight: und zwar sind wir dann nicht aus der Höhle einfach rausgeschwommen oder gelaufen, sondern geklettert :) Das hat auch wieder echt viel Spaß gebracht, vor allem weil ich davor eigentlich bis auf an einer Kletterwand nie richtig geklettert bin und ich mich, auch wenn wir in keiner Weise gesichert waren, total sicher gefühlt habe, weil die beiden Tourguides immer genau aufgepasst haben.
Insgesamt war es einfach nur ein cooles Erlebnis und hat mir und auch Franzi wahnsinnig viel Spaß gemacht :)

Danach auf der Fahrt nach Taupo, haben wir kurz vorm Ziel noch einen kleinen Stopp bei den Huka Falls gemacht, was ihr auch in auf den Bildern sehen könnt. Das war einfach nur wahnsinnig schön dort, das Wasser hatte so eine geile Farbe, hellblau-türkis, und der Fluss hatte so eine heftige Strömung, das habe ich noch nie in meinem Leben so stark gesehen, einfach nur cool :)

Gut, das war gestern, heute haben Franzi und ich schon wieder was Cooles erlebt. Und zwar haben wir einen – so sagt man – der schönsten Wanderungen auf der Welt gemacht, das Tongariro Crossing. Das hieß eine Strecke von 19,4km auf und ab über einen Berg. Ich kann euch sagen, es war soo anstrengend!
Aber nun von vorn: das erste Stück war von unserem Carpark Mangatepopo (1150m) zu den Sodasprings, was noch echt angenehm war, das es nur eine leichte Steigung war und das Wetter auch noch ganz angenehm war, da es recht warm war. Nur leider, war es sehr, sehr nebelig, sodass man kaum was sehen konnte, was natürlich schade war und die Stimmung etwas dämpfte. Dieses Stück war circa 1Stunde lang. Danach ging es von den Soda Springs zu South Crater, was zusammen mit dem nächsten Teil der Härteste war. So wird dieses Stück, was auch circa 1 Stunde dauert, als „Devils Staircase“ bezeichnet – und das zu recht ;) Dann gab es zum Glück ein kleines, ebenes Stück, bevor es dann wieder ebenso steil zum Red Crater hochging, was die höchste Stelle unserer Wanderung war (1886m). Diese Strecke dauerte ebenfalls circa 1h. Zum Glück war es mittlerweile etwas weniger neblig, sodass man die Aussicht richtig genießen konnte. Zu sehen gab es nämlich neben weiteren Bergen und Tälern, einen richtigen Vulkan, der bis Mitte der Siebziger ein sehr aktiver war. Das sah schon echt richtig schön aus, mit noch ein bisschen Nebel drumherum und auch die Wolken, die nun zum Teil unter uns waren. Was das Genießen jedoch etwas erschwerte war die Kälte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdammt kalt es war. Der Wind dort war so stark, dass man kaum nicht mehr stehen, geschweige denn laufen konnte. Ich glaube das war echt der stärkste Wind, den ich bisher erfahren habe. Wir haben einfach nur noch gezittert und gefroren, echt nicht schön.
Hiernach ging eine extrem steile Strecke hinunter zu den Emerald Lakes, die für mich mit ein Highlight der Wanderung waren. Die drei Seen hatten nämlich so unheimlich schöne Farben, richtig kräfitges Türkis, was so ein großer Kontrast zu den grauen Bergen war. Aber auch wenn die Seen unheimlich einladend aussahen, darf man leider nicht in Ihnen schwimmen, weil es wie die Hot Spring Pools in Rotorua uns verbrennen würden.
Die nächste Strecke war wieder etwas bergauf, und zwar zum Central Crater. Von dort aus konnte man schon den großen Blue Lake sehen, der auch richtig schön war.
Der Rest der Strecke war kontinuierlich etwas bergab, was am Anfang sehr angenehm, am Ende jedoch nur noch in den Füßen und Knien schmerzte, weil man ja immer bremsen musste. Vor allem war dieser Teil der Wanderung circa 4 Stunden lang, also ihr könnt euch vorstellen, dass ich jetzt kaum mehr laufen kann, weil meine Knie einfach wehtun.
Insgesamt, war die Wanderung zwar echt anstrengend, und hat einen an die absolute Kältegrenze gebracht, jedoch hat es sich echt gelohnt, weil die Landschaft einfach unheimlich schön war, auch wenn wir etwas Pech mit dem Wetter hatten.

So, zu der Planung der nächsten Tage: morgen haben wir noch einen Tag in Taupo, an dem wir wahrscheinlich nicht soo viel machen werden. Wahrscheinlich mal zu dem Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, und vielleicht zu den Hot Rock Pools.
Am Montag geht’s dann weiter nach River Valley, wo wir nur eine Nacht bleiben werden, und dann fahren wir auch schon in die Hauptstadt Wellington. Dort werden wir zwei Nächte bleiben, nächstes Ziel ist dann Nelson, unsere erste Stadt auf der Südinsel :)
Übrigens sind nun auch alle fehlenden Bilder online, das heißt die von Sydney und Canberra, sowie alle bisherigen aus Neuseeland, viel Spaß beim Stöbern :)
Ich schreibe dann wieder, wenn es wieder etwas Spannendes zu berichten gibt ;)
Liebste Grüße, Lea :-*

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